DNS-App: Cloudflares Warp-VPN ist verfügbar

Der Netzwerk-Dienstleister Cloudflare hat mit Warp einen eigenen VPN-Dienst in seine DNS-App eingebaut. Das soll vor zu neugierigen ISPs schützen, die Nutzerdaten zu Werbezwecken vermarkten.

Artikel veröffentlicht am ,
Cloudflares Warp-VPN ist Teil der DNS-App des Anbieters.
Cloudflares Warp-VPN ist Teil der DNS-App des Anbieters. (Bild: Cloudflare)

Der VPN-Dienst Warp sowie das darauf aufbauende Abo-Angebot Warp Plus von Netzwerkdienstleister Cloudflare sind nun allgemein verfügbar, wie das Unternehmen mitteilt. Cloudflare hatte den Warp-Dienst erstmals vor knapp einem halben Jahr angekündigt und wollte diesen schnell allen Nutzern zur Verfügung stellen, was durch technische Probleme behindert worden sei. Diese Hürden seien nun aber überwunden.

Stellenmarkt
  1. IT-Service- und Supportbetreuer (m/w/d)
    Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
  2. SAP Inhouse Consultant (m/w/d) Anwendungsberatung und Customizing FI/CO
    Lehmann&Voss&Co. KG, Hamburg-Wandsbek
Detailsuche

Zur einfacheren Verfügbarkeit wird Warp in die DNS-App des Anbieters integriert, die seit vergangenem Herbst für Android und iOS bereitsteht. Cloudflare bietet mit 1.1.1.1 einen eigenen öffentlichen DNS-Resolver an, der unter anderem schneller sein soll als etwa die Systeme von Konkurrent Google. Das Unternehmen setzt darüber hinaus auf eine Verschlüsselung der Anfragen per DNS über HTTPS (DoH).

Zusätzlich zu den DNS-Abfragen verschlüsselt Warp aber sämtlichen Traffic zwischen den Geräten der Nutzer und dem Netzwerk von Cloudflare. Der Dienst ist dafür gedacht, dass Nutzer zum Beispiel nicht in öffentlichen WLANs oder gar vom eigenen Internetprovider ausspioniert werden können. Weltweit nutzen viele Anbieter so erlangte Daten, um diese zu Werbezwecken weiterzuvermarkten.

Cloudflare selbst verspricht, für Warp keine Daten zu loggen, mit denen Nutzer identifiziert werden können. Die auflaufenden Daten sollen auch nicht weiterverkauft oder zu Werbezwecken verwendet werden und für die Nutzung des Dienstes seien keinerlei persönliche Informationen notwendig. Es reicht aus, die App auf dem eigenen Smartphone zu installieren.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    8.–12. November 2021, virtuell
  2. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    16.–17. November 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Finanziert wird das Warp-VPN über ein Freemium-Modell, bei dem nur für einen Warp plus genannten Zusatzdienst bezahlt werden muss. Warp Plus nutzt Cloudflares eigenen virtuellen Backbone samt Argo-Routing, was den Dienst noch mehr beschleunigen soll.

Wireguard als Grundlage

Technische Grundlage für das VPN selbst ist laut Cloudflare die neue VPN-Technik Wireguard, die bald standardmäßig in den Linux-Kernel integriert werden soll. Wireguard arbeitet anders als bisherige VPN-Techniken, was zu einer Beschleunigung der Datenübertragung beiträgt.

Cloudflare setzt dabei auf eine eigene Implementierung des Wireguard-Protokolls, die in Rust geschrieben ist. Diese heißt BoringTUN, läuft im Userspace und ist plattformübergreifend auf Linux, Windows, MacOS, iOS und Android einsetzbar. Der Name BoringTUN ist einerseits eine Anspielung auf BoringSSL, den OpenSSL-Fork von Google, der der Krypto-Bibliothek die Komplexität nimmt. Andererseits ist der Name auch ein englisches Wortspiel, da mit der Technik ein Netzwerktunnel gebohrt wird. Sehr ausführliche technische Details zur Funktionsweise von Warp liefert ein separater Blogeintrag von Cloudflare.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kursabsturz
Teamviewer-Chef spricht über schwere hausgemachte Fehler

Die vielen neuen Mitarbeiter seien nicht richtig eingearbeitet worden. Und die Ziele von Teamviewer seien zu hochgesteckt gewesen, sagt Oliver Steil.

Kursabsturz: Teamviewer-Chef spricht über schwere hausgemachte Fehler
Artikel
  1. Amazon-Go-Konkurrenz: Rewe eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt
    Amazon-Go-Konkurrenz
    Rewe eröffnet ersten kassenlosen Supermarkt

    Kameras und Sensoren überwachen Kunden in Rewes kassenlosem Supermarkt. Bezahlt wird mit dem Smartphone.

  2. NDR und Media Broadcast: Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt
    NDR und Media Broadcast
    Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt

    Fernsehen kann auch über 5G laufen. Auf 578 MHz kann das jetzt ausprobiert werden. NDR und Media Broadcast machen es möglich.

  3. Smartphone-Tarife: Tchibo bietet Jahres-Tarif mit 72 GByte
    Smartphone-Tarife
    Tchibo bietet Jahres-Tarif mit 72 GByte

    In diesem Jahr stehen drei unterschiedliche Jahres-Tarife für Tchibo-Kunden zur Wahl.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Speicherprodukte von Sandisk & WD zu Bestpreisen (u. a. Sandisk SSD Plus 2TB 140,99€) • Sapphire Pulse RX 6600 497,88€ • Epos H3 Hybrid Gaming-Headset 144€ • Apple MacBook Pro 2021 erhältlich ab 2.249€ • EA-Spiele für alle Plattformen günstiger • Samsung 55" QLED 699€ [Werbung]
    •  /