• IT-Karriere:
  • Services:

Fahrzeugsicherheit: Kartendienst Here kauft Anbieter für Online-Updates

Die Updates für Autosoftware sollen künftig über Mobilfunk eingespielt werden. Dazu hat der Kartendienst Here mit ATS Advanced Telematic Systems ein Berliner Start-up übernommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Solche fiktive Auto-Ransomware soll mit sicheren Updates verhindert werden.
Solche fiktive Auto-Ransomware soll mit sicheren Updates verhindert werden. (Bild: Marko Wolf/Escrypt)

Der Kartendienst Here will mit der Übernahme von ATS Advanced Telematic Systems die sichere Installation von Autosoftware über das Internet vorantreiben. Wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten, hat sich das Berliner Start-up auf Lösungen für Softwareupdates "Over the Air" (OTA) spezialisiert. Here will die Entwicklung und den Vertrieb der OTA-Technik als Bestandteil seines Produktportfolios für die Automobilindustrie weiterführen. In Zukunft könnte sie zudem sichere Kartenaktualisierungen und Software-Updates für Drohnen und andere vernetzte Geräte unterstützen.

Stellenmarkt
  1. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  2. Auswärtiges Amt, Bonn, Berlin

Vertreter der Automobilindustrie halten regelmäßige Softwareupdates über das Internet für eine unabdingbare Voraussetzung, um die Sicherheit vernetzter Fahrzeuge garantieren zu können. Allerdings kann die Möglichkeit solcher Updates auch eine Einfallstor für Hacker darstellen.

ATS verwendet Uptane-Framework

ATS verwendet für sein Produkt OTA Plus das vom US-Heimatschutzministerium gestartete und finanzierte Sicherheitsframework Uptane. Uptane basiert demnach auf einer Forschungsinitiative der Tandon School of Engineering, des Southwest Research Institute und der University of Michigan Transport Research Center. Durch Uptane sollen alle gängigen Cyber-Attacken, die auf Software-Updates von vernetzten Autos abzielen, künftig unterbunden werden. Da OTA Plus auf offenen Standards und einem Open-Source-Kern aufsetze, entstünden keinerlei Abhängigkeiten vom Hersteller. Uptane schützt laut ATS sogar sekundäre Steuergeräte (ECU) im Fahrzeug, die nur mit minimalen Rechenressourcen ausgestattet seien.

Der Autochef von Here, Ralf Herrtwich, bezeichnete die Übernahme von ATS als "strategische Investition von hoher Bedeutung". Die Bereitstellung von Daten und Software werde künftig "ein entscheidender Erfolgsfaktor innerhalb der Automobilindustrie sein".

Die deutschen Automobilhersteller Daimler, BMW und Audi hatten den Kartendienst Here im August 2015 von Nokia übernommen, um nicht in Abhängigkeit von anderen Datenanbietern wie Google zu geraten. Mittlerweile ist auch Intel mit einem Anteil von 15 Prozent beteiligt. Auch drei chinesische Unternehmen wollten sich Ende 2016 an Here beteiligen und zusammen zehn Prozent am Kartendienst erhalten. Der Automobilzulieferer Continental wollte ebenfalls einsteigen.

Nachtrag vom 28. November 2017, 23:29 Uhr

Nach Angaben von Here gab es keine Zustimmung der US-Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS), die drei chinesischen Unternehmen Navinfo, Tencent und GIC in den Kreis der Anteilseigner von Here aufzunehmen. Dies habe sich jedoch nicht auf das gemeinsame Joint Venture von Here mit Navinfo in China ausgewirkt, das bereits seine Arbeit aufgenommen habe. Dafür sei das japanische Unternehmen Pioneer durch eine Überkreuzbeteiligung mittlerweile Anteilseigner von Here geworden. Daher hielten derzeit Audi, BMW und Daimler zusammen mehr als 84 Prozent Anteile an Here, Intel 15 Prozent und Pioneer den geringen Rest.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

PiranhA 29. Nov 2017

VW hat gut ein Jahr vor der Übernahme einen Kooperationsvertrag mit TomTom geschlossen...


Folgen Sie uns
       


Sprachsteuerung mit Apple Music im Vergleich

Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen - aber das gelingt oftmals nicht. Überraschenderweise spielen Siri, Google Assistant und Alexa bei gleichen Sprachbefehlen andere Sachen, obwohl alle auf Apple Music zugreifen.

Sprachsteuerung mit Apple Music im Vergleich Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /