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Echtzeit-Überwachung: BND prüft angeblich Einsatz von SAPs Hana-Datenbank

Der BND soll eine Überwachung des Netzes in "nahe Echtzeit" planen. Helfen könnte dabei die In-Memory-Datenbank Hana von SAP.

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Widerstand gegen Live-Ausforschung sozialer Netzwerke
Widerstand gegen Live-Ausforschung sozialer Netzwerke (Bild: SOEREN STACHE/AFP/Getty Images)

Der Bundesnachrichtendienst erwägt offenbar den Einsatz des SAP-Datenbanksystems Hana für die Echtzeit-Analyse von Internetkommunikation. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Unterlagen berichtet, prüft die Universität der Bundeswehr aktuell, ob die In-Memory-Datenbank von SAP das leisten kann. Erst mit einer solchen Technik soll es nach Ansicht des BND möglich sein, das Internet systematisch und "nahe Echtzeit" auszuwerten. SAP teilte auf Anfrage von Golem.de mit: "Gemäß gesetzlichen Verpflichtungen bieten wir Lösungen und Services für den privaten und öffentlichen Sektor sowie auch für Behörden weltweit an." Es würden jedoch keine Kundeninformationen veröffentlicht.

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Die Süddeutsche und die ARD-Sender NDR und WDR hatten Ende Mai bereits über das BND-Projekt "Echtzeitanalyse von Streaming-Daten" berichtet. Dieses sei Teil einer sogenannten Strategischen Initiative Technik (SIT), deren Kosten auf rund 300 Millionen Euro beziffert wurden. Dazu wolle der Auslandsgeheimdienst seine Technik verbessern, um Weblogs, Foren und Portale wie Flickr, Facebook und Twitter systematisch auswerten zu können. Der Dienst gab dazu bei der Bundeswehr-Universität München eine Studie zur "Automatisierten Beobachtung von Internetinhalten" in Auftrag.

Pläne vorerst gestoppt

Die BND-Pläne waren Anfang Juni vom Bundestag vorerst gestoppt worden. Das für die Geheimdienstfinanzierung zuständige Gremium verlangte eine "ausführliche Darlegung und Begründung der geplanten Maßnahmen". Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte sich im Juli erneut gegen die Live-Ausforschung sozialer Netzwerke ausgesprochen. "Es gibt da ganz klare Grenzen: Auch Geheimdienste müssen sich an die Gesetze halten. Für eine Totalüberwachung aller sozialen Netzwerke in Echtzeit sehe ich keine rechtliche Grundlage", sagte der SPD-Politiker. Zudem sei der praktische Nutzen fraglich: "Wer soll denn diese Flut von Informationen noch auswerten?"

Genau dies soll mit einer In-Memory-Datenbank offenbar ermöglicht werden. Dadurch, dass die Daten im Arbeitsspeicher eines Servers gespeichert werden, ist eine wesentlich schnellere Verarbeitung möglich. SAP warb mit der Einführung der SAP Business Suite on Hana damit, dass ein Monatsabschluss mit Hana nur noch eine Frage von Minuten, vielleicht Stunden und nicht mehr von Tagen sei. Auch Batch-Programme seien nicht mehr notwendig.

Wie die SZ weiter schreibt, verfügt der BND nach eigener Aussage aktuell noch nicht über die entsprechende Hardware, um die Leistungsfähigkeit der SAP-Software zu prüfen. Eine Investition in diesem Bereich sei notwendig. Andernfalls könne man mit den Partnern von der NSA nicht mithalten.



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spiderbit 26. Jul 2014

haha, das widerlegt meine aussage nicht, wenn jemand diese 10 trillionen zeilen code...

SelfEsteem 25. Jul 2014

Blaa, ich glaub das wissen wir hier alle, aber lass uns doch auch mal bloede Witzchen...

FreiGeistler 25. Jul 2014

Finde ich irgendwie erbärmlich, dieses Zitat. MUSS der BND denn mithalten? Darum was...

spiderbit 25. Jul 2014

Naja aber ein funken Wahrheit steckt schon darin, 1. ist das politikverstaendnis von 90...

SigismundRuestig 25. Jul 2014

Ob das der Grund ist, dass die SAP-Aktie gerade in den Keller rauscht??? Aber jetzt...


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