Abo
  • Services:

GnuTLS: Fehlerhafte Zertifikate akzeptiert

In der Verschlüsselungsbibliothek GnuTLS ist ein Fehler gefunden worden, der dazu führen kann, dass bösartige, gefälschte Zertifikate akzeptiert werden. Ähnlich wie bei der kürzlich bei Apple entdeckten Lücke spielt ein "goto fail" eine Rolle.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Auch bei GnuTLS heißt es: "goto fail".
Auch bei GnuTLS heißt es: "goto fail". (Bild: Screenshot Gitorious)

Die Entwickler der Verschlüsselungsbibliothek GnuTLS berichten über eine Sicherheitslücke, die dazu führen kann, dass gefälschte Zertifikate akzeptiert werden. Die Sicherheitslücke, die mit der ID CVE-2014-0092 bezeichnet wird, wurde bei einem Audit für die Linux-Distribution Red Hat entdeckt.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Ein Blick auf den geänderten Code erinnert an die als "goto fail" bekanntgewordene Sicherheitslücke, die kürzlich in Apple-Produkten entdeckt wurde. Der fehlerhafte C-Code von GnuTLS führt in bestimmten Situationen, wenn Prüfungen der Struktur des Zertifikats fehlschlagen, einen Befehl "goto cleanup" aus. Anschließend wird die Funktion beendet und es sieht für den weiteren Programmverlauf so aus, als sei das Zertifikat gültig. Ein Angreifer könnte ein Zertifikat erstellen, in dem an den entsprechenden Stellen Fehler sind. Ein solches bösartiges Zertifikat würde GnuTLS als gültig anerkennen. Korrekt wäre ein "goto fail", denn dann wird ein entsprechender Fehlercode gesetzt.

Die GnuTLS-Entwickler haben die Versionen 3.2.12 und 3.1.22 herausgegeben, in denen das Problem behoben ist. Für die ältere Version 2, die noch in manchen Linux-Distributionen zum Einsatz kommt, gibt es bislang kein Update, jedoch steht ein Patch hierfür bereit.

GnuTLS ist eine unter der LGPL stehende Bibliothek für TLS-Verbindungen und wird vor allem unter Linux genutzt. Verwendet wird GnuTLS überwiegend von kleineren Tools; Browser und Webserver setzen meist entweder auf OpenSSL oder NSS. Für Debian, Ubuntu und Red Hat steht bereits ein Update zur Verfügung.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

pu_king81 06. Mär 2014

Also ich habe hier z.B.: - gnutls-bin - libgnutls* (viele verschiedene Pakete...

violator 05. Mär 2014

Bei ClosedSource ist das aber relativ schwierig. Bei OpenSource ist das so als wenn du...

M.P. 05. Mär 2014

Wobei der Codeschnipsel aus dem Artikel schon sehr nach Fehlerbehandlung aussieht... OT...

chrulri 04. Mär 2014

Jup :-)

Granini 04. Mär 2014

OK, das mit dem nichtssagenden "fail" sehe ich doch nicht mehr so. Vermutlich ist das...


Folgen Sie uns
       


Golem.de besucht Pininfarina (Reportage)

Golem.de hat bei Pininfarina in Turin hinter die Kulissen geschaut und sich mit den Designern des Elektrosportwagens PF0 unterhalten.

Golem.de besucht Pininfarina (Reportage) Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  3. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    •  /