Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Golem Plus Artikel
Top-Level-Domains:
Wem gehören .amazon, .ostsee und .angkorwat?

Südamerikanische Regierungen streiten sich seit Jahren mit Amazon um die Top-Level-Domain .amazon. Bislang stehen die Regierungen als Verlierer da. Ein anderer Verlierer ist jedoch die Icann, die es nicht schafft, das öffentliche Interesse an solch einer Domain ausreichend zu berücksichtigen.
/ Katrin Ohlmer
59 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Steht .amazon eher für den Konzern oder eher für den Fluss? (Bild: MAURO PIMENTEL/AFP/Getty Images)
Steht .amazon eher für den Konzern oder eher für den Fluss? Bild: MAURO PIMENTEL/AFP/Getty Images

Eigentlich hat Amazon Inc. alles richtig gemacht: Das Unternehmen hat sich bei seiner Bewerbung um .amazon an die Regeln des Icann-Bewerberhandbuchs gehalten, alle Vorgaben erfüllt und alle erforderlichen Tests bestanden. Dennoch streiten sich seit Jahren die Regierungen süd- und lateinamerikanischer Staaten mit dem Konzern, ob die Endung von Icann an Amazon vergeben werden darf.

Die Amazonas-Anrainerstaaten bestehen darauf, dass Icann die Endung nicht an das Unternehmen vergeben darf. Die Begründung entbehrt zwar einer Grundlage der Bewerbungsrichtlinien, ist gleichzeitig aber auch nachvollziehbar: Der Begriff ".amazon" hat einen unverkennbaren Bezug zum gleichnamigen Fluss; daher sei er schützenswert und stehe im öffentlichen Interesse.

Golem Plus Artikel