Abo
  • Services:
Anzeige
Die BND-Zentrale in Berlin im Bau
Die BND-Zentrale in Berlin im Bau (Bild: Adam Berry/Getty Images)

Spähaffäre: Scharfe Kritik an Spionage beim BND

Bei Regierung wie Opposition ist die Empörung über den mutmaßlichen US-Spion beim BND groß. Neuen Berichten zufolge soll der Mann zwei Jahre lang Geheimdokumente gestohlen und an eine US-Behörde verkauft haben.

Anzeige

In die bisher schleppende Aufklärung der NSA-Spähaffäre durch einen Untersuchungsausschuss des Bundestages könnte Bewegung kommen, nachdem ein Mitarbeiter des BND als mutmaßlicher Spion der NSA enttarnt wurde. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann sagte: "Der Spionagevorwurf wiegt schwer. Das wäre ein unerhörter Angriff auf die Freiheit des Parlaments und unsere demokratischen Institutionen insgesamt." Oppermann sieht weiter für die USA "eine Bringschuld bei der Aufklärung".

Noch deutlicher wurde der Grünen-Politiker Konstantin von Notz, der dem NSA-Untersuchungssauschusses angehört: " Wir müssen verhindern, dass die notwendige parlamentarische Aufklärungsarbeit den geheimdienstlichen Manipulationen ausländischer Nachrichtendienste ausgesetzt ist. Das Parlament muss jetzt zeigen, dass es die Dienste begrenzt und kontrolliert - und nicht die Dienste das Parlament."

Die Obfrau der Linken im Ausschuss, Martina Renner, forderte konkrete Maßnahmen: "Generalbundesanwalt Range muss auch im Fall der Massenüberwachung von Telekommunikationsdaten von möglicherweise Millionen von Bürgerinnen und Bürgern genauso schnell handeln wie im Fall des unter Spionageverdachts stehenden BND-Mitarbeiters. Er muss zügig Ermittlungen im Fall des Erlanger Studenten einleiten, der von der NSA überwacht wurde. Und die Bundesregierung muss aufhören, die Arbeit des NSA-Untersuchungsausschusses auszubremsen."

Zuerst hatten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR über den BND-Mitarbeiter unter Spionageverdacht berichtet. Verhaftet worden war der Mann laut einer Mitteilung des Bundesanwaltes bereits am Vortag. In der Mitteilung fehlte aber der Hinweis, dass er für den Bundesnachrichtendienst tätig gewesen sei. Entgegen ersten Meldungen soll der Agent nicht nur in der Poststelle gearbeitet haben, sondern in der Einsatzstelle Ausland. Dies will die Bild-Zeitung erfahren haben. Demnach soll der Mann von 2012 bis 2014 insgesamt 218 Geheimdokumente des BND gestohlen und für 25.000 Euro an einen nicht genannten US-Dienst verkauft haben.

Ähnliche Zahlen nennt auch Spiegel Online aus offenbar eigenen Quellen. Die Welt will dagegen erfahren haben, dass mit der Angelegenheit vertraute Personen diese noch für "schwer einzuordnen" halten. Es könne auch sein, dass "ein ausländischer Dienst gezielt Spuren gelegt habe, die in Richtung des engen Partners USA zeigten", heißt es in dem Bericht der Welt weiter.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 06. Jul 2014

Wegen Spionage? Lachhaft. Oder bring Beispiele. Du kannst sicher sein, dass Deutsche...

Danse Macabre 06. Jul 2014

Ja, es zeugt schon von einer sehr devoten und dümmlich-naiven Haltung, hier noch von...

San_Tropez 06. Jul 2014

Ja denn bekanntlich hat jeder Beschuldigte in einem Strafverfahren eine Bringschuld bei...

zufälliger_Benu... 05. Jul 2014

Ist ja nicht so dass es keine Möglichkeiten gibt Windows und Linux parallel zu nutzen, z...

joojak 05. Jul 2014

Das ist wieder mal typisch .. zitat: "ein ausländischer Dienst gezielt Spuren gelegt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Trebing & Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. KG, verschiedene Einsatzorte (Home-Office)
  2. TUI AG, Hannover
  3. Ratbacher GmbH, Raum Köln
  4. Versicherungskammer Bayern, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Revenant, Batman v Superman, James Bond Spectre, Legend of Tarzan)
  2. (u. a. Fast & Furious 1-7 Blu-ray 24,29€, Indiana Jones Complete Blu-ray 14,76€, The Complete...
  3. 39,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Square Enix

    Neustart für das Final Fantasy 7 Remake

  2. Agesa 1006

    Ryzen unterstützt DDR4-4000

  3. Telekom Austria

    Nokia erreicht 850 MBit/s im LTE-Netz

  4. Star Trek Bridge Crew im Test

    Festgetackert im Holodeck

  5. Quantenalgorithmen

    "Morgen könnte ein Physiker die Quantenmechanik widerlegen"

  6. Astra

    ZDF bleibt bis zum Jahr 2020 per Satellit in SD verfügbar

  7. Kubic

    Opensuse startet Projekt für Container-Plattform

  8. Frühstart

    Kabelnetzbetreiber findet keine Modems für Docsis 3.1

  9. Displayweek 2017

    Die Display-Welt wird rund und durchsichtig

  10. Autonomes Fahren

    Neues Verfahren beschleunigt Tests für autonome Autos



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Tesla gewährt rückwirkend Supercharger-Gratisnutzung
  2. Elektroautos Merkel hofft auf Bau von Batteriezellen in Deutschland
  3. Strategische Entscheidung Volvo setzt voll auf Elektro und trennt sich vom Diesel

  1. Re: Interessant zu wissen wäre

    mahennemaha | 17:07

  2. Re: Wozu?

    My1 | 17:06

  3. Re: Warp-Korridor

    motzerator | 17:06

  4. Tjo

    Arsenal | 17:03

  5. FF Remakes für Switch

    Nyhmus | 17:02


  1. 16:55

  2. 16:46

  3. 16:06

  4. 16:00

  5. 14:21

  6. 13:56

  7. 12:54

  8. 12:41


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel