Abo
  • Services:

Schadsoftware für Mac, Windows und Linux: Java-Bot geht sie alle an

Kaspersky hat einen Cross-Plattform-Java-Bot entdeckt, der erfolgreich eine gefährliche Java-Sicherheitslücke ausnutzt, die bereits vor einem halben Jahr geschlossen wurde. Das Betriebssystem ist dabei weitgehend egal. Anwender sollten veraltete Java-Versionen nicht betreiben.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine längst geschlossene Java-Sicherheitslücke wird von einem Cross-Plattform-Bot ausgenutzt.
Eine längst geschlossene Java-Sicherheitslücke wird von einem Cross-Plattform-Bot ausgenutzt. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Ob Windows, Mac oder Linux, das ist der neuen Backdoor Java.Agent.a laut einem Bericht von Kaspersky ziemlich egal. Es handelt sich dabei um einen komplett in Java geschriebenen Bot, der die Sicherheitslücke CVE-2013-2465 ausnutzt und auf den drei genannten Plattformen lauffähig ist. Die Schadsoftware sorgt dafür, dass sie automatisch gestartet wird, indem sie sich entweder in der Registry von Windows festsetzt, den launchd-Service von Mac OS X nutzt oder sich in /etc/init.d/ unter Linux einträgt.

Stellenmarkt
  1. Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH, Leichlingen
  2. Hannover Rück SE, Hannover

Die ausgenutzte Lücke ist vergleichsweise alt und wurde im Juni 2013 offiziell gemacht. Sie wurde mit dem Juni-Patchday längst beseitigt. Sie wurde damals schon von Oracle als äußerst gefährlich eingestuft (10 von 10 Punkten) und stellt Angreifer vor keine große Herausforderung. Anfällig sind also nur Nutzer von Java 5, Java 6 ohne kommerziellen Support oder Java 7 Update 21. In der Zwischenzeit gab es bereits zwei weitere Sicherheitsupdates von Oracle. Trotzdem dürfte die Gefahr für viele recht hoch sein, da ungepatchte Java-Versionen weit verbreitet sind und sich viele Anwender der Gefahr nicht bewusst sind. Mitunter verteilen Hersteller von Rechnern ihre Hardware mit völlig veralteten Java-Versionen, wie wir etwa bei dem Sony-Notebook Vaio Pro im vergangenen Jahr entdeckten.

Java-Bot wird für DDoS-Angriffe verwendet

Der Bot selbst macht es den Entwicklern von Anti-Viren-Software recht schwer. Kaspersky entdeckte eine starke Verschleierung des Bytecodes und der Bot setzt auch Verschlüsselung ein, um sich vor der Erkennung zu schützen. Er wird von außen per IRC gesteuert. Was er also mit einer befallenen Maschine macht, ist demjenigen überlassen, der die Kontrolle erlangt hat. Eine Kernfunktion ist offenbar der DDoS-Angriff. Es werden also zahlreiche Rechner zusammen verwendet, um etwa Webseiten auszuschalten.

Gegen solche Bots hilft es, eine aktuelle Java-7-Version einzusetzen. Dann kann der eigene Rechner nicht mehr für Angriffe verwendet werden, die auf alte Exploits setzen. Nutzer von Java 6 sollten die Laufzeitumgebung keinesfalls dem Internet aussetzen. Ohne zu bezahlen, wird diese Version nicht mehr aktualisiert und wird bereits seit August 2013 aktiv mit einem anderen Exploit angegriffen. Die aktuelle Version Java 7 Update 51 vom 14. Januar 2014 findet sich auf Oracles Java-Webseite. Das nächste planmäßige Sicherheitsupdate für Java ist am 14. April 2014.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. MSI X370 Gaming Plus + AMD Ryzen 5 1600 für 199€ statt ca. 230€ im Vergleich und Cooler...
  2. 159€ (Vergleichspreis 189,90€)
  3. 66,99€ (Vergleichspreis 83,98€) - Aktuell günstigste 500-GB-SSD!
  4. (u. a. WD Elements Portable 2 TB für 61,99€ statt 69,53€ im Vergleich und SanDisk Ultra...

laimtohon 16. Feb 2014

+1

laimtohon 16. Feb 2014

...und war es meines Wissens auch noch nie (in der Default-Einstellung). Wer allerdings...

makai 05. Feb 2014

Vielen Dank für die Hinweise!!

Freiheit statt... 29. Jan 2014

Das Problem ist halt, dass das Java-PlugIn a) sehr verbreitet ist b) ständig von krassen...

Freiheit statt... 29. Jan 2014

Diese Leute haben doch keinerlei Ahnung, was Java überhaupt ist, daher ist das...


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /