Icann: Ende der .org-Preisschranken offiziell bestätigt

Die Beschwerde des weltweit zweitgrößten Registrars, Namecheap, gegen den neuen .org-Vertrag ist nun offiziell von der Icann abgelehnt worden. Namecheap will aber weitere Schritte unternehmen.

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Der neue Vertrag für die weltweit genutzten .org-TLDs hebt die bisherigen Preisschranken auf.
Der neue Vertrag für die weltweit genutzten .org-TLDs hebt die bisherigen Preisschranken auf. (Bild: Pexels)

Der Vorstand der Icann hat die Beschwerde des weltweit zweitgrößten Registrars, Namecheap, gegen den neuen Vertrag für die .org-Domain nun offiziell abgelehnt, wie aus den dazu veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Der Plan zum Wegfall der Preisschranken für diese Top-Level-Domain (TLD) hatte im Frühjahr dieses Jahres zu sehr viel negativer Kritik daran geführt.

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Die Icann hat mit dem Beschluss nun aber selbst bestätigt, sich in ihrer Entscheidung nicht über diese Kritik hinweggesetzt zu haben. Namecheap hatte der Icann unter anderem vorgeworfen, gegen die selbst auferlegten Regeln der "Commitments and Core Values" verstoßen zu haben, indem die "überwiegende Mehrheit der öffentlichen Kommentare ignoriert" worden sei.

Die Icann hatte turnusgemäß einen neuen Vertrag mit dem Betreiber der Top-Level-Domain .org verhandelt und letztlich auch die bisher gültigen Preisschranken für die .org-Domains aufgehoben. Die neuen Verträge der Icann müssen den eigenen Regeln der Organisation zufolge vor Abschluss öffentlich kommentiert werden können. Namecheap hatte bereits während dieses Kommentarprozesses dazu aufgerufen, sich gegen das geplante Ende der Preisschranken zu engagieren. Namecheap sieht durch die neuen Verträge auch sein Geschäftsmodell gefährdet.

Der CEO von Namecheap, Richard Kirkendall, sagte dem Magazin The Register zu der Entscheidung: "Wir sind offensichtlich enttäuscht von dieser Entscheidung". Offenbar ist das Unternehmen davon ausgegangen, dass es noch zu einer unabhängigen Überprüfung der Entscheidung gemäß der Icann-Regeln kommen könnte. Der Registrar möchte aber weiter das "verbraucherfeindliche Verhalten und die destruktive Entscheidung der Icann" aufzeigen sowie weiter "alle Wege gehen, um das richtige Ergebnis für unsere Kunden und .org-Registranten als Ganzes zu gewährleisten".

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Über einen Einspruch zu dem neuen .org-Vertrag durch die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat der Icann-Vorstand zwar noch nicht final entschieden, jedoch bereits einen ebenfalls negativen Beschluss in Aussicht gestellt.

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