Registries: Die Verwalter der Top-Level-Domains
Ein Internetnutzer versucht, die Seite www.nytimes.com aufzurufen, aber der Browser meldet: "Die Webseite ist nicht erreichbar." Gleiches Ergebnis bei www.kennedyspacecenter.com. Der Nutzer macht einen kurzen Check: An der Internetanbindung liegt es nicht – LAN und WLAN sind da. Und im Namen ist auch kein Tippfehler. Nächster Schritt: der DNS-Lookup. Jetzt wird klar, woran es liegt. Die Domains lösen nicht auf. Und zwar sämtliche Domains mit der Endung .com.
Dass, wie in diesem Beispiel, eine ganze Top-Level-Domain ausfällt, ist selten. Wenn es aber passiert, rücken plötzlich Organisationen in den Vordergrund, die ihre Arbeit sonst eher im Stillen verrichten: die Registries. Sie verwalten Top-Level-Domains wie .com, .net oder .de und erledigen – quasi in einer Internet-Parallelwelt – dauerhaft eine Reihe von überwiegend technischen Aufgaben, damit der Betrieb der TLDs reibungslos funktioniert.