Dynamische Domainnamen: No-IP erhält Kontrolle über Domains zurück
Microsoft hat alle 23 Domains an den Dyndns-Anbieter No-IP.com zurückgegeben. Das teilte der Betreiber(öffnet im neuen Fenster) am 3. Juli 2014 mit. Es könne noch weitere 24 Stunden dauern, bis die Dynamic Domain Name Services (DDNS) wieder stabil verfügbar seien.
Die Übernahme der Domain Noip.me benötige mehr Zeit. Die Nutzer seien aufgerufen, dem Betreiber mitzuteilen, ob der Dienst wieder voll verfügbar sei.
Microsoft hatte wegen einiger krimineller Nutzer den Dyndns-Anbieter No-IP.com per Gerichtsbeschluss lahmgelegt und sich die DNS-Kontrolle über 23 freie No-IP-Domains übertragen lassen. Kriminelle hätten die Malware Bladabindi und Jenxcus über No-IP-Subdomains verbreitet, sagte Richard Domingues Boscovich, Assistant General Counsel bei Microsofts Digital-Crimes-Abteilung.
No-IP beklagte, dass Microsoft nie versucht habe, Kontakt mit dem Betreiber aufzunehmen, um die Subdomains sperren zu lassen. Von der Beschlagname waren laut No-IP 1,8 Millionen legale Nutzer und rund vier Millionen Hostnamen betroffen. Microsoft hat auf die Kritik nicht reagiert.
Microsoft begründete das drastische Vorgehen damit, dass die Malware 7,4 Millionen Windows-Computer infiziert habe. Die Malware sei in der Lage, den Kriminellen den Desktop der infizierten Rechner in Echtzeit anzuzeigen und Tastatureingaben aufzuzeichnen, um Passwörter zu stehlen.
Vitalwerks ist der Betreiber von No-IP und bietet kostenlosen und kostenpflichtigen Dyndns, aber auch E-Mail, Netzwerküberwachung oder SSL-Zertifikate.
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