Abo
  • Services:
Anzeige
Prämien für Sicherheitslücken
Prämien für Sicherheitslücken (Bild: Hackerone)

Hackerone Bug-Prämien fürs Internet

Eine Gruppe von Sicherheitsexperten von Microsoft, Facebook und Google startet unter dem Namen Hackerone ein Bug-Bounty-Programm für das gesamte Internet, bietet also Prämien für das Melden von Sicherheitslücken in Software an. Das Geld kommt von Microsoft und Facebook.

Anzeige

Immer mehr Unternehmen loben Prämien für Sicherheitslücken in ihrer Software aus. Das von Sicherheitsexperten gegründete Projekt Hackerone will diese Idee nun für das gesamte Internet umsetzen und bietet dafür eine Plattform an, die Sicherheitsforscher und Entwickler zusammenbringen soll. An die Entdecker der Sicherheitslücken werden Prämien ausgeschüttet.

Zum Start des Projekts "Internet Bug Bounty" sind zehn Open-Source-Projekte dabei: OpenSSL, Python, Ruby, PHP, Django, Rails, Perl, Phabricator, Nginx und der Apache Web Server.

Weitere Projekte können sich bei Hackerone registrieren. Sie müssen dabei die Sicherheitsverantwortlichen in ihren Teams benennen und sich an einige Spielregeln halten, was umgekehrt auch für Sicherheitsforscher gilt. So haben die Sicherheitsteams sieben Tage Zeit, um eine gemeldete Sicherheitslücke zu bestätigen und anschließend 30 Tage Zeit, um diese zu beseitigen, bevor sie veröffentlicht wird. In Ausnahmefällen kann bei sehr komplexen Sicherheitslücken die Veröffentlichung bis zu 180 Tage hinausgezögert werden. Allerdings regen die Macher von Hackerone Forscher und Sicherheitsverantwortliche an, direkt miteinander abzusprechen, was wann wie kommuniziert wird. Die Projekte sollen zudem die Sicherheitsforscher öffentlich nennen, wenn diese das wünschen.

Werden Sicherheitslücken in Projekten gemeldet, zu denen Hackerone noch keine direkte Beziehung aufgebaut hat, will sich das Team darum bemühen, die richtigen Ansprechpartner zu identifizieren. Einreichungen über Dritte werden nicht akzeptiert, allerdings hat Hackerone nichts dagegen, dass Sicherheitslücken direkt an die entsprechenden Response-Teams der Projekte gemeldet werden.

Wer wie viel Geld erhält, entscheidet ein Panel von unabhängigen Sicherheitsexperten, in dem derzeit Alex Rice (Facebook), Chris Evans (Google Chrome), Katie Moussouris (Microsoft), Zane Lackey (Etsy), Jesse Burns (iSEC Partners), Collin Greene (Facebook), Matt Miller (Microsoft), Roman Porter (Microsoft), Neal Poole (Facebook) und Arthur Wongtschowski (Microsoft) sitzen. Die Mindestprämien liegen, je nach Projekt, zwischen 300 und 2.500 US-Dollar.

Eine Sonderprämie von mindestens 5.000 US-Dollar gibt es für Sicherheitslücken, mit denen es möglich ist, aus den Sandbox-Implementierungen von Chrome, dem Internet Explorer, dem Adobe Reader, Adobe Flash, Windows, Linux und Mac OS X auszubrechen.

Gleiches gilt für Sicherheitslücken, die große Teile des Internets betreffen, also sich nicht auf einen Hersteller beschränken, eine große Zahl an Nutzern betreffen, extrem negative Konsequenzen für die Allgemeinheit haben und neu sind. Als Beispiele werden Angriffe auf SSL, DNS oder MD5-Kollisionen genannt.

Finanziert werden die Prämien von Facebook und Microsoft, wobei das Geld zu 100 Prozent an die Sicherheitsforscher geht. Weder Hackerone noch die im Panel vertretenen Sicherheitsexperten erhalten einen Anteil. Weitere Sponsoren sind willkommen.


eye home zur Startseite
Hu5eL 08. Nov 2013

geht mir genauso.

vol1 07. Nov 2013

Kwt.

boiii 07. Nov 2013

.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Neustadt an der Weinstraße
  3. Zurich Gruppe Deutschland, Bonn
  4. Evangelischer Oberkirchenrat Stuttgart, Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. (-58%) 24,99€
  2. (-26%) 12,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Privacy Phone

    John McAfee stellt fragwürdiges Smartphone vor

  2. Hacon

    Siemens übernimmt Software-Anbieter aus Hannover

  3. Quartalszahlen

    Intel bestätigt Skylake-Xeons für Sommer 2017

  4. Sony

    20 Millionen Playstation im Geschäftsjahr verkauft

  5. Razer Lancehead

    Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

  6. TV

    SD-Abschaltung kommt auch bei Satellitenfernsehen

  7. ZBook G4

    HP stellt Grafiker-Workstations für unterwegs vor

  8. Messenger Lite

    Facebook bringt abgespeckte Messenger-App nach Deutschland

  9. Intel

    Edison-Module und Arduino-Board werden eingestellt

  10. Linux-Distribution

    Debian 9 verzichtet auf Secure-Boot-Unterstützung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. e.GO Life Elektroauto aus Deutschland für 15.900 Euro
  2. Elektroauto VW testet E-Trucks
  3. Elektroauto Opel Ampera-E kostet inklusive Prämie ab 34.950 Euro

In eigener Sache: Die Quanten kommen!
In eigener Sache
Die Quanten kommen!
  1. In eigener Sache Golem.de führt kostenpflichtige Links ein
  2. In eigener Sache Golem.de sucht Marketing Manager (w/m)
  3. In eigener Sache Golem.de geht auf Jobmessen

Snap Spectacles im Test: Das Brillen-Spektakel für Snapchat-Fans
Snap Spectacles im Test
Das Brillen-Spektakel für Snapchat-Fans
  1. Kamera Facebook macht schicke Bilder und löscht sie dann wieder
  2. Snap Spectacles Snap verkauft Sonnenbrille mit Kamera für 130 US-Dollar
  3. Soziales Netzwerk Snapchat geht an die Börse - und Google profitiert

  1. Re: 40.000 EUR.

    Thurius | 05:08

  2. Re: Nach Abschaltung kostenfrei?

    Tecardo | 04:15

  3. Re: 80 Prozent nutzen die kostenfreien SD-Varianten.

    LinuxMcBook | 04:06

  4. Re: Schaltet bitte DVB-S1 endlich ab

    LinuxMcBook | 04:00

  5. Re: Diese Analyse ist ein peinlicher Tiefpunkt

    ve2000 | 03:51


  1. 18:05

  2. 17:30

  3. 17:08

  4. 16:51

  5. 16:31

  6. 16:10

  7. 16:00

  8. 15:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel