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Datenüberwachung: USA haben rund 150.000 Kundendaten bei Verizon angefragt

Die US-Regierung hat in diesem Jahr bereits rund 150.000 Kundendaten bei dem US-Telekomkonzern Verizon angefragt. Das zeigt der jüngste Transparenzbericht des Konzerns. Auch zu den Anfragen aus Deutschland gibt er Auskunft.
/ Thorsten Schröder
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Verizon hat den zweiten Transparenzbericht vorgelegt. (Bild: Mario Tama/Getty Images)
Verizon hat den zweiten Transparenzbericht vorgelegt. Bild: Mario Tama/Getty Images

In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die US-Regierung bereits rund 150.000 Kundendaten bei Verizon angefragt. Das geht aus dem zweiten Transparenzbericht(öffnet im neuen Fenster) des größten US-Telekomkonzerns seit Dezember hervor. Damit liegt die Zahl unter den 160.000 Anfragen von Regierungsbehörden im Vergleichszeitraum 2013.

Erstmals machte Verizon in dem Bericht genauere Angaben zu den Personen, deren Daten angefragt wurden. So betrafen 90 Prozent der 72.000 Anfragen, von denen die meisten in Form einer gerichtlichen Verfügung eingingen, Gruppen von drei oder weniger Verizon-Kunden. Im Durchschnitt hätten die Behörden mit einer Anfrage Informationen zu 1,8 Kunden angefordert. Bei rund der Hälfte sei es um die Telefonnummern oder IP-Adressen der Kunden selbst gegangen, bei dem Rest um Daten wie Telefonnummern, die Kunden gewählt hätten.

Frankreich stellt die meisten Auslandsanfragen

Zudem habe der Konzern mehr als 37.000 gerichtliche Verfügungen erhalten, von denen 714 direkte Abhöranfragen gewesen seien, die den Regierungsbehörden Zugriff auf die Inhalte von Gesprächen gegeben hätten. Bei 3000 der Verfügungen habe die Regierung Echtzeitzugriff auf ausgehende und eingehende Telefonnummern beantragt.

Zu Anfragen aus dem Ausland(öffnet im neuen Fenster) macht der Bericht nur begrenzt Angaben. Mit 762 Anfragen zu Telefonnummern oder IP-Adressen von Verizon-Kunden führt Frankreich die Länder-Liste an. Aus Deutschland kamen 670 Anfragen, von denen 669 auf von Kunden gewählte Telefonnummern und ähnliche Daten zielten.

Erst vor wenigen Tagen hatte auch die US-Geheimdienstbehörde ihren ersten Transparenzbericht vorgelegt.


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