Geheimdienste: DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

Eine Frankfurter Wirtschaftsvereinigung sieht die Betreiber des DE-CIX schuldlos an der Überwachung und Spionage an dem Internetknoten. Die Betreiber bekämen davon nichts mit.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Durch den BND hatte die NSA jahrelang direkten Zugriff auf den Internetknoten DE-CIX.
Durch den BND hatte die NSA jahrelang direkten Zugriff auf den Internetknoten DE-CIX. (Bild: NSA)

Der Verein Digital Hub, eine Vereinigung zur Förderung der digitalen Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet, hat sich zum Problem der Spionage und Überwachung am Internetknoten DE-CIX geäußert. Technisch sei es möglich, Daten abzuschöpfen, ohne dass die Betreiber das mitbekämen, erklärte Vorstandssprecher Bernhard Pussel, zum Beispiel durch manipulierte Hardware. Daher könne die Verantwortung für die Datensicherheit nicht auf die Anbieter abgewälzt werden, "das ist zu einfach".

Stellenmarkt
  1. IT Network Specialist (m/w/d)
    engelbert strauss GmbH & Co. KG, Biebergemünd
  2. Ingenieur als Teamleiter für Automatisierung und Digitalisierung (m/w/d)
    Qiagen, Hilden
Detailsuche

Bisher vermisse er bei der Politik sowohl eine klare Linie als auch eine eindeutige Zuständigkeit.

"Es ist ein unabdingbares Muss, dass das massenweise Ausspähen gestoppt wird", sagte Pussel am Dienstag vor Beginn der Jahreskonferenz in Frankfurt. "Die Politik muss das regeln. Es muss klare Rechtssicherheit geschaffen werden." Das Thema Datensicherheit müsse auch Teil des Freihandelsabkommens mit den USA werden.

Ein Großteil des deutschen Internetverkehrs läuft über den DE-CIX. Insgesamt tauschen fast 600 Internet Service Provider aus 58 Ländern am DE-CIX ihren Datenverkehr über Public Peering aus.

Golem Akademie
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die NSA hat offenbar jahrelang Telekommunikationsdaten direkt am DE-CIX abgegriffen. Der Bundesnachrichtendienst BND habe sie an den US-Geheimdienst weitergeleitet. Die Daten deutscher Staatsbürger sollen bei der Aktion aber nicht weitergeleitet worden sein. 2007 sei die Kooperation nach mehr als drei Jahren beendet worden, berichtete die Süddeutsche Zeitung Ende Juni 2014.

Offenbar sei die seit 2004 andauernde Operation beendet worden, da sie "politisch zu heikel" geworden sei, erklärte eine mit der Sache vertraute Person. Die NSA soll gegen die Einstellung der Kooperation protestiert haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


phade 23. Jul 2014

Ich fand die damalig Aussage von Herr Summa (sinngemaess): auslaendische Dienste...

erma 23. Jul 2014

BTW; Linux und Tor hilft dir da auch nicht ... Ich finde es einfach nur traurig wie...

dimorog 23. Jul 2014

Hättest du meinen Post ganz gelesen hättest du bestimmt etwas gelesen wie " nicht...

Accolade 23. Jul 2014

Mir ist aufgefallen das auf mehreren Foxconn Produzierten Boards das Bios mit...

jaykay2342 22. Jul 2014

Wer müsste mehr zahlen?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
CoreELEC/LibreELEC
Smart-TV mal anders

Eine TV-Box Marke Eigenbau bringt Spaß und Gewissheit über unsere Daten. Die Linux-Distributionen CoreELEC und LibreELEC eignen sich da besonders.
Eine Anleitung von Sebastian Hammer

CoreELEC/LibreELEC: Smart-TV mal anders
Artikel
  1. Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
    Softwarepatent
    Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

    Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
    Ein Bericht von Stefan Krempl

  2. Amazon: Fire TV Stick 4K Max erhält erweiterte Heimkinofunktion
    Amazon
    Fire TV Stick 4K Max erhält erweiterte Heimkinofunktion

    Mit einem geplanten Update kann der Fire TV Stick 4K Max den Klang anderer Zuspielgeräte auf Echo-Lautsprechern ausgeben.

  3. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn-Advent: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Gaming-Headset 69,99€) • Release heute: Halo Infinite 68,99€ • MM-Aktion: 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen [Werbung]
    •  /