Android-Apps: Sicherheitslücke durch fehlerhafte SSL-Prüfung
Wenn die Prüfung des Echtheitszertifikates der SSL-Verschlüsselung nicht korrekt ausgeführt wird, reicht ein manipuliertes WLAN aus, um Nutzerdaten zu entwenden. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) konnte 30 Apps ausfindig machen, welche eine solche Schwachstelle aufweisen, 16 Hersteller haben bisher reagiert und die Sicherheitslücke geschlossen.
Zu den in einer aktualisierten Version nicht von der fehlerhaften Prüfung betroffenen Apps(öffnet im neuen Fenster) zählen unter anderem Amazon MP3, Banking von Volkswagen, Chat-on von Samsung, Flickr, Lidl, Music von Telekom, Spiegel Online und Yahoo Mail. Jens Heider vom SIT betont: "Dies ist technisch gesehen ein kleiner Fehler, aber er hat große Auswirkungen für die Sicherheit" und "Die Lücke ist prinzipiell ganz einfach zu schließen". Ist sie jedoch offen, droht in manipulierten – also zumeist öffentlichen – WLANs der Verlust von Zugangsdaten bis hin zu unberechtigten Überweisungen.
16 der über 30 in Kenntnis gesetzten Hersteller hätten durch neue App-Versionen die korrekte Prüfung des Echtheitszertifikates eingepflegt, insgesamt wurden 2.000 Anwendungen getestet. Hintergrund ist die Entwicklung von "Appicaptor", einem Testframework zum automatischen Prüfen der Sicherheit von Apps.
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