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Comcast: Mozilla gewinnt ersten ISP für DoH im Firefox

Künftig kann das verschlüsselte DNS im Firefox auch standardmäßig mit Comcast genutzt werden. Der ISP hatte zuvor dagegen lobbyiert.

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Der Firefox nutzt künftig auch Comcast als Resolver für DoH.
Der Firefox nutzt künftig auch Comcast als Resolver für DoH. (Bild: Mathias Appel, flickr.com/CC0 1.0)

Das verschlüsselte DNS über HTTPS (DoH) wird von Browser-Hersteller Mozilla in seinem Firefox mit standardmäßig von dem Hersteller ausgewählten Anbietern für DNS-Resolver genutzt. Zu diesen als Trusted Recursive Resolver (TRR) bezeichneten Anbietern kommt neben den bisher schon genutzten Cloudflare und NextDNS künftig auch Comcast hinzu, der zweitgrößte ISP in den USA.

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Wie auch bei den beiden bereits integrierten Anbietern gelten für Comcast enge Vorgaben seitens Mozilla in Bezug auf die Privatsphäre sowie den Schutz der bei der Dienstenutzung anfallender Daten. Der Technikchef von Mozilla, Eric Rescorla, äußerte sich in der Ankündigung erfreut über die Partnerschaft. "Durch die Aufnahme von ISPs in das TRR-Programm können wir die Privatsphäre online schützen, ohne die vorhandenen User Experience zu beeinträchtigen. Wir hoffen, dass dies einen Präzedenzfall für die weitere Zusammenarbeit zwischen Browsern und ISPs darstellt", sagte Rescorla.

Im vergangenen Herbst hatten sich noch Providerverbände in den USA an die Wettbewerbshüter im US-Congress gewandt und Google vorgeworfen, die Nutzung des verschlüsselten DNS-über-HTTPS verzerre den Wettbewerb. Ein Medienbericht zeichnet Comcast hier als eine der führenden Kräfte hinter den Lobbyanstrengungen. Hauptkritikpunkt der Provider damals war, dass die Einführung von DoH zu einer Zentralisierung der DNS-Infrastruktur führen würde. Mit seinen Plänen ging Mozilla damals sogar noch weiter als Google.

Dennoch hat sich nun Comcast dazu entschieden, DoH anzubieten und dafür auch Teil des TRR-Programms im Firefox zu werden. Erste Arbeiten und Tests dazu habe es bereits im vergangenen Oktober gegeben. Zu einem Zeitpunkt also, als Comcast noch öffentlich gegen die Technik lobbyierte. Zumindest aus technischer Sicht war das Argument des Providers aber auch damals schon hinfällig. Denn wenn diese selbst auch DoH anbieten, können die Browser dies auch nutzen, was im Prinzip der heutigen DNS-Infrastruktur entspräche - nur eben über einen verschlüsselten Kanal.

Mozilla nutzt DoH standardmäßig seit Anfang dieses Jahres in den USA mit Cloudflare als Resolver. Mozilla und Comcast haben nun angekündigt, weitere Tests mit der Technik durchzuführen, "um herauszufinden, wie Firefox jedem Benutzer den besten verfügbare TRR zuweisen kann". Ziel ist es hier möglicherweise, allen Comcast-Kunden automatisch auch dessen DoH-Resolver im Firefox automatisch zuzuweisen.

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edison.cannon 06. Jul 2020

Sorry, ich muß noch was klarstellen, was hanebüchen falsch und teilweise sogar gefährlich...

edison.cannon 30. Jun 2020

Nein. Das läuft über Anycast und der lokal nächste DNS antwortet: (dig Beispiel habe ich...


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