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Snapchat: "Security-Forscher haben Missbrauch unserer API erleichtert"

Den Experten von Gibson Security wirft Snapchat nach dem Hack vor, den Missbrauch der Funktion Find Friends erleichtert zu haben. Eine Entschuldigung an die 4,6 Millionen gehackten Nutzer findet sich dagegen nicht in dem Blogbeitrag.
/ Achim Sawall
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Eine lange bekannte Sicherheitslücke gefährdet die Privatsphäre der Nutzer. (Bild: Snapchat)
Eine lange bekannte Sicherheitslücke gefährdet die Privatsphäre der Nutzer. Bild: Snapchat

Die Betreiber von Snapchat haben mit Anschuldigungen gegen Sicherheitsexperten auf die Enthüllungen zu Sicherheitslücken in der Instant-Messaging-Anwendung reagiert(öffnet im neuen Fenster). "Am Weihnachtsabend" habe Gibson Security "öffentlich unsere API dokumentiert, so dass es für den Einzelnen leichter wurde, unseren Service zu missbrauchen und gegen unsere Nutzungsbedingungen zu verstoßen".

Snapchat kündigte an, ein Update seiner App herauszubringen, das den Nutzern erlaubt, bei Find Friends unsichtbar zu werden. Eine Entschuldigung bei den fast 5 Millionen gehackten Nutzern findet sich in dem Blogbeitrag nicht.

Gibson Security hatte Ende Dezember 2013 per Reverse Engineering eine API für Snapchat nachgebaut und veröffentlicht, mit der es nach Aussage der Sicherheitsforscher aus Sydney möglich war, Namen, Nutzernamen und Telefonnummern aller aktiven Snapchat-Nutzer auszuspähen. Sie hatten aber vier Monate zuvor Details zu den Sicherheitslücken veröffentlicht und die Betreiber gewarnt.

Auf der Website SnapchatDB.info wurden zum Jahresende 4,6 Millionen Snapchat-Datensätze mit Nutzernamen und Telefonnummer veröffentlicht. Die Verantwortlichen für den Hack erklärten, sie hätten "den öffentlichen Druck auf Snapchat erhöht, damit die Schwachstelle geschlossen wird".

Die Find-Friend-Funktion ermöglicht es nachzusehen, ob Telefonnummern von Snapchat-Nutzern mit denen im Adressbuch der Anwender übereinstimmen. Wenn jemand die Möglichkeit habe, alle US-Telefonnummern hochzuladen, könne eine Datenbank geschaffen werden, die Nutzernamen und Telefonnummer zeige, hatten die Betreiber bereits vor dem Hack eingeräumt.

Gibson Security wies die Vorwürfe(öffnet im neuen Fenster) von Snapchat zurück und betonte, dass der Hack nicht möglich gewesen wäre, wenn die Snapchat-Betreiber ihre Hilfe angenommen hätten.


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