
Der öffentliche Druck zeigt Wirkung. Luxemburg will offenbar Steuerspartricks für ausländische Konzerne abschaffen. Betroffen wären neben US-Konzernen auch mehrere Dax-Unternehmen.

Hat der BND unabsichtlich Daten deutscher Bürger an die NSA weitergegeben? Die Opposition wirft einem Zeugen im NSA-Ausschuss vor, dazu nicht die Wahrheit zu sagen.

Immer wieder gibt es Berichte, wonach die Geheimdienste den Frankfurter Internetknoten abhören. Wo, wann und wie das geschehen soll, ist aber alles andere als sicher. Indizien deuten aber auf mindestens zwei bekannte Anbieter hin.

"Ich bin doch nicht blöd": Bundeskanzlerin Merkel will sich nicht über ihre Einkaufspräferenzen im Netz äußern. Dass das Internet für sie immer noch Neuland ist, hat sie wieder mit Aussagen zur Netzneutralität und zu Internetwerbung bewiesen.

Die ostdeutschen Bundesländer hinken beim Breitbandausbau hinterher. Sachsen-Anhalt geht nicht davon aus, das Ausbauziel der Bundesregierung bis 2018 aus eigenen Mitteln erreichen zu können.

Der neue Chef des britischen Geheimdienstes GCHQ greift die amerikanischen IT-Konzerne scharf an. Um Terrorismus bekämpfen zu können, müssten sie Ermittlern besseren Zugang erlauben.

"Internetüberwachung leicht gemacht": Die italienische Firma Hacking Team gilt neben Finfisher als bekanntester Hersteller von Spionagesoftware. Nun veröffentlichte Handbücher zeigen die Möglichkeiten der Überwachung.

US-Whistleblower Edward Snowden erläutert in einem Interview seine politischen Überzeugungen. Dabei lobt er die Arbeit des NSA-Untersuchungsausschusses. Gegen das Abhören des Papstes hat er nichts einzuwenden.

Zum besseren Aufspüren von Terrorverdächtigen sollen europäische Fluggastdaten jahrelang gespeichert werden. Während die Regierung die Pläne verteidigt, befürchten Gegner eine umfassende Vorratsdatenspeicherung.

Neben Edward Snowden soll noch ein zweiter Whistleblower geheime US-Dokumente weitergegeben haben. Diese Quelle könnte schon nach kurzer Zeit versiegt sein.

Der neue EU-Digitalkommissar Oettinger will des Urheberrecht EU-weit vereinheitlichen. Am Ende könnte eine Zahlungspflicht für US-Unternehmen wie Google stehen.

Die Bundesregierung prüft den Kauf eines Leerrohrnetzes für den Aufbau einer sicheren Kommunikation. Die US-Armee weiß möglicherweise schon jetzt, wo die 3.000 Kilometer Leitungen verlegt sind. Das Innenministerium widerspricht dem Bundesrechungshof in dieser Frage.

Es war kaum anders zu erwarten: Die meisten in der VG Media organisierten Verlage wollen keine verkürzte Darstellung ihrer Links bei Google hinnehmen. Der Konzern lehnte zuvor eine Bitte um "Waffenruhe" ab.

Unter 50 MBit/s spielt Netzneutralität nach Ansicht von Bundeskanzlerin Merkel keine Rolle. Auf dem IT-Gipfel machte sie sich zudem für Big Data stark und sorgte mit Äußerungen zum Mooreschen Gesetz für Gelächter.

Die Bundesregierung erhofft sich von der digitalen Vernetzung der Industrie große Chancen für die deutsche Wirtschaft. Dazu sollen Startups und die Kompetenzen des Mittelstands stärker gefördert werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einem digitalen Proletariat durch Crowdsourcing oder Crowdworking. Arbeitnehmerrechte müssten auch für diese Jobs gelten.

Das Bundeskartellamt will im Streit um das Leistungsschutzrecht derzeit nicht aktiv werden. Was die Verlage empört, will sich Google nun schriftlich bestätigen lassen.

Bundeskanzlerin Merkel soll auf dem IT-Gipfel am nächsten Dienstag eine Rede zur Digitalisierung halten. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft zeigte sie noch deutliche Defizite bei Netzthemen.

Müsste Edward Snowden bei einer Einreise nach Deutschland in die USA ausgeliefert werden? Die Bundesregierung kann nun endlich die konkreten Vorwürfe gegen den Whistleblower prüfen.

Dass die US-Geheimdienste eng mit der Privatwirtschaft verflochten sind, ist kein Geheimnis. Das nebenberufliche Engagement eines hochrangigen Beamten bei seinem Ex-Chef Alexander geht nun aber selbst der NSA zu weit.

Seit zehn Jahren macht sich Netzpolitik.org erfolgreich bei Politikern unbeliebt - und umgekehrt. Um einen Mangel an Themen macht sich der Blog für die Zukunft keine Sorgen: Der CCC rechnet mit einem jahrzehntelangen Kampf gegen die Überwachung.

Die Bundesregierung stört sich an Presseberichten zu den geheimen Aktivitäten der Geheimdienste. Sollte es weitere Leaks geben, drohe eine Anzeige gegen unbekannt.

Die VG Media befürchtet durch die neuen Forderungen Googles ein Scheitern des Leistungsschutzrechts. Google müsse alle Medien verkürzt darstellen oder keine, fordern die Verwerter.

Der NSA-Untersuchungsausschuss will herausfinden, ob die Deutsche Telekom dem BND bei der Operation Eikonal behilflich war. Damit könnte sich das Rätsel um den angeblichen DE-CIX-Zugriff endlich klären.

Die Enthüllungen Edward Snowdens haben nach Ansicht von SAP die Kosten für Rechenzentren "exponentiell" steigen lassen. Eine neue Kooperation mit IBM soll daher Geld sparen und die Hana-Datenbank weltweit verfügbar machen.

Google-Chef Schmidt und Vizekanzler Gabriel diskutieren in Berlin über Chancen und Risiken der digitalen Wirtschaft. Meist reden sie aneinander vorbei. Gabriel punktet beim Publikum mit kernigen Sprüchen.

Darf der NSA-Untersuchungsausschuss Dokumente deutscher Behörden sehen, die sich mit den Five Eyes befassen? Während Großbritannien dies generell ablehnt, stellen die USA scharfe Bedingungen und wollen eine Einzelfallprüfung.

Russische Hacker sollen in den vergangenen Jahren zahlreiche Ziele im Westen und in der Ukraine angegriffen haben. Sie nutzten dabei offenbar eine Sicherheitslücke aus, die in allen aktuellen Windows-Versionen bestehen und am Dienstag gepatcht werden soll.

Der Abgesang auf die E-Mail scheint noch etwas verfrüht: Zwar spielt sie bei privater Kommunikation immer weniger eine Rolle, doch einer Umfrage zufolge erwarten Verbraucher eine zunehmende Nutzung im Beruf.

In die Verhandlungen zur EU-Datenschutzreform kommt Bewegung: Bis zum Jahresende wollen sich die Mitgliedstaaten auf eine gemeinsame Position geeinigt haben.

Ausgerechnet in einer Sitzung des NSA-Ausschusses zur Geheimdienstüberwachung hat die Bundestagspolizei einen Journalisten persönlich überwacht. Der Bundestag spricht von einer Überreaktion.

Im Streit um das Leistungsschutzrecht hat Google seine Forderungen deutlich ausgedehnt. Die Drohung zur verkürzten Link-Darstellung wollen die Verlage daher zwei Wochen länger prüfen.

Die Datenschutzbeauftragte des BND hat schwere Defizite beim Datenschutz in ihrer Behörde festgestellt. Zudem widerspricht sie Präsident Schindler bei der Einschätzung zentraler Aspekte.

Für Google-Chef Schmidt könnte die ausufernde Überwachung das Ende des Netzes in seiner bekannten Form bedeuten. Er berief sich dabei auch auf ein bislang nicht bekanntes Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel.

Der BND ist offenbar sehr daran interessiert gewesen, der NSA Daten vom Internetknoten DE-CIX weiterzuleiten. Der US-Geheimdienst hat jedoch von sich aus die Kooperation beendet. Die SPD verlangt nun Gesetzesänderungen, um solche Weiterleitungen generell zu verbieten.

Die Geräte sind nicht billig, aber bei den Nutzern unbeliebt: Die Deutsche Telekom will die Kryptohandys Simko 3 - auch als Merkel-Phones oder Merkel-Handys bekannt - weiterhin liefern, könnte auf die Mikrokern-Technik in Zukunft aber verzichten.

Die Netzallianz hat ihr Kursbuch für den flächendeckenden Breitbandausbau vorgelegt. Im nächsten Jahr sollen dafür acht Milliarden Euro ausgegeben werden. Wo die fehlenden Milliarden herkommen, bleibt unklar.

Der designierte EU-Digitalkommissar Andrus Ansip hat bei den EU-Abgeordneten einen guten Eindruck hinterlassen. Er will sich für mehr Datenschutz einsetzen und sich im Internet den Fragen der Bürger stellen.

Geheimdienste und IT-Branche sind in den USA eng miteinander verwoben. Während die CIA innovative Startups fördert, gründen immer mehr Ex-NSA-Mitarbeiter eigene Sicherheitsfirmen. Die Grenzen zwischen Staat und Wirtschaft sind oft kaum noch auszumachen.

Politisch sind die Piraten bereits im Niemandsland der "Sonstigen" verschwunden. Nun verlässt einer ihrer bekanntesten Vertreter überraschend die Partei.

Der Internetausschuss des Bundestags soll nun offiziell für die Digitale Agenda zuständig sein. Um die konkreten Gesetzesvorhaben kümmern sich jedoch weiterhin die Fachausschüsse.

Mit ihrem Programm Treasure Map will die NSA im Netz "jedes Gerät, überall, jederzeit" abbilden. Dazu nutzt sie Traceroute-Server, die auch in Deutschland in "ahnungslosen Rechenzentren" stehen.

Die Bundesregierung hat das Programm Digitale Verwaltung 2020 und einen Aktionsplan zu Open Data beschlossen. Geplant sind unter anderem der flächendeckende Ausbau von De-Mail, der Online-Antrag für ein Führungszeugnis und die elektronische An- und Abmeldung von Autos.

Mit Hilfe von Imsi-Catchern können nicht nur Behörden die Handykommunikation überwachen. Forscher und Sicherheitsexperten entwickeln Warnsysteme für die Spähversuche mit solchen Geräten. Golem.de hat damit das Berliner Regierungsviertel überprüft.
Von Friedhelm Greis

Die umstrittene Taxi-App Uberpop bleibt vorerst in Deutschland erlaubt. Justizminister Maas sieht keinen Grund, bestehende Regelungen zu ändern. Die Taxi-Genossenschaft drängt weiter auf ein Verbot.

Die Bundesregierung verlangt mehr Transparenz von Google, was auch für dessen Algorithmus gelte. Eine Zerschlagung des Konzerns könne aber nur das "letzte Mittel" sein.

Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden erhebt schwere Vorwürfe gegen die neuseeländische Regierung. Sie soll die Bevölkerung über die Ausspähung angelogen haben, sagte er auf einer Wahlkampfveranstaltung mit Kim Dotcom.

Die Mailprovider T-Online, GMX und Web.de ziehen Konsequenzen aus den Forderungen der Verlage. Anstatt Geld wegen des Leistungsschutzrechts zu zahlen, werfen sie mehr als 150 Medien aus ihrer Internetsuche.

Über mehrere Stunden konnten sich Nutzer am Sonntag nicht bei Ebay einloggen. Das Unternehmen räumte technische Probleme ein, verlängerte aber nicht die Auktionen. Verkäufer sollen nun kontaktiert werden.

Auf ihre Informationstechnik ist die DDR besonders stolz gewesen. Ein ziemlich unbekannter Hackerfilm der Defa hat aber genau an diesem Beispiel gezeigt, warum der real existierende Sozialismus zum Scheitern verurteilt war. Kurz danach fiel die Mauer.