Internet Architecture Board: Gesetzgeber sollen für Vertrauen ins Internet sorgen

Um das Internet als Einheit zu erhalten und damit Nutzer weiterhin das notwendige Vertrauen in die Technik haben können, formuliert das Internet Architecture Board nun klare Richtlinien, denen Gesetzgeber folgen sollten.

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Das IAB will Angriffe auf das Internet abwehren.
Das IAB will Angriffe auf das Internet abwehren. (Bild: Bruno Cordioli, flickr.com/CC-BY 2.0)

Seit Jahrzehnten fordern Gesetzgeber weltweit weitreichenden Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation - zuletzt in Australien Ende vergangenen Jahres. Diese und viele weitere ähnliche Vorgänge haben aber massive Auswirkungen auf die "Lebensfähigkeit des Internets als Ganzes", wie das Internet Architecture Board (IAB) schreibt. Die Organisation hat nun deshalb in einer ihrer wenigen öffentlichen Äußerungen einen klaren Leitfaden veröffentlicht, der das befürchtete Zerbrechen des Internets verhindern soll.

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Das IAB ist eine Art oberste Kontrollbehörde der für die Internetstandards zuständigen Internet Engineering Task Force (IETF) sowie dessen Forschungsarm (IRTF) und für die architekturelle und langfristige Entwicklung des Internets verantwortlich. Die nun bereitstehenden Richtlinien sind eine Generalisierung der Reaktion des IAB auf die sogenannte Assistance and Access Bill Australiens.

Der Kernmechanismus eines sicheren und funktionellen Internets sei demnach Vertrauen. Das bezieht sich unter anderem auf die Vertrauenswürdigkeit sicherer Kommunikation für Nutzer und deren Kommunikationssysteme. Das IAB zeigt sich dabei vorsichtig erfreut darüber, dass die Idee, kryptografische Systeme durch Gesetze zu schwächen, in vielen Ländern mittlerweile nicht mehr verfolgt werde. Das sei der Arbeit der Community zu verdanken, die die damit verbundenen Risiken "energisch" vorgetragen habe.

Von Verschlüsselung zu Protokollen und Infrastruktur

Laut IAB müssten Nutzer aber auch der Funktionsweise von Protokollen und Infrastruktur absolut vertrauen können. Dazu gehört etwa das Routing per BGP, die Web-PKI, die die Grundlage sämtlicher TLS-Verbindungen stellt, oder auch das Domain Name System (DNS). Eingriffe von Strafverfolgungsbehörden oder anderen staatlichen Akteuren in diese Systeme erodierten jedoch das Vertrauen der Nutzer in diese und schwächen damit die Integrität des Internets, argumentiert das IAB.

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Die Organisation empfiehlt den Gesetzgebern letztlich Eingriffe in diese Systeme so gezielt wie möglich umzusetzen und die dazugehörigen Gesetze so präzise wie möglich zu formulieren. Wichtig ist der Organisation aber auch, dass in derartigen Verfahren nicht nur einige wenigen große Internet-Unternehmen zu Rate gezogen werden, sondern die gesamte betroffene Community.

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