Icann: Registrare warnen vor massivem .com-Preisanstieg

Eine Vertragsverlängerung zwischen der Icann und dem Betreiber der .com-TLD, Verisign, erlaubt deutliche Preissteigerungen um bis zu 7 Prozent pro Jahr. Registrare wie Namecheap wollen nun dagegen vorgehen.

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Der neue Vertrag für die .com-TLD erlaubt massive Preissteigerungen.
Der neue Vertrag für die .com-TLD erlaubt massive Preissteigerungen. (Bild: Pexels)

Anfang dieses Jahres hat die Icann als oberster Domainverwalter den Vertrag mit Verisign über den Betrieb der Top-Level-Domain .com verlängert. Darin enthalten sind auch mögliche Preissteigerungen von bis 7 Prozent pro Jahr pro Domain. Der nach der Anzahl verwalteter Domains weltweit zweitgrößte Registrar Namecheap beschwert sich nun offiziell über diesen Vorgang und will dagegen vorgehen.

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Das Unternehmen Namecheap schreibt in seinem Blog, dass die Icann und Verisign diese Änderungen im Geheimen vorgenommen hätten, "ohne die Icann-Community oder die Internetnutzer zu konsultieren oder Rückmeldungen einzubeziehen". Die Kritik hat Ähnlichkeiten mit dem Ende der .org-Preisschranken im vergangenen Jahr, wogegen Namecheap ebenfalls Kritik geäußert hatte und dagegen vorgegangen ist.

Im aktuellen Fall der .com-TLDs könnten die Auswirkungen jedoch deutlich größer sein. Immerhin gibt es derzeit rund 144 Millionen .com-Domains, das sind rund 40 Prozent aller Domains weltweit. Für diese Domains sieht der Vertrag die erwähnte mögliche Preissteigerung von 7 Prozent für zunächst vier Jahre in Folge vor. Nach einer dann für zwei Jahre vorübergehend geltenden Preisschranke dürfte Verisign die Preise erneut erhöhen.

In zehn Jahren summiere sich dies auf rund 70 Prozent Anstieg im Vergleich zur bisherigen Gebühr von 7,85 US-Dollar, wie Namecheap vorrechnet. Bei Bekanntwerden der Überlegungen zu einem neuen Vertrag errechnete das Magazin The Register die damit verbundene Geldsumme und berichtet, dass der Vertrag einen Wert von fast 1 Milliarde US-Dollar hat.

Öffentliche Kommentarphase läuft

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Der Registrar sieht nun offenbar wie schon bei den .org-Preisen sein Geschäft gefährdet. Immerhin wird dem Unternehmen wohl keine Alternative dazu bleiben, als diese Steigerungen an den Endkunden weiterzugeben, der eine Domain registriert. Wie das Magazin Ars Technica berichtet, habe eine Redakteurin bereits eine entsprechende Warnung von dem Registrar Dynadot erhalten.

Namecheap fordert nun die Community und Betroffene dazu auf, sich an der öffentlichen Kommentarphase zu dem Vertrag zu beteiligen. Darüber hinaus bereite das Unternehmen gemeinsam mit weiteren Registraren Kommentare vor, die sich gegen diese massiven Preissteigerungen richten.

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