Domain: Icann verschiebt vorläufig Entscheidung über .org-Verkauf

Der kalifornische Generalstaatsanwalt hat starke Bedenken an dem geplanten Transfer. Die Icann gibt sich deshalb nun mehr Zeit.

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Die Icann muss dem .org-Verkauf formal zustimmen, sonst darf der Transfer nicht stattfinden.
Die Icann muss dem .org-Verkauf formal zustimmen, sonst darf der Transfer nicht stattfinden. (Bild: RocioRoz, pixabay.com)

Zum nun schon insgesamt vierten Mal verschieben die obersten Domain-Verwalter der Icann ihre Entscheidung darüber, ob die Organisation dem geplanten Verkauf der .org-Domain an einen Finanzinvestor zustimmt oder nicht. Das gibt die Organisation in einer kurzen Meldung auf ihrem Blog bekannt. Möglicher Grund für das Verschieben der Entscheidung dürfte ein Brief des kalifornischen Generalstaatsanwalts sein, der große Bedenken an dem Kauf äußert.

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Die .org-Domain wird bisher von dem nicht gewinnorientierten Unternehmen Public Interest Registry (PIR) betrieben. Die Frist für die Entscheidung über den Verkauf der .org-Domain sollte ursprünglich am 17. Februar ablaufen. Um die Fragen des Generalstaatsanwaltes sowie die eigene Überprüfung abzuschließen, hatte sich die Icann eine Fristverlängerung bis zum 20. April eingeräumt. Diese Frist hat sie nun also erneut verlängert, zunächst bis zum 4. Mai.

In einem Brief an die Icann schreibt der Generalstaatsanwalt, falls der Verkauf erlaubt werde, werde PIR "nicht mehr die einzigartigen Eigenschaften aufweisen, die die Icann geschätzt hat, als sie die Non-Profit PIR für (den Betrieb von) .org ausgewählt hat." Weiter heißt es in den Brief: "In der Tat geht es um die Übertragung der zweitgrößten Registry der Welt an einen gewinnorientierten Finanzinvestor, die per Design existiert, um von Millionen gemeinnütziger und nichtkommerzieller Organisationen zu profitieren."

Icann soll Verkauf nicht zustimmen

Kritisiert wird von der Behörde darüber hinaus die künftige Struktur der Organisation. Diese erinnere an einen Mafia-Krimi mit Briefkastenfirmen, seltsamen Zufällen und zwielichtigen Gestalten. Ziel des Generalstaatsanwalts ist es, hier für mehr Transparenz zu sorgen.

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Dem Magazin The Register sagte der Generalstaatsanwalt außerdem, dass die Icann aufgefordert werde, dem Transfer nicht zuzustimmen. "In Kalifornien setzen wir uns für ein Internet ein, das allen dient, und wir sind einfach besorgt, dass diese Übertragung Gewinne über das öffentliche Interesse stellt."

Die Icann wiederum gibt in ihrer kurzen Nachricht noch an, dass in der Stellungnahme des Generalstaatsanwalts die zuletzt durchgeführten Änderungen für mehr Communitybeteiligung noch nicht berücksichtigt worden seien.

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