Durch das milde Wetter hat die Telekom im Oktober noch viel Kabeltiefbau machen können. Doch auch Vectoring und Supervectoring wird immer noch ausgebaut.
Zwei FTTH-Betreiber sind gegen fest verbaute Glasfasermodems hinter der Anschlussdose und vor dem Kundenrouter. Beide sind Joint Ventures der Deutschen Telekom.
Eine Studie im Auftrag der Telekom sieht kaum Probleme durch den Überbau von bestehender Glasfaser. Auch könne ein börsennotierter Konzern dies nicht deutschlandweit finanzieren.
Bei vielen Glasfaser-Betreibern soll es Probleme geben, weil der Ausbau nicht wie geplant vorankommt und die Kosten wegen Zinswende und Inflation immer weiter steigen. Eine Studie kommt zu einer Kollaps-Prognose.
Überbau von Glasfaser durch die Deutsche Telekom hat laut einer Studie des Digitalministeriums Folgen für die gesamte Volkswirtschaft. Doch das gilt nicht immer.
Die von den Telco-Branchenverbänden beantragte Beendigung der Endgerätefreiheit in Glasfasernetzen basiere auf keiner "objektiven technischen Grundlage". Die fest verbauten Glasfasermodems der Netzbetreiber seien unnötig, so die Hersteller.
Investoren wollen für 50 Milliarden Euro neue Glasfasernetze bauen und damit das alte DSL-Kupfernetz obsolet machen. Aus Sicht des Mittelstands reagiert die Telekom mit grobem Foulspiel.
Der Netzabschluss soll wieder nach dem Glasfasermodem festgelegt werden. Beispiele für Störungen können die Verbände der Bundesnetzagentur jedoch nicht nennen.
VATM und Breko sehen kein Problem darin, dass sich Niedersachsen nicht mehr an der Glasfaser-Förderung beteiligen will. Ausbau und Förderung seien weiter möglich.
Der Druck der Branchenverbände zeigt Wirkung. Das Bundesministerium für Digitales nennt eine Reihe von Maßnahmen, um Überbau bestehender Glasfaser-Strecken genau zu untersuchen.
Anga Com
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr räumt ein, dass eigenwirtschaftlicher Ausbau schneller gehe als Förderung. Das müssten die Kommunen lernen.
Die Telekom betont den Willen zu Kooperationen im Festnetz durch Open Access. Laut alternativen Betreibern ist das nicht ehrlich. Doch so einfach ist es nicht.
EU-Kommissar Thierry Breton hat einen Entwurf vorgelegt, der die Preisregulierung für alte Kupfernetze praktisch aufheben soll. Durch die Mehreinnahmen würde angeblich mehr Glasfaser gebaut.
Durch gezielte Störmanöver versuche die Telekom den Glasfaserausbau der Konkurrenz zu verhindern, so der VATM. Oft stünden die Gemeinden dann wieder ohne Versorgung da.
In den USA sind sehr hohe symmetrische Gigabit-Datenraten für Privathaushalte in Vorbereitung. Wir haben bei deutschen Firmen nachgefragt, wie es hier damit aussieht - und sind in der Schweiz gelandet.
Das Problem seien Nachzügler, die bestehende Glasfasernetze überbauen, erklärten die kommunalen Unternehmen an die Adresse der Telekom. Die Telekom löschte die strittigen Aussagen inzwischen - doch sie bleiben auffindbar.
Nur knapp 36 Prozent aller Kabelnetz-Anschlüsse werden als Internetzugänge eingesetzt. Der Großteil dient nur zum TV-Empfang oder wird gar nicht verwendet.
Netzbetreiber sind empört über eine Vorgabe für Bauämter, die sich gegen Trenching wendet. Eine innovationsfeindliche Tiefbaulobby habe sich durchgesetzt.
Das Jahresziel für 2022 hat der Marktführer mit 2 Millionen neu gebauten Zugängen klar benannt. Einen möglichen Rückstand will die Telekom nicht wahrhaben, was am Ende auf die Verbraucher zurück fällt.
Mehrere Grundstücke ohne Festnetzversorgung müssen ausgebaut werden. "So weit ist es in Deutschland gekommen", dass Neubaugebiete statt mit Förderung Glasfaser nun 10 MBit/s bekämen, kommentiert der VATM-Chef.
Ein Branchenexperte hat errechnet, dass die Telekom von 2 Millionen Gigabitanschlüssen dieses Jahr erst höchstens eine halbe Million Anschlüsse errichtet hat.