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Nasdaq: Unbekannte dringen in Computer der New Yorker Börse ein

US-Ermittler untersuchen den Einbruch in die Computersysteme der US-Börse Nasdaq . Was die Eindringlinge wollten, ist nicht klar. Zugriff auf die Handelsplattform hatten sie indes nicht.
/ Werner Pluta
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Unbekannte haben sich im vergangenen Jahr Zugang zu den Computern des US-Unternehmens Nasdaq OMX(öffnet im neuen Fenster) verschafft, das die New Yorker Börse Nasdaq(öffnet im neuen Fenster) betreibt. Die US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) und der Geheimdienst Secret Service ermittelten in diesem Fall, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

Die Täter seien wiederholt in die Nasdaq-Computer eingedrungen. Derzeit ist noch nicht klar, welche Systeme das waren. Allerdings hatten sie keinen Zugriff auf die Systeme, über die der Aktienhandel abgewickelt wird. Wie es scheint, haben sich die Eindringlinge bislang nur umgesehen und keinen Schaden angerichtet.

Die Ermittler versuchen derzeit herauszufinden, wer die Eindringlinge sind und welche Motive sie hatten. Sie ziehen den Versuch, sich finanzielle Vorteile zu verschaffen, den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen sowie den Versuch, die nationale Sicherheit der USA durch einen Eingriff in den Börsenhandel zu untergraben, in Betracht.

Der Nasdaq-Einbruch dürfte die Diskussion um die Sicherheit von kritischen Infrastrukturen in den USA weiter anheizen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Eindringlinge Zugang zu wichtigen Versorgungssystemen verschaffen: So fanden 2009 Computerspezialisten der US-Regierung Sabotagesoftware in den Systemen bei US-Energieversorgern .


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