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Mobiles Internet: Verbraucherzentrale stoppt Kostenfalle bei E-Plus/Base

Nach Verbrauch des Datenvolumens hat Base seine Kunden automatisch und kostenpflichtig per "Datenautomatik" weiterbeliefert. Abwählen ließ sich das nicht. Das wurde nun per Abmahnung gestoppt.
/ Achim Sawall
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Unternehmenslogos (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)
Unternehmenslogos Bild: Wolfgang Rattay/Reuters

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat per Abmahnung durchgesetzt, dass E-Plus seinen Kunden nicht ungefragt die weitere ungedrosselte Nutzung des mobilen Internets berechnen darf. Das gaben die Verbraucherschützer am 17. Juli 2014 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Zum 1. Juni 2014 hatte E-Plus seine allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert und bei Base eine sogenannte "Datenautomatik" für alle neuen Verträge eingeführt.

Wer sein Datenvolumen für die mobile Internetnutzung aufgebraucht hat, erhält gegen Aufpreis bis zu dreimal zusätzliches Volumen freigeschaltet. Erst danach wird die Datenübertragungsrate für den Rest des Monats auf 56 KBit/s gedrosselt.

Ist beispielsweise ein Datenvolumen von 500 MByte in einem Vertrag inklusive, gibt es für jeweils 2 Euro bis zu dreimal weitere 100 MByte dazu. Die Zusatzkosten fallen durch die Datenautomatik automatisch an, wenn das Volumen verbraucht ist. Wie ein Sprecher der Verbraucherzentrale Golem.de sagte, werde der Nutzer erst nachträglich per SMS über die Zusatzkosten informiert. Anders als in den bisherigen Base-Vertragsbedingungen könne auf die Datenautomatik nicht mehr verzichtet werden.

Kunden, die drei Monate in Folge das Inklusiv- und das Zusatzvolumen verbraucht haben, werden automatisch mit Preisaufschlag für den Rest der Vertragslaufzeit in die nächst höhere Datenoption eingebucht. "Denn sowohl bei der Buchung des Zusatzvolumens als auch beim Wechsel in einen höheren Volumentarif informiert Base die Nutzer erst im Nachhinein" , erklärte die Verbraucherzentrale. Viele Kunden wollen bei Erreichen der Volumengrenze nicht mehr bezahlen, nutzen den mobilen Internetzugang gedrosselt weiter und wollen keine Datenautomatik.

Das abgemahnte Telekommunikationsunternehmen erklärte laut den Verbraucherschützern, die betroffenen Vertragsbedingungen bis zum 1. August wieder aus den Angeboten zu streichen.

"Es trifft sich mit den Forderungen der Verbraucherzentrale NRW, dass E-Plus und Base die Datenautomatik mit einer zusätzlichen Wahlmöglichkeit für die Kunden ausgebaut haben" , sagte E-Plus-Sprecher Klaus Schulze-Löwenberg Golem.de.


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