VATM: Menschen nutzen weiter Call-by-Call und Preselection

Die Nutzung von Call-by-Call und Preselection im Festnetz ist seit dem Coronajahr 2020 stabil geblieben. Das geht aus Angaben des Branchenverbands VATM hervor, die Golem.de vorliegen.
"Etwa 5 Milliarden Minuten wurden 2020 über die Sparvorwahlen telefoniert. Unsere Mitgliedsunternehmen melden uns zurück, dass diese Zahl überraschend stabil geblieben ist und offensichtlich ein fester Kreis Call-by-Call und Preselection weiterhin nutzt" , sagte VATM-Sprecherin Caroline Winter Golem.de auf Anfrage.
Dazu gehören laut Winter vor allem ältere Menschen und diejenigen, die regelmäßig und viel mit Familie und Freunden im Ausland telefonieren.
Dass die Nutzung der Sparvorwahlen noch bis Ende 2024 ermöglicht worden sei, sei "ein enormer Verhandlungserfolg. Ursprünglich wollte die Deutsche Telekom bereits 2021 einstellen. Für eine Verlängerung über 2024 hinaus besteht keine gesetzliche Grundlage."
Anderen Netzbetreiber auswählen
Mit dem Wegfall des Offline-Billings ende auch die Nutzung der Call-by-Call-Vorwahlen mit 010xx, die ab 2025 nicht mehr verfügbar sein werden, erklärte der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) zuvor.
Bei Call-by-Call oder Preselection wird den Telekom-Kunden für einzelne Telefongespräche mit der Vorwahl einer 010xx-Nummer ermöglicht, einen anderen Netzbetreiber auszuwählen, der das Gespräch durch sein Netz leitet und mit dem Endkunden abrechnet.
Mit dem Ende des Monopols für Sprachtelefondienste im Jahr 1998 musste die Telekom Call-by-Call anbieten. Im Jahr 2019 lief diese Verpflichtung aus, wurde durch Verhandlungen zwischen VATM und Telekom aber bislang immer wieder verlängert.



