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Regierungsrazzia: Chinesische Büros von Microsoft durchsucht

Vier Niederlassungen von Microsoft in China sind durch die dortigen Behörden durchsucht worden. Die Gründe sind noch unklar, das Unternehmen wird jedoch schon seit langem vom chinesischen Staat angegriffen.
/ Nico Ernst
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Microsofts China-Chef Simon Leung (l.) auf der Konferenz TechEd 2011 in Schanghai (Bild: ChinaFotoPress/Getty Images)
Microsofts China-Chef Simon Leung (l.) auf der Konferenz TechEd 2011 in Schanghai Bild: ChinaFotoPress/Getty Images

In den vier Großstädten Peking, Schanghai, Guangzhou und Chengdu sind Büros von Microsoft durchsucht worden. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) die in Hong Kong erscheinende Zeitung South China Morning Post, die als der Pekinger Regierung nahestehend gilt. Ein Sprecher von Microsoft bestätigte Reuters(öffnet im neuen Fenster) die Aktion.

In der von der Nachrichtenagentur veröffentlichten, knappen Stellungnahme wie auch in chinesischen Medien findet sich jedoch keinerlei Hinweis auf die konkreten Gründe für die Durchsuchungen. Microsoft sicherte den Behörden lediglich volle Kooperation zu.

Einer der möglichen Hintergründe könnte sein, dass China befürchtet, Microsoft-Produkte würden durch Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten Staatsgeheimnisse verraten. Bereits im Mai 2014 hatte die chinesische Regierung angeordnet , dass Windows 8 auf Behördencomputern nicht installiert werden darf. Stattdessen sollen chinesische Linux-Distributionen verwendet werden.

Kurz darauf, im Juni 2014, erregte ein Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV Aufsehen. Darin wurde behauptet, Windows 8 würde Benutzer ausspionieren. Eine Übersetzung des Beitrages findet sich beim Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .


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