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Cybercrime

Deep Packet Inspection: Zensur und Spambekämpfung

Re:publica 2010 Eine umstrittene Technik mit positiven Aspekten. Deep Packet Inspection ermöglicht einen tiefen Blick in die Datenpakete, die über das Internet transportiert werden - und eröffnet weitreichende Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten. Experten halten die Technik dennoch nicht per se für schlecht: Im Bereich Sicherheit ist sie unverzichtbar.

Urteil: Wikimedia haftet nicht für Inhalte der Wikipedia

Deutscher Verein ist nicht für Wikipedia-Inhalte verantwortlich. Das Landgericht Hamburg hat in einem Urteil vom 26. März 2010 (325 O 321/08) eine Verantwortlichkeit des Vereins Wikimedia Deutschland für einen Wikipedia-Artikel verneint. Ähnlich hatte zuvor auch das Landgericht Köln entschieden.

ClamAV - Zwangsabschaltung steht kurz bevor (Update)

Signaturupdate wird ClamAV-Versionen bis 0.94 am 15. April 2010 deaktivieren. Am 15. April 2010 werden alte Versionen des freien Virenscanners ClamAV zwangsweise abgeschaltet. Damit wollen die Entwickler ihre Nutzer wie im Oktober 2009 angekündigt zum Update zwingen. Derweil erschien ClamAV in der neuen Version 0.96.

Schadcode-Attacke auf vietnamesische Computer

Angreifer versteckten Malware in Tastaturtreiber. Vermutlich politisch motivierte Täter haben zehntausenden vietnamesischen Computernutzern eine Malware untergejubelt, die die Nutzer ausspioniert sowie ihre Computer in ein Botnetz eingebunden hat. Mit dem Botnetz führten die Angreifer Denial-of-Service-Attacken gegen regierungskritische Blogs in dem südostasiatischen Land durch.

Noch einmal 20 Jahre für Gonzalez

Harte Strafe für Datendiebstahl im Heartland-Fall. Albert Gonzalez hat auch in seinem zweiten Verfahren eine hohe Haftstrafe erhalten: Für den Datendiebstahl bei einem US-Zahlungsdienstleister soll er noch einmal 20 Jahre in Haft. Er kann diese Strafe jedoch zusammen mit der am Donnerstag verhängten verbüßen.

Studie: E-Mail-Nutzer mögen Spam

Deutsche halten sich für sicherheitsbewusster. Jeder vierte E-Mail-Nutzer öffnet Spam-Nachrichten und ein Drittel der deutschen E-Mail-Nutzer hält sich für Sicherheitsexperten. Das geht aus einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Ipsos im Auftrag der Message Anti-Abusing Working Group (MAAWG) hervor.
Bayerisches Staatswappen

Kontokündigung gegen "Mahnanwältin" war rechtens

Sparkasse muss Konto nicht führen. Das Landgericht München I hat entschieden, dass die Kontokündigung einer Sparkasse gegen eine nicht namentlich genannte "Mahnanwältin" zulässig war. Das Gericht hat die Klage der Rechtsanwältin dagegen abgewiesen, diese hat die Berufung zurückgenommen. Laut Stadtsparkasse München war die Klägerin die Rechtsanwältin Katja Günther.

US-Gericht schickt Datendieb 20 Jahre ins Gefängnis

Höchste Strafe für Computerkriminalität bisher verhängt. Für den Diebstahl von mehreren Millionen Kreditkartendaten muss ein US-Bürger 20 Jahre ins Gefängnis. Es ist die höchste Strafe für Computerkriminalität, die ein US-Gericht bisher verhängt hat. Dem 28-Jährigen drohen in einem weiteren Verfahren weitere 17 bis 25 Jahre Haft.
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IMHO: Wenn der Virenscanner Amok läuft

Bitdefender-Signaturen legen einzelne Windows-Systeme lahm. Wovor muss ein Anwender mehr Angst haben - vor einem Virus oder vor einer Falscherkennung (false positives) des Virenscanners? Der Scanner nimmt im Zweifelsfalle den Rechner regelrecht auseinander; der Virus spioniert den Anwender "nur" aus oder missbraucht ihn als Mittäter für den Spamversand.
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Avira veröffentlicht Antivir 10 - auch als Gratisversion

Neuer Mechanismus soll Schadsoftware frühzeitig erkennen. Avira hat die Version 10 der Antivir-Produktfamilie vorgestellt. Mit der neuen Funktion ProActiv sollen Schadprogramme aufgrund ihres Verhaltens erkannt und angehalten werden können. Außerdem wurden die Reparaturfunktionen überarbeitet, um bei einem Befall mit Schadsoftware das System davon zu befreien.
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Richter kritisieren Urteil im Sinne von Abofallen-Betreiber

Zwei Entscheidungen gegen "Inkassoanwälte" gefallen. Richter in Marburg und Bonn gehen gegen Anwälte vor, die Geldforderungen für "Abofallen-Betreiber" eintreiben. "Bei der Geltendmachung solcher Forderungen für Mandaten handelt es sich um Beihilfe zu einem versuchten Betrug", erklärte das Amtsgericht Marburg.
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HTC Magic wurde von Vodafone mit Schadsoftware ausgeliefert

Auf der Speicherkarte wurden mehrere Windows-Schädlinge gefunden. In Spanien hat Vodafone nach Angaben von Panda Security HTCs Magic verkauft, auf dem sich Windows-Schadcode befand. Auf der Speicherkarte wurden gleich mehrere Schadprogramme gefunden. Ein befallener Rechner könnte so ins Mariposa-Botnet integriert werden.

Twitter soll sicherer werden

Links in privaten Nachrichten werden vorher überprüft. Das Twitter-Team will Spam, Phishing und die Verbreitung von Malware über seinen Dienst einschränken. Statt im Nachhinein zu reagieren, soll nun im Vorfeld eingeschritten werden.
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Sicherheitslücke bei Akkuladegeräten mit USB-Anschluss

Energizer-Geräte betroffen. Energizer hat ein Problem in der Windows-Software seiner Akkuladegeräte Duo Charger/USB Charger festgestellt. Die Software soll eigentlich nichts anderes tun als den Ladezustand der AA-Akkus im Gerät am Rechner anzuzeigen, doch die Windows-Version hat offenbar eine Sicherheitslücke.

McAfee bringt verbesserte Sicherheitssoftware

Cebit 2010 Neue Versionen von Antivirus Plus, Internet Security und Total Protection. McAfee hat die 2010er Versionen der Sicherheitslösungen Antivirus Plus, Internet Security und Total Protection vorgestellt. Alle Produkte bringen eine überarbeitete Bedienoberfläche, eine verbesserte Erkennungsrate und eine höhere Geschwindigkeit. In zwei Produkten gehört auch ein Onlinebackup dazu.

Neues Botnet: Chuck Norris steckt im Router

Tschechische Wissenschaftler entdecken Malware in Routern. Eine neues Botnet namens Chuck Norris macht von sich reden. Entdeckt haben es tschechische Forscher der Universität von Brno, US-Medien haben sie nun erste Details verraten. Demnach steckt der Bot im Hauptspeicher von Routern und infiziert sie nach dem Ausprobieren von Passwörtern.

Microsoft gibt Patch MS10-015 für 64-Bit-Systeme frei

Patch wird aus Rücksicht aufs Alureon-Rootkit nicht immer automatisch verteilt. Die Schwierigkeiten, die rund um den Patch MS10-015 auftauchten, sind nun wohl aufgeklärt. Microsoft bestätigt, dass ein Rootkit die Schuld trägt und fängt wieder an, das Update automatisch zu verteilen. 32-Bit-Systeme bleiben aber erstmal ausgeschlossen.

Weltweites Botnetz aufgespürt

Täter sollen aus Osteuropa und China stammen. Ein US-Sicherheitsunternehmen ist einem Botnetz auf die Spur gekommen, dem über 74.000 Rechner in knapp 200 Ländern angehören. Die infizierten Computer stehen unter anderem in Großunternehmen und Regierungsbehörden. Die Urheber hätten über die Malware Zugangsdaten zu Profilen in sozialen Netze und Bankkonten sowie vertrauliche Unternehmensdokumente ausspähen können.

USA nur bedingt cyberabwehrbereit

Simulationsspiel zeigt, dass USA ungenügend gegen Cyberattacken gewappnet sind. US-Computersicherheitsexperten haben schon mehrfach Sicherheitslücken bei wichtigen Infrastrukturbetrieben aufgespürt. Ein Simulationsspiel hat nun gezeigt, dass eine große und koordinierte Cyberattacke das Land hart treffen kann. Politiker fordern als Konsequenz mehr Kompetenzen für einen solchen Notfall.

Windows-XP-Bluescreen nach Patch: Rootkit ist schuld

Kernel-Rootkit sorgt für nicht mehr startfähige Rechner nach Patcheinspielung. Wer seit dem vergangenen Microsoft-Patchday seinen Windows-XP-Rechner nicht mehr starten kann, der muss wohl davon ausgehen, dass der eigene Rechner schon eine Weile infiziert war. Ein Fehler des Programmierers des Rootkits Tdss sorgt für diese Abstürze, die erst mit dem Patch auftreten können.

Security-Forscher: Bezahlen mit Kreditkarte und PIN unsicher

Britische Forscher finden angeblichen Fehler im EMV-Protokoll. Das Protokoll EMV, das in Europa von Millionen EC- und Kreditkarten verwendet wird, soll einen schwerwiegenden Fehler aufweisen. Britische Forscher wollen nachgewiesen haben, dass sich mit einer fremden Karte bezahlen lässt, auch wenn die PIN unbekannt ist.

Fehlalarm bei Trojanern in Mozilla-Addons

Nur ein von zwei experimentellen Addons ist tatsächlich von Trojanern befallen. Das Sothink-Addon Version 4 ist ab sofort wieder von der Mozilla-Webseite zum Download verfügbar. Zuvor hatte ein Fehlalarm eines Virenscanners fälschlicherweise darin einen Trojaner aufgespürt.

Wenn Sicherheitssoftware zu Sicherheitslücken führt

Michiel de Bruijn skizziert Anforderungen an sicherere Systeme. Endgeräte sind heute normalerweise vom Hersteller gut geschützt, Backup-Programme, Firewalls, Antivirenscanner sind vorinstalliert, Updateroutinen aktiviert. Doch der Nutzen dieser Sicherheitsvorkehrungen ist gering, sagt der Sicherheitsexperte Michiel de Bruijn.

Schadsoftware in experimentellen Firefox-Addons entdeckt

Mit Trojanern infizierte Erweiterungen durch Sicherheitskontrollen geschlüpft. Zwei mit Malware infizierte Addons für Firefox waren bis vor kurzem trotz Sicherheitschecks der Mozilla-Entwickler unentdeckt geblieben. Die beiden Addons wurden laut Mozilla mindesten 4.600-mal heruntergeladen, bevor sie von der Downloadseite addons.mozilla org (AMO) entfernt wurden.

Gericht bremst Abmahnindustrie

Fiktive Anwaltsgebühren sind nicht einklagbar. Auf die Abmahnindustrie kommen womöglich harte Zeiten zu. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat einem Anwalt die Eintreibung von fiktiven Abmahngebühren verwehrt.

Festnahmen wegen Betriebspionage bei Samsung

Mitarbeiter von Applied Materials und Hynix festgenommen. Zwei Mitarbeiter des US-Unternehmens Applied Materials sind in Südkorea unter dem Verdacht der Betriebsspionage festgenommen worden. Sie sollen Wissen über die Chipfertigung von Samsung gestohlen und an dessen Konkurrenten Hynix weitergegeben haben.
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Justizministerin will Onlineabofallen abschalten

Vertragsschlüsse künftig nur noch nach klarer Preisansage möglich. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger will gegen Abofallen im Internet vorgehen. Internetanbieter sollen verpflichtet werden, dem Kunden den Preis vorzulegen und sich die Angaben per Klick bestätigen zu lassen.
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Google plant ein Bündnis mit dem US-Geheimdienst NSA

Internetkonzern will künftig Angriffe auf seine Systeme besser abwehren. Nach den Angriffen auf seine Infrastruktur in China hat Google offenbar den US-Geheimdienst NSA zur Hilfe gerufen. Der Internetkonzern plant eine weitgehende Zusammenarbeit mit den Abhörspezialisten, will aber keine Nutzerdaten preisgeben.

Gericht: E-Mail-Abmahnungen sind zulässig

Vorsicht bei übereifrigen Spamfiltern und Firewalls. Das Hamburger Landgericht vertritt die Auffassung, dass Abmahnungen grundsätzlich auch per E-Mail zugesandt werden können. Bleibt die E-Mail in der Firewall oder dem Spamfilter hängen, soll sie laut Gericht trotzdem als zugestellt gelten.

US-Politologen wollen Bürger in Cybersicherheit einbeziehen

Privatnutzer sind das schwächste Glied in der Kette. In der vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts ist ein nicht gesicherter Computer nicht mehr unbedingt eine Privatangelegenheit. Das ist die These von zwei US-Politologen. Sie fordern, Bürger müssten in die Maßnahmen zum Schutz vor Bedrohungen aus dem Internet einbezogen werden und dürften nicht nur Nutznießer staatlicher Sicherheitsmaßnahmen sein.

Cyberattacken auf Versorgungseinrichtungen sind normal

Betreiber kritischer Infrastrukturen befürchten Zwischenfälle in naher Zukunft. Mehr als die Hälfte der Betreiber von wichtigen Versorgungseinrichtungen ist bereits Ziel von Attacken über das Internet geworden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zum Thema Cyberwar. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass Vertreter anderer Regierungen hinter den Aktionen stecken.

Neuartiger Filter erkennt garantiert jede Spam-E-Mail

US-Forscher arbeiten an neuer Methode zur Spam-Erkennung. US-Forscher haben sich eine Methode einfallen lassen, um garantiert jede von einem Botnetz versendete Spam-E-Mail zu erkennen. Fälschlich als Spam klassifizierte E-Mails sollen damit der Vergangenheit angehören. Es bleibt das Problem, schneller als die Spam-Botnetze zu agieren.

Google-Angreifer kamen über soziale Netze

Relevante Mitarbeiter ausgespäht und Nutzerkonten von deren Kontakten gehackt. Es war abgefeimt, wie Hacker in Googles Systeme eindrangen: Zuerst bekamen sie heraus, wer im Unternehmen Zugang zu den relevanten Systemen hatte. Dann suchten sie in sozialen Netzen nach deren Kontakten und schoben den Mitarbeitern als deren Kontakt getarnte Spionagesoftware unter.
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Pufferüberlauf in alter Version von Apples Quicktime-Player

Fast jede .mov-Datei kann die Lücke ausnutzen. Eine Sicherheitslücke in Apples Multimediasoftware Quicktime kann über präparierte .mov-Dateien ausgenutzt werden. Fortinet schätzt die Gefährlichkeit des Problems als hoch ein und rät, das neue Quicktime zu installieren. Betroffen ist allerdings nur eine ältere Version der Software.
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Golem.de guckt: Klingeltöne, NSA und Boll

Eine Übersicht über die TV-Woche vom 18. bis 24. Januar 2010. Die deutschen Sender waren so freundlich, ein Fernsehprogramm zusammenzustellen, bei dem wir für jeden Tag der Woche eine Sendung nennen können. Thematisch geht es querbeet: von Musik über Datenschutz und Spionage bis hin zu guten und schlechten Spieleverfilmungen.

Internet Explorer macht Attacken auf Google & Co. möglich

Gefährliches Sicherheitsloch in Microsofts Browser wird aktiv ausgenutzt. Im Internet Explorer befindet sich ein offenes Sicherheitsloch, das seit Mitte Dezember 2009 aktiv ausgenutzt wird. Unter anderem liefen darüber die Angriffe auf Google, mit denen der Suchmaschinenbetreiber seinen Abzug aus China begründet. Auch andere namhafte IT-Unternehmen waren jüngst entsprechenden Angriffen ausgesetzt.

Angst vor Datenklau bedroht China-Handel

China verlangt Offenlegung von Quellcode. Der Internetangriff auf Google in China hat deutsche Firmen aufgeschreckt. Spionage und der wachsende Druck der chinesischen Regierung zur Freigabe sensibler Informationen behindern das Geschäft mit der kommenden Supermacht. Die deutsche Wirtschaft reagiert alarmiert - und warnt sogar vor einer Abwanderung von Firmen.

Lösung für SSL-/TLS-Schwachstelle veröffentlicht

Neue TLS-Extension speichert Information zu bestehenden Verbindungen. Damit die Neuverhandlung von TLS- und SSL-Verbindungen künftig sicher vonstatten geht, werden Daten, die zur Neuverhandlung einer Verbindung benötigt werden, Zertifikate etwa, in einer neuen TLS-Erweiterung gespeichert. Die Sicherheitsschwachstelle war Ende letzten Jahres bekanntgeworden.