Blackberry kauft die deutsche Firma Secusmart, die das als Kanzlerhandy oder Merkelphone bekanntgewordene Mobiltelefon produziert. Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle betonte, dass die Geheimnisse der Kunden auch "weiterhin zuverlässig geschützt" seien.
Die indirekte Empfehlung von Bundesjustizminister Maas an Edward Snowden, sich mit den USA zu einigen und sich zu stellen, ist von Reporter ohne Grenzen kritisiert worden.
Update Ein Datenexperte hat sich aktuelle Virenscanner angesehen. Viele seien durch einfache Fehler angreifbar, meint er. Da sie tief ins System eingreifen, stellen sie eine besondere Gefahr dar - obwohl sie eigentlich schützen sollen.
Vier Niederlassungen von Microsoft in China sind durch die dortigen Behörden durchsucht worden. Die Gründe sind noch unklar, das Unternehmen wird jedoch schon seit langem vom chinesischen Staat angegriffen.
Linke und Grüne im NSA-Untersuchungsausschuss haben die Bundesregierung ultimativ aufgefordert, eine Zeugenbefragung Edward Snowdens in Deutschland zu ermöglichen, schreibt der Spiegel. Andernfalls wolle die Opposition vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
Die russische Regierung hat eine Prämie für die Deanonymisierung von Tor ausgeschrieben. Durch eine starke Zunahme der Internetzensur ist die Anzahl der Tor-Nutzer in Russland stark angestiegen.
Ein Betrüger hat rund 300.000 Euro mit erfundenen Waren erbeutet, die er über Verkaufs- und Finanzagenten als 400-Euro-Jobber bei Ebay verkaufen ließ. Jetzt wurde der 29-Jährige in Marburg verurteilt.
Das Geschäft mit Überwachungssoftware boomt. Deutsche Firmen haben die unterschiedlichsten Programme dafür entwickelt. Ein Exportstopp könnte aber mehr schaden als nützen, befürchten Hacker.
Über das Mailpoet-Plugin wurden anscheinend bereits mehrere Zehntausend Wordpress-Webseiten mit Schadsoftware versehen. Der Angriff funktioniert laut den Entdeckern auch, wenn das Plugin nicht aktiv ist.
Mit der neuen Version des Browsers Firefox verhindert Mozilla aktiv den Download von bekannter Schadsoftware. Der Browser unterstützt nun eine in Deutschland selten genutzte Amtssprache. Für Unternehmen löst Firefox 31 die alte Version 24 ab und Thunderbird wurde auch neu aufgelegt.
Krisengipfel im Bundeskanzleramt: Der Stabschef des Weißen Hauses und Obamas Sicherheitsberaterin sind nach Berlin gekommen. Ein "strukturierter Dialog" sei vereinbart worden.
Eine Frankfurter Wirtschaftsvereinigung sieht die Betreiber des DE-CIX schuldlos an der Überwachung und Spionage an dem Internetknoten. Die Betreiber bekämen davon nichts mit.
Sie sind bekannt für ihre immer ähnlichen Phishing-E-Mails: die 419-Scammer aus Nigeria. Jetzt rüsten sie auf und verbreiten Fernwartungssoftware, statt nur um Geld zu betteln.
Undokumentierte Systemdienste in Apples Betriebssystem iOS sollen es Angreifern leicht machen, Nutzerdaten auszulesen. Auch Apple selbst kann laut einem Sicherheitsforscher alle Daten einsehen und weitergeben.
Ein früherer US-Regierungsmitarbeiter schlägt Alarm: Eine kaum diskutierte Präsidentenverfügung von 1981 biete die Grundlage, um Inhalte und Metadaten von Kommunikation fast ohne Limit zu speichern.
Als Abwehr gegen Spionagemaßnahmen ist damit begonnen worden, in kritischen Gebäuden der Bundesregierung eigene Handyfunkmasten aufzustellen. Damit soll verhindert werden, dass sich Mobilfunktelefone mit externen Basisstationen verbinden, die möglicherweise übernommen wurden.
Bundeskanzlerin Merkel habe durch die Snowden-Enthüllungen "neue Dinge" erfahren. Das sei aber kein Grund, dem US-Whistleblower Asyl zu gewähren, erklärte sie.
US-Whistleblower Edward Snowden vertraut seine Daten einem Dienst an, der mit "Zero Knowledge" wirbt. Für bestimmte Berufsgruppen sei Verschlüsselung inzwischen unentbehrlich.
Update Der frühere CIA-Deutschlandchef hält die Ausweisung seines Nachfolgers für angemessen. Deutschland müsse aber noch entschiedener auftreten, um im Weißen Haus verstanden zu werden.
Nach Verbrauch des Datenvolumens hat Base seine Kunden automatisch und kostenpflichtig per "Datenautomatik" weiterbeliefert. Abwählen ließ sich das nicht. Das wurde nun per Abmahnung gestoppt.
Wegen der im Quellcode der NSA-Software gefundenen Tor-IP-Adresse will der CCC seine Strafanzeige gegen die US-Geheimdienste ausweiten. Der Generalbundesanwalt solle endlich tätig werden, heißt es.
Die Vereinten Nationen sehen in der Massenüberwachung eine "gefährliche Gewohnheit" der Staaten. Private Firmen sollten möglichst wenig kooperieren, um nicht selbst zu Mittätern zu werden.
Der britische Geheimdienst besitzt Programme, mit denen er Inhalte im Internet manipulieren kann. Das soll aus weiteren Dokumenten des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden hervorgehen.
Die Spähattacken der Geheimdienste führen offenbar zu einem Comeback der Schreibmaschine. Auch der Untersuchungsausschuss will auf antiquierte Technik zurückgreifen. "Lächerlich", findet ein SPD-Ausschussmitglied.
Der IT-Security-Spezialist und Pilot Hugo Teso hat erneut vorgeführt, wie sich mit einer Schadsoftware die Steuerung eines Flugzeugs übernehmen lässt, wenn die Maschine mit Autopilot fliegt. Cockpit fordert nun Konsequenzen.
Die britische Regierung will im Hauruckverfahren ein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung beschließen. US-Whistleblower Snowden fordert eine ausführliche Debatte, schließlich "fallen keine Bomben".
Nach den jüngsten Enthüllungen über Spionagefälle in Deutschland wächst die Angst unter Bundestagsabgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss, selbst Opfer von Ausspähungen durch Geheimdienste zu werden.
Die US-Regierung hat erstmals die Ausweisung ihres Geheimdienstrepräsentanten kommentiert. Laut Medienberichten wurde der Bundesregierung vor dem Rauswurf eine engere Geheimdienstkooperation angeboten.
Nach dem Auftauchen von Zertifikatsfälschungen des indischen National Informatics Centre (NIC) liefert Microsoft ein Windows-Update, welches die Zertifikate sperrt. Ursprünglich war nur von vier gefälschten Zertifikaten die Rede, inzwischen sind 45 bekannt.
Justizminister Heiko Maas hat sich gegen die Echtzeitanalyse von Daten in sozialen Netzwerken ausgesprochen. "Wer soll denn diese Flut von Informationen noch auswerten?", fragte er.
Update Die Bundesregierung zieht eine scharfe diplomatische Konsequenz aus der NSA-Affäre. Der Repräsentant der US-Geheimdienste in Berlin wird ausgewiesen.
Einfaches Verschlüsseln von Dateien ohne lästiges Verwalten der privaten Schlüssel - das verspricht die Browser-App Minilock. Mit ihr können die Dateien per Drag-and-Drop verschlüsselt werden.
Mitarbeiter von Google haben mehrere gefälschte Zertifikate für Domains des Konzerns gefunden. Ausgestellt wurden sie von einer Zertifizierungsstelle der indischen Regierung. Diese Zertifizierungsstelle wird nur von Windows akzeptiert.
Die eigentliche Arbeit des NSA-Untersuchungsausschusses geht jetzt erst los. In der Sommerpause warten Hunderte Aktenordner auf die Abgeordneten. Das Schwärzen und Vorenthalten von Unterlagen wollen sie nicht hinnehmen. Eine Analyse.
Update US-Whistleblower Edward Snowden will dem Bundestag nicht einmal als Experte zur Verfügung stehen. Die Opposition prüft weiter eine Klage, damit er als Zeuge nach Deutschland kommen kann. Die Spionageaffäre weitet sich unterdessen aus.
Die US-Regierung hat in diesem Jahr bereits rund 150.000 Kundendaten bei dem US-Telekomkonzern Verizon angefragt. Das zeigt der jüngste Transparenzbericht des Konzerns. Auch zu den Anfragen aus Deutschland gibt er Auskunft.
Es gibt Hinweise, nach denen Amazon an einem AWS-Rechenzentrum in Frankfurt am Main arbeitet. "Deutschland ist eines der vielen Länder, das wir uns derzeit ansehen", räumte Amazon ein.
Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, will deutliche Konsequenzen nach der Enttarnung eines mutmaßlichen US-Agenten beim BND. Deutschland soll alle Datenaustauschabkommen aussetzen und Stellen von US-Geheimdiensten in Deutschland durchsuchen.
Zwei bekannte Anwälte warnen vor gefälschten Abmahnungen wegen illegalen Musikdownloads. An den massenhaft verschickten E-Mails hängt eine Zip-Datei mit Schadcode.
Selbst erstellte oder verfügbare Android-ROMs lassen sich mit eigenen Schlüsseln signieren, was die Sicherheit deutlich erhöhen könnte. Den komplizierten Prozess erklärt Matthew Garrett, der die Schlüsselverwaltung für UEFI Secure Boot unter Linux erarbeitete.
Die populäre Videoplattform Dailymotion ist in der vergangenen Woche für Angriffe auf ihre Nutzer ausgenutzt worden. Unbekannten gelang es, ein Exploitkit unterzubringen, das Sicherheitslücken im Internet Explorer, Oracles Java sowie dem Flashplayer nutzt. Letztere Lücke war besonders aktuell.
Eine erste Auswertung von Kommunikationsinhalten, nicht nur Metadaten, die durch die NSA abgefangen wurden, zeigt: Fast 90 Prozent der überwachten Personen sind unverdächtige Nutzer. Zudem zeigt die Analyse, dass das Snowden-Archiv auch persönliche Details der Überwachten enthält.
Nach dem Spionagefall beim BND hat der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl die USA scharf kritisiert. Laut Ermittlern lief auf dem Rechner des Doppelagenten eine App, die bei Abfrage des Wetters in New York ein Kryptoprogramm öffnete - angeblich Beweis für eine Agententätigkeit für einen anderen Staat.
Bei Regierung wie Opposition ist die Empörung über den mutmaßlichen US-Spion beim BND groß. Neuen Berichten zufolge soll der Mann zwei Jahre lang Geheimdokumente gestohlen und an eine US-Behörde verkauft haben.
Aufregung führt meist zu blindem Aktionismus. Wenn sich aber die Vorwürfe bestätigen, ein BND-Mitarbeiter habe den NSA-Untersuchungsausschuss ausspioniert, dann kann das der entscheidende Schritt für eine echte parlamentarische Aufklärung sein.
Update Ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes ist von der Bundesanwaltschaft verhaftet worden. Regierungssprecher Seibert bestätigte den Vorgang nach entsprechenden Medienberichten. Der Vorwurf: Der Mann soll den NSA-Untersuchungsausschuss für den US-Geheimdienst untergraben haben.
Ex-NSA-Mitarbeiter Drake hat am eigenen Leib die Repressionen in den USA gegen Whistleblower erfahren. Vor dem NSA-Ausschuss verglich er nun den 11. September 2001 mit dem Reichstagsbrand, die NSA mit der Stasi und machte dem BND schwere Vorwürfe.
Die Dyndns-Dienste von No-IP müssten heute wieder funktionieren. Microsoft gab die Kontrolle über die Domains zurück. Von der Beschlagnahmung waren laut No-IP weltweit 1,8 Millionen legale Nutzer und rund vier Millionen Hostnamen betroffen.