Abo
  • Services:

Julian Assange

Wikileaks hat Dokumente über Rupert Murdoch

Die von Wikileaks im Sommer 2010 verschlüsselt veröffentlichte Datei enthält offenbar unter anderem Depeschen über den australischen Medienunternehmer Rupert Murdoch. Sie gilt als Rückversicherung der Organisation.

Artikel veröffentlicht am ,
Julian Assange
Julian Assange

Sollte Julian Assange, Kopf der Organisation Wikileaks, etwas passieren, muss sich auch Rupert Murdoch Sorgen machen. Die sogenannte Versicherungsdatei von Wikileaks soll auch geheime Dokumente über den Australier und sein Medienunternehmen News Corporation enthalten. Das sagte Assange im Interview mit der britischen Wochenzeitung New Statesman.

Verschlüsselte Datei

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn

Die Versicherungsdatei ist eine rund 1,4 GByte große, verschlüsselte Datei. Wikileaks hatte sie im August 2010 im Internet bereitgestellt und gedroht, die Zugangsdaten bekanntzugeben, wenn Assange oder der Organisation etwas zustoßen sollte. Das hat Assange in dem Interview noch einmal bekräftigt.

Über den Inhalt war seither spekuliert worden. Jetzt hat Assange erstmals einen Hinweis gegeben. Die Dokumente enthielten weitere unangenehme Wahrheiten, sagte er. Allerdings nicht nur für Politiker: "Es gibt 504 Botschaftsdepeschen über Rundfunksender, darunter sind auch Depeschen zu Murdoch und News Corporation."

Die Aussage Assanges könnte auch als Warnung an den Australier verstanden werden: Der US-Fernsehsender Fox News, der zu Murdochs Konzern gehört, hatte in der Vergangenheit mehrfach den Kopf von Assange gefordert. Der Sender wurde explizit in einer Stellungnahme von Wikileaks zu Hassrhetorik genannt. Anlass für die Mitteilung, die Wikileaks Anfang der Woche herausgegeben hat, war das Attentat auf die US-Politikerin Gabrielle Giffords am vergangenen Wochenende.

China, nicht die USA

Nach der Veröffentlichung der Dokumente des US-Militärs aus Afghanistan und dem Irak sowie der Depeschen von US-Diplomaten glaubten die USA, sie seien das Hauptziel von Wikileaks. Dem hat Assange jetzt widersprochen: Der "technische Feind" der Organisation sei China, da dort am stärksten zensiert werde. "China verfügt über aggressive und ausgefeilte Überwachungsverfahren, die zwischen jedem Leser in China und jeder Information außerhalb Chinas steht." Wikileaks habe sich jedoch sehr bemüht, diese Maßnahmen zu umgehen, und inzwischen gebe es zahlreiche Möglichkeiten für Nutzer in China, auf die Wikileaks-Seiten zuzugreifen.

Zu den technischen Maßnahmen von Wikileaks gehört laut Assange auch, sicherzustellen, dass der Organisation Nutzer anonym Daten zuspielen können - schließlich richtete sich das Ende 2006 gegründete Angebot ursprünglich an Dissidenten aus den repressiven Staaten Asiens, der ehemaligen Sowjetunion, Schwarzafrikas und dem Nahen Osten. "Wikileaks war von Anfang an so gestaltet, dass wir nicht wussten, wer uns Dokumente zur Verfügung stellt", erklärte Assange. Auf diese Weise schütze die Organisation ihre Informanten.

Namen aus der Presse erfahren

Deshalb sei ihm auch Brad Manning unbekannt, jener US-Soldat, dem die US-Behörden vorwerfen, Wikileaks geheime US-Dokumente übergeben zu haben. Den Namen habe er aus der Presse erfahren, sagte Assange.

Manning ist unter anderem wegen Spionage angeklagt und sitzt derzeit in den USA in Einzelhaft. Assange glaubt, dass die US-Behörden Manning dazu nutzen wollen, eine Klage gegen ihn aufzubauen. "Das Ziel ist ganz klar, ihn zu brechen und zu dem Geständnis zu zwingen, dass er auf irgendeine Weise mit mir konspiriert hat, um die nationale Sicherheit der USA zu schädigen."

Euro-Liberale protestieren

Die Fraktion der Liberalen im Europaparlament (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, ALDE) hat die Europäische Kommission aufgefordert, zu überprüfen, ob die US-Regierung das Recht hat, die Twitter-Daten von EU-Bürgern einzufordern. "Die EU sollte von den US-Behörden dringend Aufklärung darüber verlangen, dass sie Twitter und höchstwahrscheinlich weitere Unternehmen dazu gezwungen haben, persönliche Daten und Korrespondenz von Nutzern, inklusive EU-Bürgern, herauszugeben, von denen sie glauben, sie stünden in Verbindung mit Wikileaks."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. 9,95€
  3. 14,95€

minime 15. Jan 2011

[...] richtig, jeder weiss es! Soll auch jeder mitbekommen, was passiert, wenn sich...

Score 15. Jan 2011

Nein, DU hast nur den Assistant-Kill mein Freund, schmück dich mal nicht mit meinen Lorbeeren

Anonymer Nutzer 15. Jan 2011

danke für die Belehrung ;) Nuhr kann ich aber ohnehin nicht leiden. Auch so ein RTL.....

ChaosGeek 15. Jan 2011

RMK = remark Wieder mal eine schöne Vermutung über einen Menschen den du nicht kennst...

autor. 14. Jan 2011

Vermutlich heißt er nur Murdoc, SKANDAL!


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6T - Test

Das Oneplus 6T ist der Nachfolger des Oneplus 6 - und als T-Modell ein Hardware Refresh. Neu sind unter anderem ein größeres Display mit kleinerer Notch sowie der Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Im Test hat das neue Modell einen guten Eindruck hinterlassen.

Oneplus 6T - Test Video aufrufen
Red Dead Online angespielt: Schweigsam auf der Schindmähre
Red Dead Online angespielt
Schweigsam auf der Schindmähre

Der Multiplayermodus von Red Dead Redemption 2 schickt uns als ehemaligen Strafgefangenen in den offenen Wilden Westen. Golem.de hat den handlungsgetriebenen Einstieg angespielt - und einen ersten Onlineüberfall gemeinsam mit anderen Banditen unternommen.

  1. Spielbalance Updates für Red Dead Online und Battlefield 5 angekündigt
  2. Rockstar Games Red Dead Redemption 2 geht schrittweise online
  3. Games US-Spielemarkt erreicht Rekordumsätze

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Mars Insight: Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
Mars Insight
Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars

Bei der Frage, wie es im Inneren des Mars aussieht, kann eine Raumsonde keine spektakuläre Landschaft gebrauchen. Eine möglichst langweilige Sandwüste wäre den beteiligten Wissenschaftlern am liebsten. Der Nasa-Livestream zeigte ab 20 Uhr MEZ, dass die Suche nach der perfekten Langeweile tatsächlich gelang.

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  2. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf
  3. Raumfahrt Terraforming des Mars ist mit heutiger Technik nicht möglich

    •  /