HomeNet: Lücke in LTE-Routern von T-Mobile Austria

Ein von Huawei hergestellter Router, den T-Mobile Austria vertreibt, hat eine schwere Sicherheitslücke, die sich auch über das Internet ausnutzen lässt. Abhilfe schafft eine neue Firmware, welche der Provider bereits vertreibt.

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Diese LTE-Router sind bei T-Mobile Austria anfällig.
Diese LTE-Router sind bei T-Mobile Austria anfällig. (Bild: Huawei)

In den als "Home Net" bekannten LTE-Routern vom Typ Huawei B593u-12, die T-Mobile Austria seinen Kunden zur Verfügung stellt, befindet sich eine schwere Sicherheitslücke. Dies gab das Unternehmen in einem Blogbeitrag bekannt, und auch das österreichische CERT warnt vor dem Fehler. Betroffen sind alle Geräte mit der Firmwareversion V100R001C54SP063.

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Wie der Entdecker der Lücke in einem Advisory beschreibt, lassen sich durch einen ungesicherten Gastzugang sowie weitere Lücken Administratorrechte auf den Geräten erlangen. Dies ist nicht nur aus einem LAN oder WLAN des Routers möglich, auch mehrere über das Internet so erreichbare Router hat das CERT gefunden. Ein Angreifer kann als Administrator nicht nur widerrechtlich den Internetanschluss eines T-Mobile-Kunden benutzen, sondern auch im lokalen Netz frei agieren.

Zudem gibt es in der Firmware weitere Lücken, die unter anderem Cross Site Forgery und eine Übermittlung von direkten Befehlen an das Betriebssystem des Routers erlauben (OS Command Injection). Sie sind im Advisory des CERT beschrieben, der Beispielcode wurde jedoch vor der Veröffentlichung entfernt.

Eine neue Firmware für die Router gibt es bereits, sie trägt die Versionsbezeichnung V100R001C55SP102 und soll laut T-Mobile Austria die Fehler beheben. Das Unternehmen will Nutzer der anfälligen Router, die noch mit der alten Firmware arbeiten, ab sofort beim ersten versuchten Zugriff auf eine Webseite durch eine Meldung warnen. Von dort kann die neue Firmware heruntergeladen werden, alternativ gibt es auch einen direkten Downloadlink. Laut dem Provider wurde über die automatische Updatefunktion der Router in den vergangenen Wochen schon ein Großteil der Geräte aktualisiert.

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Gefunden wurde der Fehler von Johannes Greil am SEC Consult Vulnerability Lab. Mitte Dezember 2013 informierte der Sicherheitsforscher T-Mobile-Austria, das den Fehler offenbar ernst nahm und zügig reagierte, wie der Chronologie im Advisory zu entnehmen ist. Ob der laut Huawei ebenfalls bei der deutschen Telekom verwendete Router bei T-Mobile Deutschland auch anfällig ist, ist derzeit noch nicht bekannt.

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