Abo
  • Services:

Kartendienst: Zulieferer Bosch und Continental steigen bei Here ein

Der Kartendienst Here erhält immer mehr Anteilseigner. Obwohl Bosch und Continental auch mit Konkurrent TomTom kooperieren, sind nun beide beim Kartendienst der deutschen Autohersteller eingestiegen

Artikel veröffentlicht am ,
So stellt sich Bosch das vernetzte Fahren vor.
So stellt sich Bosch das vernetzte Fahren vor. (Bild: Bosch)

Die Zulieferer Bosch und Continental steigen beim Kartendienst Here der deutschen Autohersteller ein. Die Firmen erwerben einen Anteil von je fünf Prozent von den Haupteigentümern Audi, BMW und Daimler. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten die Unternehmen am Donnerstag mit. Über den Einstieg von Continental bei Here war bereits im Juli 2017 in Medien spekuliert worden.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Bosch verfolgt laut Pressemitteilung mit dem Einstieg das Ziel, "zum Anbieter datenbasierter Echtzeitdienste auch außerhalb der Automobilindustrie zu werden". Bosch-Chef Volkmar Denner sagte: "Industrie 4.0, Smart Home und Smart City sind für uns stark wachsende Bereiche, in denen sich beim Auf- und Ausbau datenbasierter Services Synergien mit Here ergeben." Bosch betreibt in Berlin und Paris beispielsweise den Elektroscooter-Verleih Coup.

Continental kooperiert bei Echtzeitkarten

Continental will nach eigenen Angaben zudem eine Kooperationsvereinbarung mit Here abschließen. Dabei gehe es um die "Entwicklung von Technologien, die für zuverlässige Verfügbarkeit von hochgenauen Daten für die effiziente Beförderung von Menschen und ihrer Güter sorgen". Konkret wollen die Firmen bei den Echtzeitkarten von Here (HD Live Map) sowie bei der Autovernetzung von Continental (eHorizon) zusammenarbeiten.

Hochpräzise digitale Karten sind eine wichtige Voraussetzung für den Betrieb von automatisierten und selbstfahrenden Autos. Die deutschen Automobilhersteller Daimler, BMW und Audi hatten daher den Kartendienst Here im August 2015 von Nokia übernommen, um nicht in Abhängigkeit von anderen Datenanbietern wie Google oder Apple zu geraten. Mittlerweile ist auch Intel mit einem Anteil von 15 Prozent beteiligt. Auch drei chinesische Unternehmen wollten sich Ende 2016 an Here beteiligen und zusammen zehn Prozent am Kartendienst erhalten.

Chinesen durften nicht einsteigen

Nach Angaben von Here gab es jedoch keine Zustimmung der US-Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS), die drei chinesischen Unternehmen Navinfo, Tencent und GIC in den Kreis der Anteilseigner von Here aufzunehmen. Dies wirkte sich jedoch nicht auf das gemeinsame Joint Venture von Here mit Navinfo in China aus, das bereits seine Arbeit aufgenommen haben soll. Dafür wurde das japanische Unternehmen Pioneer durch eine Überkreuzbeteiligung mittlerweile Anteilseigner von Here. Demnach halten derzeit Audi, BMW und Daimler zusammen mehr als 74 Prozent Anteile an Here, Intel 15 Prozent, Bosch und Continental jeweils fünf Prozent und Pioneer den geringen Rest.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

matok 04. Jan 2018

Ich finde, der Staat sollte selbst erstmal offene Schnittstellen für z.B. Straßen- und...


Folgen Sie uns
       


Nepos Tablet - Hands on

Nepos ist ein Tablet, das speziell für ältere Nutzer gedacht ist. Das Gehäuse ist stabil und praktisch, die Benutzerführung einheitlich. Jede App funktioniert nach dem gleichen Prinzip, mit der gleichen Benutzeroberfläche.

Nepos Tablet - Hands on Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
    IT
    Frauen, die programmieren und Bier trinken

    Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
    Von Maja Hoock

    1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
    2. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
    3. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
    Requiem zur Cebit
    Es war einmal die beste Messe

    Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
    Von Nico Ernst

    1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

      •  /