Wieder sind wichtige Sicherheitsupdates für Software von Adobe und Microsoft veröffentlicht worden. Während Microsoft einen gefährlichen Fehler im Internet Explorer beseitigen musste, schließt Adobe nach zwei Notfallpatches nur eine mittelschwere Sicherheitslücke.
In der Verschlüsselungsbibliothek GnuTLS ist ein Fehler gefunden worden, der dazu führen kann, dass bösartige, gefälschte Zertifikate akzeptiert werden. Ähnlich wie bei der kürzlich bei Apple entdeckten Lücke spielt ein "goto fail" eine Rolle.
Die Medienserver des Projekts Plex weisen eine Lücke auf, die sich auch über das Internet ausnutzen lässt. Der Fehler ist bereits bereinigt, die Nutzer sollten auf die aktuelle Version umsteigen - auch wenn die Software auf einem NAS läuft.
Britische Wissenschaftler haben unter dem Namen "Chameleon" einen vollständigen Router-Wurm geschaffen, der das Internet nicht braucht. Die Malware kopiert sich von einem Router zum anderen per WLAN und kann sich so epidemieartig ausbreiten. Aber auch Wege zur Abwehr solcher Gefahren sind absehbar.
Das Update für Mavericks auf OS X 10.9.2 steht zum Download bereit. Auch wenn Apple das nicht ausdrücklich betont, schließt der Patch die Lücke bei der Behandlung von SSL-Verbindungen. Jeder Mac-Nutzer sollte das Update also schleunigst installieren.
Die Sicherheitsexperten von Fireeye Labs haben eine iOS-App entwickelt, mit der sich alle Eingaben auf der Touchscreen-Oberfläche im Hintergrund mitschneiden und an einen Server übermitteln lassen.
Über seinen Bürgerservice informiert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik über die gravierenden Lücken in Apples Betriebssystemen. Patches für iOS 6 und 7 und das Apple TV gibt es, ein Update für OS X steht aber immer noch aus.
Update Apple hat eine neue Version von iOS 6 und iOS 7 zum Download bereitgestellt, die beide ein Sicherheitsproblem bei SSL-Verbindungen beheben sollen, das alle Vorversionen betrifft. In OS X scheint das Problem ebenfalls zu bestehen, doch hier gibt es noch kein Update.
Adobe hat diesen Monat erneut einen Sicherheitspatch für den Flash Player veröffentlicht. Dieser sollte schleunigst eingespielt werden. Derzeit laufen Attacken auf den Flash Player, bei dem ein Sicherheitsloch aktiv ausgenutzt wird.
Update Microsoft hat eine Fix-It-Lösung für das in diesem Monat bekanntgewordene Sicherheitsloch im Internet Explorer veröffentlicht. Diese hat aber eine unangenehme Nebenwirkung. Wann ein vollwertiger Patch erscheint, ist noch unklar.
Für eine seit 14 Monaten bekannte Sicherheitslücke in Android ist Exploit-Code für das Framework Metasploit veröffentlicht worden. Ein Sicherheitsforscher kritisiert, dass die meisten im Umlauf befindlichen Android-Geräte die Sicherheitslücke aufweisen.
Der NAS-Hersteller Synology hat kurzfristig ein Sicherheitsupdate für seine Disk- und Rackstations veröffentlicht. Die DSM-Version 4.3-3827 schließt nicht nur eine Sicherheitslücke, sondern entfernt auch gleich noch einen Schädling, der sich auf NAS-Systemen verbreitete.
Es sollen wohl Tausende Zugangsdaten zu FTP-Servern im Umlauf sein, darunter auch Zugänge für bekannte Webseiten. Erste Fälle, in denen Schadinhalte auf Webseiten wie der New York Times untergebracht wurden, gab es schon.
Die Crowdfinanzierungsplattform Kickstarter hat am Samstagabend bekanntgegeben, dass die Datenbank mit den Kundendaten gehackt und einige Kundendaten entwendet worden sind. Kreditkartendaten seien nicht gestohlen worden, die Passwörter seien verschlüsselt gewesen.
Update Security-Experten haben einen "The Moon" genannten Wurm entdeckt, der sich in Routern von Linksys einnistet. Über diese Geräte versucht das Programm, weitere Router zu infizieren. Woher die Software stammt und welchen Zweck sie haben soll, liegt noch im Dunklen.
Update Sowohl im Internet Explorer 9 als auch im Internet Explorer 10 wird eine Zero-Day-Sicherheitslücke aktiv ausgenutzt. Angreifer können darüber beliebigen Code auf fremde Systeme bringen. Microsoft untersucht das Problem.
Sucuri berichtet von einem interessanten Weg, Schadcode vor Scannern zu verstecken. Die fragwürdigen Codeteile werden einfach in der Bilddatei versteckt, die mit harmlosem Javascript ausgelesen wird.
Update Adobe hat unerwartet und nur eine Woche vor dem eigentlichen Patch Day ein Sicherheitsupdate für den Flash Player veröffentlicht. Offenbar konnte Adobe nicht länger warten und warnt insbesondere Windows- und Mac-Nutzer. Anwender sollten schleunigst den Patch einspielen.
Update Eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel ermöglicht Nutzern das Schreiben in beliebige Speicherbereiche. Betroffen sind nur Kernel mit Unterstützung für x32-Code, in Ubuntu ist dies standardmäßig aktiviert.
Kaspersky hat einen Cross-Plattform-Java-Bot entdeckt, der erfolgreich eine gefährliche Java-Sicherheitslücke ausnutzt, die bereits vor einem halben Jahr geschlossen wurde. Das Betriebssystem ist dabei weitgehend egal. Anwender sollten veraltete Java-Versionen nicht betreiben.
Aus Gerichtsdokumenten von US-Behörden geht hervor, dass die Bundespolizei FBI offenbar umfangreiche Datenbestände des Mitte 2013 eingestellten anonymen Dienstes Tor Mail besitzt. Auf Basis der Daten wurde nun ein Vertreiber von gefälschten Kreditkarten angeklagt.
Ein von Huawei hergestellter Router, den T-Mobile Austria vertreibt, hat eine schwere Sicherheitslücke, die sich auch über das Internet ausnutzen lässt. Abhilfe schafft eine neue Firmware, welche der Provider bereits vertreibt.
Nach einem Hack der vBulletin-Software haben die Opensuse-Admins das Forum vorübergehend abgeschaltet. Nun ist es wieder online, doch die proprietäre Software soll gegen eine freie Alternative ersetzt werden.
Die Snapchat-Entwickler haben sich in einem Blogeintrag für Sicherheitslücken entschuldigt, die das Ausspähen von Nutzern ermöglichten. Gleichzeitig veröffentlichten sie eine neue Version ihrer App.
Ein Hacker hat sich Zugang zu den Foren des Opensuse-Projekts verschafft. Passwörter seien nicht entwendet worden, wohl aber die E-Mail-Adressen der Mitglieder. Der Hacker will die Daten jedoch nicht veröffentlichen.
Sein plötzlicher Tod hat Anlass für Spekulationen und Verschwörungstheorien gegeben. Nun liegt der Autopsie-Bericht zur Todesursache von Hacker Barnaby Jack vor.
Den Experten von Gibson Security wirft Snapchat nach dem Hack vor, den Missbrauch der Funktion Find Friends erleichtert zu haben. Eine Entschuldigung an die 4,6 Millionen gehackten Nutzer findet sich dagegen nicht in dem Blogbeitrag.
Durch Anpassung von zehn Zeilen Code hätte Snapchat die Sicherheitslücke schließen können, so Gibson Security. Doch die Warnungen wurden weitgehend ignoriert. Jetzt wurden 4,6 Millionen Snapchat-Nutzerdaten veröffentlicht, offenbar, indem die Find-Friend-Funktion ausgenutzt wurde.
Die in Österreich recht häufig verwendete Begehcard, die Hausschlüssel ersetzt, lässt sich mit einem Skipass überlisten. Durch die Medienberichte aufgeschreckt, äußert sich die Begeh Schließsysteme GmbH auf ihrer Facebook-Seite zu den Anschuldigungen. Dabei verwickelt sich Geschäftsführer Gerhard Hennrich teilweise in Widersprüche.
Update30C3 "Österreich ist sicher", heißt es vollmundig auf der Webseite des Begehsystems. Doch Häuser, die ihren Eingang mit der Begehcard sichern, sind leicht zu öffnen. Alles, was man dazu braucht, ist ein neu programmierbarer RFID-Skipass.
Sicherheitsforscher haben für den Kurznachrichtendienst Snapchat eine zuvor undokumentierte Programmierschnittstelle und den Quellcode von zwei Sicherheitslücken veröffentlicht. Damit lassen sich Nutzerdaten abfangen und Fake Accounts herstellen. Die Betreiber wurden bereits vor vier Monaten informiert.
Experten wie Florian Grunow zeigen sich besorgt über die mangelnde Sicherheit in medizinischen Geräten. Mit immer mehr Konnektivität steigen auch die Angriffsflächen. Die Sicherheit spielt bei Herstellern und Kunden kaum eine Rolle.
Das Programmierteam von Cyanogenmod hat bereits die aktuelle Android-Version 4.4.2 in die täglich erscheinenden Nightly Builds eingebaut. Mit dem Update wird unter anderem eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke geschlossen.
Eine neue Firmware von Siemens stopft eine Sicherheitslücke in Industriesteuerungen der Sinamics-Familie. Die Steuerungsanlagen mit integriertem Webserver hatten bisher offene FTP- und Telnet-Ports.
Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie hat mehrere Android-Apps ausfindig gemacht, bei denen die fehlerhafte Prüfung des SSL-Zertifikats den Zugriff auf Zugangsdaten möglich macht. Nur etwa die Hälfte aller kontaktierten Hersteller hat die Sicherheitslücke bisher geschlossen.
In Android 4.3 befindet sich eine Sicherheitslücke, die es anderen Apps ermöglicht, den Sperrbildschirm-Mechanismus abzuschalten. Unbefugte könnten damit Zugriff auf die Gerätedaten erhalten, müssten dazu aber das betreffende Smartphone oder Tablet in die Hände bekommen.
Das ganze Ausmaß des Adobe-Hacks ist immer noch nicht abzusehen. Gegenüber deutschen Kunden räumte der Softwarekonzern nun ein, dass wahrscheinlich Kreditkartendaten gestohlen und Kartennummern auf den Systemen entschlüsselt wurden.
Wenn Accounts von Millionen Nutzern frei zugänglich im Netz landen, kann das auch etwas Gutes haben - jedenfalls dann, wenn andere Unternehmen sie sinnvoll auswerten. Das versucht jetzt Facebook für die Mitglieder des sozialen Netzwerks, die mit gleichen Daten bei Adobe registriert waren.
Update Microsoft hat bestätigt, dass eine neue Schadsoftware mit Tarnfunktion eine Sicherheitslücke im Internet Explorer ausnutzt. Die Schadsoftware hinterlässt keine Datenspuren und nistet sich nur in den Arbeitsspeicher ein. Noch heute Nacht soll ein Patch erscheinen.
Eine neue Schadsoftware ist entdeckt worden, die keine Datenspuren auf dem befallenen Rechner hinterlässt. Das trojanische Pferd nistet sich direkt im Arbeitsspeicher ein. Die Schadsoftware wird über eine prominente Webseite verteilt und nutzt eine Sicherheitslücke im Internet Explorer.
Eine Gruppe von Sicherheitsexperten von Microsoft, Facebook und Google startet unter dem Namen Hackerone ein Bug-Bounty-Programm für das gesamte Internet, bietet also Prämien für das Melden von Sicherheitslücken in Software an. Das Geld kommt von Microsoft und Facebook.
Microsoft warnt vor zielgerichteten Angriffen auf Windows-Systeme. Dazu wird eine nicht geschlossene Sicherheitslücke in Windows Vista, Windows Server 2008 und etlichen Office-Versionen ausgenutzt. Die Voransicht einer Word-Datei genügt, damit Unbefugte Zugriff auf das System erlangen.
In den SAN-Controllern der Serie Storwize von IBM steckt eine Lücke, mit der ein Angreifer die Konfiguration ändern und auch Daten löschen kann. Abhilfe schafft ein Firmwareupdate, das schon bereitsteht.
Drei US-Sicherheitsexperten haben Schwachstellen in den Systemen von Versorgungsunternehmen in Kanada und den USA aufgedeckt. Dadurch könnten Steuerungsrechner lahmgelegt oder sogar übernommen werden.
Experten haben Sicherheitslücken im Schiffsüberwachungssystem AIS gefunden, über das Schiffsdaten übertragen werden. Durch die Schwachstellen können Daten gefälscht, Geisterschiffe erschaffen oder echte an eine vermeintlich andere Position versetzt werden.
Nicht nur der DIR-100 in Revision A, auch der DI-524UP ist von der kürzlich entdeckten Backdoor betroffen. D-Link hat sich nun entschlossen, für diese beiden Router eine neue Firmware zu erstellen, die den Fehler beheben soll.
In der in Deutschland verkauften Revision A des Routers DIR-100 gibt es eine gefährliche Hintertür. Damit können Angreifer auf einfache Weise auf die Konfiguration des Geräts zugreifen und den Internetanschluss für eigene Zwecke missbrauchen.
US-Forscher haben herausgefunden, dass sich Smartphones anhand ihres Beschleunigungssensors identifizieren lassen. Außenstehende können dann die Internetaktivitäten verfolgen. Auch Lautsprecher und Mikrofon stellen eine Sicherheitslücke dar.