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Breitbandmessung: Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein

Vertraglich vereinbarte Datenraten werden von den Breitbandanbietern weiterhin nicht eingehalten. Während es im Festnetz leichte Verbesserungen gibt, hat sich der Mobilfunk deutlich verschlechtert.

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Die Mess-App der Bundesnetzagentur
Die Mess-App der Bundesnetzagentur (Bild: Bundesnetzagentur)

Die von Providern versprochene maximale Übertragungsgeschwindigkeit bei Breitbandanschlüssen liegt in den meisten Fällen weiterhin deutlich über den gemessenen Werten. Das geht aus dem zweiten Jahresbericht zur Breitbandmessung hervor (PDF), den die Bundesnetzagentur am Mittwoch in Bonn veröffentlichte. Dem Bericht zufolge erhielten nur 71,6 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate im Festnetz. Nur bei zwölf Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten.

Inhalt:
  1. Breitbandmessung: Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein
  2. Mobilfunkanbieter übertreiben noch mehr

"Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden nach wie vor oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen die Anbieter in Aussicht gestellt haben", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, und fügte hinzu: "Obwohl die Ergebnisse bei einzelnen Bandbreiten und zwischen den Anbietern unterschiedlich ausfallen, zeigen sie insgesamt weiterhin Handlungsbedarf bei den Breitbandanbietern." Die Bundesnetzagentur hat für den Bericht im Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 fast 440.000 valide Messungen ausgewertet.

Je schneller, desto zuverlässiger

Im Vergleich zur Vorjahresmessung (2015/16) haben sich die Werte kaum verändert. Damals hatten 27,6 Prozent der Nutzer die Hälfte der vereinbarten Maximalrate erzielt. Nur 3,4 Prozent der Teilnehmer erzielten im Vorjahr hingegen die versprochene Maximalrate oder sogar mehr. Für den Bericht waren jedoch nur etwas mehr als 100.000 Messungen ausgewertet worden.

Deutliche Unterschiede gibt es in den einzelnen Breitbandklassen. Beim sehr schnellen Internet zwischen 200 und 500 MBit pro Sekunde erreicht fast ein Viertel der Nutzer (23,3 Prozent) die vereinbarte Rate. Im Bereich zwischen 8 und 18 MBit/s sind dies hingegen nur 4,6 Prozent.

Unitymedia mit bestem Ergebnis

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Die Ergebnisse schwanken unter den 41 gemessenen Anbietern sehr stark. So erreichten bei Unitymedia 37,1 der teilnehmenden Kunden die versprochene Übertragungsrate, bei der Deutschen Telekom nur 3,2 Prozent und beim Anbieter ACO kein einziger. Mit einem Anteil von 40,1 Prozent hat die Telekom die meisten Kunden, gefolgt von Vodafone mit 19,7 Prozent und 1&1 mit 13,8 Prozent.

Allerdings gibt es gerade bei Kabelnetzbetreibern wie Unitymedia im Tagesverlauf größere Schwankungen, was vor allem die schnellen Zugänge mit mehr als 100 MBit/s betrifft. "Abends sank die gemessene Datenübertragungsrate in der Bandbreiteklasse 7 (200 Mbit/s bis kleiner 500 Mbit/s) um fast 40 Prozentpunkte gegenüber dem morgens gemessenen Maximalwert ab. In den anderen Bandbreiteklassen waren die Abfälle deutlich weniger ausgeprägt", heißt es in dem Bericht.

Mobilfunkanbieter übertreiben noch mehr 
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