Abo
  • Services:

Spionage oder Pressefreiheit

US-Senator Lieberman verurteilt Wikileaks-Berichterstattung

Der unabhängige US-Senator Joe Lieberman hat die Berichterstattung über die von Wikileaks veröffentlichten Geheimdokumente verurteilt. Diese sei zumindest schlecht für das Land, wenn nicht gar eine Straftat. Unterdessen versuchen Wikileaks-Sympathisanten, die Seiten von Zahlungsdienstleistern lahmzulegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Spionage oder Pressefreiheit: US-Senator Lieberman verurteilt Wikileaks-Berichterstattung

Hat die New York Times mit der Berichterstattung über die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente ihre Kompetenzen überschritten? Das glaubt der US-Politiker Joe Lieberman und fordert eine Untersuchung durch das US-Justizministerium. Lieberman ist unabhängiger Senator aus dem US-Bundesstaat Connecticut und Vorsitzender des Heimatschutzausschusses des Senats.

Kritik an New York Times

Stellenmarkt
  1. GK Software SE, Berlin, Hamburg, Schöneck, St. Ingbert
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Die Berichterstattung der renommierten New York Times ging seiner Ansicht nach zu weit, echauffierte sich Lieberman im US-Fernsehsender Fox News. Die Zeitung habe damit dem Land zumindest einen schlechten Dienst erwiesen.

Doch damit nicht genug: Der Senator fordert, die Behörden sollen sich damit beschäftigen. "Ob sie ein Verbrechen begangen haben, erfordert meiner Ansicht nach eine sehr genaue Prüfung des Justizministeriums. Warum werden Straftaten bestraft? Wenn man es nicht macht, dann werden andere damit immer weiter machen. Und ich befürchte, dass genau das in diesem Fall hier passieren wird." Medienunternehmen dürfen in den USA geheimes Material straffrei veröffentlichen.

Schlimmster Spionageakt

Keine Zweifel hat Lieberman indes bei Wikileaks: "Ich bin davon überzeugt, dass Wikileaks gegen den Espionage Act verstoßen hat", sagte er. Die Veröffentlichung der Dokumente des diplomatischen Dienstes sei "die schlimmste Verletzung des Espionage Act in unserer Geschichte."

Er forderte deshalb das Justizministerium auf, sich um die Auslieferung von Julian Assange zu bemühen. Der Kopf von Wikileaks hatte sich gestern in London den Behörden gestellt. Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung international suchen lassen.

Angriffe auf Mastercard-Website

Unterdessen haben die Sympathisanten von Wikileaks ihre Aktionen auf das Kreditkartenunternehmen Mastercard ausgedehnt. Mit Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) haben sie die Website des Unternehmens weitgehend lahmgelegt. Sie lädt wenn überhaupt nur sehr langsam und teilweise unvollständig.

"Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass http://www.mastercard.com/ unerreichbar ist", verkündeten die Aktivisten über Twitter. Das Kreditkartenunternehmen hatte Wikileaks gestern gesperrt. Zuvor war das Schweizer Kreditinstitut Post Finance Ziel von DDoS-Attacken, weil es Anfang der Woche das Konto von Assange gekündigt hatte. Am Mittwochnachmittag konnte die Seite von Post Finance wieder aufgerufen werden.

Rache für Boykott

Operation Payback nennen die Verantwortlichen das, was sowohl Rückzahlung als auch Rache heißen kann. "Jetzt ist die Zeit für Krieg. Lasst uns die Ungerechtigkeit gegen diejenigen, in die wir unser Vertrauen setzten, kämpfen", heißt es auf der Facebook-Seite der Gruppe.

Ihr Zorn richtet sich gegen die Zahlungsdienstleister, die Wikileaks ihre Dienste gekündigt haben. Paypal wurde auch schon angegriffen, wenngleich ohne großen Erfolg. Als Nächstes dürfte es wohl Visa treffen. Das Kreditkartenunternehmen hatte gestern ebenfalls angekündigt, keine Zahlungen mehr für Wikileaks abzuwickeln.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-40%) 23,99€
  2. (-35%) 19,49€
  3. 2,99€
  4. 31,99€

BadPritt 10. Dez 2010

Hast wohl nicht realisiert das die Mainstream Medien erst berichten seit sie nicht mehr...

esr 09. Dez 2010

Das waren noch Zeiten, als Al Sore und Joe Loserman in der Opposition standen.

J. Lieberman 09. Dez 2010

Leider nicht richtig. Der (Einzel-)Fall mit der Stuersünder-CD ist leider überhaupt nicht...

Toreon 09. Dez 2010

Operation Payback nennen die Verantwortlichen das, was sowohl Rückzahlung als auch Rache...

Anne Wand 09. Dez 2010

Ok, thats settled


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1)

Im ersten Teil unseres Livestreams zu Pathfinder Kingmaker ergründen wir das Regelsystem, erschaffen Goleria Golerta und verteidigen unsere Burg.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1) Video aufrufen
LittleBits Hero Inventor Kit: Die Lizenz zum spaßigen Lernen
LittleBits Hero Inventor Kit
Die Lizenz zum spaßigen Lernen

LittleBits gehört mittlerweile zu den etablierten und erfolgreichen Anbietern für Elektronik-Lehrkästen. Für sein neues Set hat sich der Hersteller eine Lizenz von Marvel Comics gesichert. Versucht LittleBits mit den berühmten Superhelden von Schwächen abzulenken? Wir haben es ausprobiert.
Von Alexander Merz


    Kaufberatung: Der richtige smarte Lautsprecher
    Kaufberatung
    Der richtige smarte Lautsprecher

    Der Markt für smarte Lautsprecher wird immer größer. Bei der Entscheidung für ein Gerät sind Kaufpreis und Klang wichtig, ebenso die Wahl für einen digitalen Assistenten: Alexa, Google Assistant oder Siri? Wir geben eine Übersicht.
    Von Ingo Pakalski

    1. Amazon Alexa Echo Sub verhilft Echo-Lautsprechern zu mehr Bass
    2. Beosound 2 Bang & Olufsen bringt smarten Lautsprecher für 2.000 Euro
    3. Google und Amazon Markt für smarte Lautsprecher wächst weiter stark

    Xilinx-CEO Victor Peng im Interview: Wir sind überall
    Xilinx-CEO Victor Peng im Interview
    "Wir sind überall"

    Programmierbare Schaltungen, kurz FPGAs, sind mehr als nur Werkzeuge, um Chips zu entwickeln: Im Interview spricht Xilinx-CEO Victor Peng über überholte Vorurteile, den Erfolg des Interposers, die 7-nm-Fertigung und darüber, dass nach dem Tape-out der Spaß erst beginnt.
    Ein Interview von Marc Sauter

    1. Versal-FPGAs Xilinx macht Nvidia das AI-Geschäft streitig
    2. Project Everest Xilinx bringt ersten FPGA mit 7-nm-Technik

      •  /