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4.100 Bitcoin gestohlen: Kryptodieb prahlt mit Reichtum und wird verhaftet

Eine Cybergang hat 245 Millionen US-Dollar in Bitcoin erbeutet und sich damit reichlich Luxus gegönnt. Der mutmaßliche Anführer bekennt sich schuldig.
/ Marc Stöckel
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Cyberkriminelle haben einem Mann aus Washington seine Bitcoin-Reichtümer abgenommen. (Bild: pexels.com / Alesia Kozik)
Cyberkriminelle haben einem Mann aus Washington seine Bitcoin-Reichtümer abgenommen. Bild: pexels.com / Alesia Kozik

Ein 22-jähriger Mann aus Singapur hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt, als Anführer einer cyberkriminellen Vereinigung am Diebstahl von über 245 Millionen US-Dollar in Bitcoin beteiligt gewesen zu sein. Das Geld gab er laut Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft(öffnet im neuen Fenster) zusammen mit seinen Komplizen unter anderem für Luxusfahrzeuge, Kleidung und teure Partys aus. Doch das blieb nicht lange unbemerkt.

Den Angaben zufolge führte der 22-Jährige eine kriminelle Vereinigung an, die zwischen Oktober 2023 und Mai 2025 operierte. Unter Decknamen wie Anne Hathaway, $$$ und King Greavy soll er potenzielle Opfer für mögliche Kryptodiebstähle ausgewählt und die Aufgaben seiner Komplizen koordiniert haben.

Berichten zufolge(öffnet im neuen Fenster) hatte der 22-Jährige seine ersten Crewmitglieder über Minecraft kennengelernt. Die eingangs genannten Bitcoin soll die Gruppe am 18. August 2024 von einem einzelnen Mann aus Washington erbeutet haben. Laut den Gerichtsunterlagen (PDF)(öffnet im neuen Fenster) nahmen die Täter dem Mann damals 4123,719 Bitcoin ab, die zu diesem Zeitpunkt 245.093.239 US-Dollar wert waren.

Per Social Engineering erbeutet

Die Täter koordinierten sich den Angaben zufolge über Gruppenchats auf Discord und Telegram. Sie nutzten einen mehrstufigen Social-Engineering-Angriff und gaben sich dem Opfer gegenüber am Telefon als Vertreter von Google und der Kryptobörse Gemini aus. Bei den Telefonaten gaukelten sie ihm unbefugte Zugriffe auf sein Google-Konto sowie einen angeblichen Malware-Angriff auf seine Kryptowallet vor.

Dadurch sollen sie den Mann dazu gebracht haben, ihnen über Google Drive und die Fernzugriffssoftware Anydesk Zugriff auf seine persönlichen Dateien zu gewähren, wo sie dann nach Anmeldeinformationen für seine Kryptowallet suchten – und diese auch fanden. Das Ergebnis war der bereits genannte Diebstahl von über 4.100 Bitcoin.

Ein Monat voller Reichtümer

Den Angaben zufolge wusch die kriminelle Vereinigung die erbeuteten Gelder und gab sie anschließend hauptsächlich für Luxus aus. Dazu zählten Nachtclub-Dienstleistungen (bis zu 500.000 US-Dollar pro Abend), verschenkte Luxustaschen, teure Uhren und Kleidung, Privatjets, eigenes Sicherheitspersonal, Unterkünfte in Los Angeles und Miami sowie 31 Autos im Wert von jeweils 100.000 bis 3,8 Millionen US-Dollar, darunter solche von Ferrari, Lamborghini, Porsche, Pagani, McLaren und Rolls-Royce.

Der luxuriöse Lebensstil der Gruppe blieb aber nicht lange unbemerkt. Der 22-Jährige wurde am 18. September 2024 in Miami verhaftet – also nur einen Monat nach der 245-Millionen-Dollar-Beute. Laut ABC News(öffnet im neuen Fenster) ist er einer von insgesamt 18 Angeklagten in diesem Fall und bisher der elfte, der sich schuldig bekannte.

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