• IT-Karriere:
  • Services:

Deanonymisierung: Russland bietet 83.000 Euro für Enttarnung von Tor-Nutzern

Die russische Regierung hat eine Prämie für die Deanonymisierung von Tor ausgeschrieben. Durch eine starke Zunahme der Internetzensur ist die Anzahl der Tor-Nutzer in Russland stark angestiegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gezielte Überwachung von Tor
Gezielte Überwachung von Tor (Bild: Tor/Screenshot: Golem.de)

Das Innenministerium der Russischen Föderation hat 3,9 Millionen Rubel (82.666 Euro) für einen erfolgreichen Angriff auf das Anonymisierungsnetzwerk Tor ausgeschrieben. Das berichten die pro-westliche Zeitung The Moscow Times und der staatliche Sender RT unter Berufung auf die offiziellen Ausschreibungsunterlagen im Internet.

Stellenmarkt
  1. Römerberg-Klinik, Badenweiler
  2. InnoGames GmbH, Hamburg

Die Ausschreibung endet am 13. August 2014. Der Gewinner soll am 20. August feststehen.

Wie der Journalist Andrej Soldatow im Mai 2014 erklärte, ist Russland heute führend bei der Internetzensur. Seit 2011 wurden Gesetze für Internetfilter, Deep Packet Inspection bis hin zur Blockade oppositioneller Blogs erlassen. Laut Moscow Times ist die Anzahl der Tor-Nutzer in Russland im Juni 2014 von 80.000 auf 200.000 gestiegen.

Das Tor-Netzwerk wird genutzt, um anonym im Netz zu surfen. In autoritären Regimen wird es verwendet, um Zensurmaßnahmen zu umgehen. Seit den NSA-Enthüllungen greifen verstärkt auch Internet-Nutzer auf Tor zurück, um sich gegen Ausspähung zu schützen.

Dass das Tor-Netzwerk keine absolute Sicherheit gewährleistet, ist bekannt. Ein Angreifer, der in großem Maßstab den Traffic von Tor-Nutzern überwacht oder eigene Tor-Knoten betreibt, kann in bestimmten Situationen die Identität von Tor-Nutzern feststellen. Bislang wurde davon ausgegangen, dass dies nur mit sehr großem Aufwand möglich sei.

Im Programm der IT-Sicherheitskonferenz Black Hat in Las Vegas war ein Vortrag über das Anonymisierungsnetzwerk Tor angekündigt. Demnach sei es Forschern gelungen, mit relativ einfachen Mitteln Tor-Nutzer zu deanonymisieren. Ein solcher Angriff sei mit einem Budget von 3.000 Dollar möglich. Doch der Vortrag wurde auf Wunsch der Rechtsanwälte der Carnegie-Mellon-Universität aus dem Programm genommen. Die beiden Vortragenden Michael McCord und Alexander Volynkin arbeiten an dieser Universität.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-29%) 9,99€
  2. (-10%) 53,99€
  3. 39,99€

wolf.duttlinger 28. Jul 2014

Dein Problem ist folgendes: der "Staat" existiert nicht als solches sondern besteht aus...

Maximilian_XCV 26. Jul 2014

Ja, 83k¤ hört sich nach verdammt viel an ;)

raphaelo00 26. Jul 2014

nein es geht um die Verfahrensweise um egal wen zu enttarnen, der TOR benutzt.

MarioWario 25. Jul 2014

Ich denke auch, dass das eher eine lokale Ausschreibung war (für russische Landsleute...

MarioWario 25. Jul 2014

Ist der Realitätsverlust der Hacker - die würden es auch umsonst machen (oder für...


Folgen Sie uns
       


Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man mit DeepFaceLab arbeitet.

Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial Video aufrufen
Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist
Support-Ende von Windows 7
Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist

Windows 7 erreicht sein Lebensende (End of Life) und wird von Microsoft künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Lohnt sich ein Umstieg auf Linux statt auf Windows 10? Wir finden: in den meisten Fällen schon.
Von Martin Loschwitz

  1. Lutris EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5
  2. Linux-Rechner System 76 will eigene Laptops bauen
  3. Grafiktreiber Nvidia will weiter einheitliches Speicher-API für Linux

Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Ölindustrie Der große Haken an Microsofts Klimaplänen
  2. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  3. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10

    •  /