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UDID: Apple wegen Weitergabe von Nutzerdaten verklagt

Apple wird wegen der heimlichen Weitergabe von Nutzerdaten an Werbenetzwerke verklagt. Apps auf Apple-Endgeräten und Android -Smartphones leiten ungefragt Daten zum Aufenthaltsort des Nutzers und Angaben zu Alter und Geschlecht weiter.
/ Achim Sawall
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Anwalt Majed Nachawati (Bild: Fears / Nachawati Law Firm)
Anwalt Majed Nachawati (Bild: Fears / Nachawati Law Firm)

Apple und eine Anzahl von App-Herstellern sind wegen der heimlichen Weitergabe von Nutzerdaten verklagt worden. In der Klage, die bei einem Gericht in Nordkalifornien eingereicht wurde, wird Schadensersatz und ein Stopp des Profiling gefordert. Neben Apple sind die Musik-App Pandora und die Text-Messaging-App Textplus 4 sowie die Hersteller der Programme Dictionary.com, Toss It, Weather Channel, Talking Tom Cat und Pimple Popper Lite in der Klageschrift(öffnet im neuen Fenster) genannt, denen die ungefragte Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte vorgeworfen wird.

Einige Apps würden den Aufenthaltsort des Nutzers und Angaben zu Alter und Geschlecht an Anzeigennetzwerke weitergeben, heißt es in der Klageschrift.

Das Tracking werde möglich durch die UDID (Unique Device Identifier) in jedem iPhone, iPod touch und iPad, die von Apps ausgelesen werden kann. Während Cookies im Browser abgewiesen werden könnten, sei dies bei Apps, die die UDID benutzen, nicht möglich, da diese sich nicht ändern ließe. Apple sei dafür teilweise mitverantwortlich, weil der Computerhersteller alle Apps prüfen und zulassen würde, so die Kläger. Nachforschungen des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) hatten die länger bekannte Praxis erneut belegt, nach der Apps auf Apple- und auf Android-Endgeräten ungefragt Nutzerdaten sammeln. Die App-Hersteller hatten argumentiert, dass diese Daten anonymisiert verarbeitet würden.

Majed Nachawati, einer der Anwälte der Kläger, sagte Wired(öffnet im neuen Fenster) , dass "Apple von dem Problem gewusst habe. Sie hatten die Pflicht, die Konsumenten zu informieren und hätten, wenn sie damit Geld machen wollen, die Zustimmung erfragen müssen."


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