Telekommunikation: Festnetztelefonie in Deutschland wieder beliebter

Zum Telefonieren greifen wieder mehr Einwohner in Deutschland auf das Festnetz zurück. Wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox(öffnet im neuen Fenster) ergab, nutzen 81 Prozent der Befragten einen stationären Anschluss. 2021 hatte der Anteil in der gleichen Umfrage bei 73 Prozent gelegen. Die Befragten waren zwischen 18 und 69 Jahre alt.
Nach Einschätzung von Jens-Uwe Theumer von Verivox liegt die Entwicklung daran, dass bei vielen Menschen der Mobilfunkempfang daheim unzureichend ist. "Die Mobilfunkversorgung lässt vor allem in Innenräumen weiter zu wünschen übrig." Möglicherweise spielen auch die Pandemiefolgen eine Rolle: Weil die Menschen in den vergangenen zwei Jahren mehr daheim waren als früher, haben sie sich möglicherweise wieder an den Griff zum Hörer eines Festnetztelefons gewöhnt.
Umfrageergebnis ist überraschend
Das Umfrageergebnis ist dennoch überraschend, da die Nutzung des Festnetztelefons seit langem eher abnimmt. Ein Grund hierfür ist, dass Mobilfunkverträge häufig eine Telefonieflatrate haben und Verbraucher ihr Mobiltelefon daher nicht nur unterwegs, sondern auch daheim viel nutzen. In der Coronazeit und während der damit verbundenen Einschränkungen nahm das Interesse am Festnetz aber offenbar wieder zu.
In einer Reaktion auf die Umfrage weist Frederic Ufer vom Internet-Branchenverband VATM(öffnet im neuen Fenster) (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) darauf hin, dass sich das Mobilfunknetz in Deutschland deutlich weiterentwickelt habe. Bei der Verbindung im Haus spielten viele verschiedene Parameter eine Rolle, sagt der Branchenvertreter. "Generell wird das Netz durch 5G noch leistungsfähiger."



