Telekom-Chef Höttges fordert in einer nicht öffentlichen Präsentation, dass die europäische IT- und Telekommunikationsbranche in den nächsten zehn Jahren ihre ehemalige Führungsrolle bei der "Netzinfrastruktur, Soft- und Hardware sowie Internetdiensten" zurückerobert.
Intels Projekt Silicon Photonics wird noch vor Jahresende Realität werden, so ist zumindest der Plan. Der für Gorilla-Glas bekannte Hersteller Corning wird die Kabel verkaufen, die dann in einem Rechenzentrum verbiegbare Verbindungen mit bis zu 800 GBit/s ermöglichen.
Cebit 2014 Neben der Ankündigung zahlreicher neuer Produkte, darunter Gigabit-Powerline und eine Glasfaser-Fritzbox, nahm AVM in Hannover erneut zur Lücke der Fritzboxen Stellung. Das LKA ermittelt, bisher gab es nur wenige Fälle.
Regierung und Wirtschaft haben die Netzallianz für einen schnelleren Breitbandausbau gestartet. Die Einnahmen aus der künftigen Funkfrequenzversteigerung sollen wieder an die Telekomkonzerne zurückzufließen, um den Breitbandausbau zu finanzieren.
Die Telekom muss ihre Verträge für das Vectoring der Konkurrenz im eigenen Netz überarbeiten. Die eigene Netzplanung darf nicht bei der Konkurrenz abgucken.
Die Deutsche Telekom versorgt laut FTTH Council Europe nur 18.000 Haushalte mit Glasfaser. Damit liegt sie weit hinter kleineren Netzbetreibern wie M-Net, Netcologne oder Wilhelm.Tel.
G.fast wird von der Telekom noch dieses Jahr im Netz erprobt. Der Chief Technology Officer des Netzbetreibers spricht von einer wichtigen Technologie zum Ausbau und will damit den Glasfaserausbau bis zum Endkunden hinauszögern.
Die Einrichtung eines Vectoring-Anschlusses kostet sehr viel weniger als reine Glasfaser mit rund 2.400 Euro. Daher setzt die Deutsche Telekom auf die Technologie. Langfristig sind jedoch nur reine Glasfaseranschlussnetze zukunftssicher.
Die Bundesnetzagentur macht Druck für den Breitbandausbau an der Schiene. Über den Hindenburgdamm zwischen Sylt und dem Festland muss die Deutsche Bahn die dänische Globalconnect ein Glasfaserkabel ziehen lassen.
Gemessen am weltweiten Ausbau der Internet-Infrastruktur und Telekomnetze liegen Deutschland und die Mehrzahl der EU-Staaten beim Netzausbau deutlich zurück.
Eine neue Fritzbox richtet sich an die noch wenigen Fibre-To-The-Home-Nutzer in Deutschland. Sie wird von AVM zur Cebit vorgestellt und bietet 1,3 GBit/s.
Bei einem Feldtest unter realen Netzwerkbedingungen wollen Alcatel-Lucent und BT die wahrscheinlich schnellste Datenübertragung erreicht haben, die jemals in einem bestehenden kommerziellen Glasfasernetzwerk realisiert worden ist.
Laut Bitkom liegt Deutschland beim Breitbandausbau auf dem 5. Platz. Welche Datenübertragungsrate die Haushalte erhalten, wird dabei nicht angegeben. Doch das Breitbandziel der Bundesregierung lautet, 75 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 MBit/s zu versorgen.
Die Bundesregierung will weiterhin kein Geld für den Breitbandausbau lockermachen. Bayern stockt hingegen die Förderung um eine halbe Milliarde Euro auf.
Das Ziel, 75 Prozent der Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zu versorgen, kann nur mit deutlich mehr Fördermitteln erreicht werden. Das sagt der Präsident des Landkreistages und macht damit Druck auf die Bundesregierung.
Vectoring statt Glasfaser scheint das Motto der Telekom für 2014 zu sein. Ziele für den FTTH-Ausbau nennt der Festnetzbetreiber nicht mehr. Hier passierte 2013 nicht viel in Deutschland.
Die schon länger von Netzwerkausrüstern entwickelte DSL-Nachfolgetechnik G.fast wird auch von der ITU nun als Standard empfohlen. Die versprochenen Bandbreiten und Kabellängen sind aber sehr großzügig formuliert, zahlreiche Fragen sind noch offen.
Obwohl es in Hjelmeland nur drei Einwohner je Quadratkilometer gibt, lasse sich dort wirtschaftlich für jeden ein Glasfaseranschluss errichten, so der Betreiber Altibox. Der Graben vom Hauptkabel zum Haus muss allerdings selbst ausgehoben werden.
Update Die große Koalition will für die Unternehmen verschiedene Anreize für den Breitbandausbau auf dem Land schaffen. Die Pläne stoßen auf Widerstand von Verbraucherschützern und scheinen wenig Erfolg zu versprechen.
In den kommenden Jahren sollen Millionen Kunden einen schnellen Glasfaseranschluss bekommen. Die Wettbewerber der Telekom versprechen dazu Investitionen von bis zu neun Milliarden Euro.
Google hat die Hauptstadt Ugandas mit einem 100-Kilometer-Glasfasernetzwerk ausgestattet. Weitere Millionenstädte in Entwicklungsländern könnten über Project Link angeschlossen werden.
Die Swisscom hat die Preise für ihr 1-GBit/s-FTTH-Angebot bekanntgegeben. Buchen können dies nur Nutzer des Tarifs Vivo Casa 5, der monatlich 121 Euro kostet.
Wenn das Urteil gegen Drosselung Bestand hat, werden weitere Anbieter, die mit einer Flatrate werben, aber drosseln, Probleme bekommen. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen angekündigt.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat ein Urteil erstritten, nach dem die DSL-Drosselungspläne der Telekom illegal sind. "Kunden sollten über die gesamte Laufzeit die Sicherheit haben, dass das versprochene Surftempo nicht reduziert wird", so die Verbraucherschützer.
Bayern will eine Milliarde Euro für den Breitbandausbau ausgeben. Wenn das Geld in Kupferkabel oder LTE gehe, könnten keine Geschwindigkeitsreserven bereitgestellt werden, so der FTTH Council Europe.
Für ein Drittel der Kosten der Bankenrettung könnte Deutschland jeden Haushalt bis zum entferntesten Bauernhof mit FTTH versorgen. Damit wäre flächendeckend eine FTTH-Versorgung mit 1 GBit/s und mehr möglich.
Ein Vectoring-Labortest mit einer Menge Fritzboxen 7360 war erfolgreich. Nutzer können sogar mit 110 MBit/s rechnen. Doch bei längeren Leitungen wird die Wirkung aufgehoben.
Lantiq, ehemals Infineon, und Keymile haben im Jahr 2013 schon über mehr als 1,5 Millionen Leitungen in Deutschland "Vectoring Ready" gemacht. Eine der neuen Fritz-Boxen und bestimmte Speedports haben bereits Vectoring-Funktionalität, die sich per Firmware-Flash "wecken" lässt.
Der Mutterkonzern hat sich durchgesetzt: Auch Congstar wird eine Drosselung einführen, zeitgleich mit der Deutschen Telekom. Im April 2013 hatte sich Congstar noch widersetzt.
Die Deutsche Telekom hat im Vorfeld der Ifa 2013 ihren Netzausbauplan für die nächsten Jahre präsentiert. Im Zentrum steht Glasfaser, aber alles geht um Vectoring, nicht um FTTH.
Nach der Zustimmung der EU hat die Bundesnetzagentur ihre finale Freigabe zum Vectoring erteilt. Jetzt sollten die Netzbetreiber sich beeilen, fordert Behördenchef Homann. Insider erwarten einen Start eher ab 2014.
Ein Vorschlag aus Deutschland zum Vectoring ist bei der EU praktisch angenommen worden. Eine Entscheidung soll noch in diesem Monat fallen, so ein Sprecher der Bundesnetzagentur.
Auf seiner Entwicklerkonferenz IDF will Intel Anfang September 2013 das erste Produkt seiner Abteilung für optische Vernetzung ankündigen. Die MXC genannte Schnittstelle soll bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde übertragen können - aber anfangs wohl kaum über nur eine Leitung.
Seit seiner Gründung nutzen einige der Kunden des German Commercial Internet Exchange weiterhin Kupferkabel. Nun haben die letzten 21 am DE-CIX auf Glasfaserkabel umgestellt.
Trotz Drosselungsdebatte verzeichnet die Telekom viele Neukunden in Deutschland. Aber auch in den USA legte T-Mobile dank iPhone und Fusion mit MetroPCS zu.
Essenbach im niederbayerischen Landkreis Landshut baut sich FTTH selbst. "Kommunale Maßnahmen werden nicht gefördert, wir bekommen keinen Cent", sagt der Bürgermeister.
Google setzt sich seit langem für Netzneutralität ein. Doch seit das Unternehmen mit Google Fiber selbst Internetprovider geworden ist, hat sich die Position geändert. Der Betrieb von Servern ist generell verboten, bekräftigt Google.
Um Kosten und Tiefbauarbeiten zu vermeiden, wollte die EU die Mitbenutzung von Trinkwasserrohren für Glasfaserkabel freigeben. Doch die Bundesregierung ist strikt dagegen.
Mit Spareinlagen in einen Bürgerfonds soll der Ausbau schneller Internetzugänge mitfinanziert werden. Das plant die SPD laut einem Bericht. Telekom-Deutschland-Chef van Damme sagte, man wolle "kein Glasfaserkabel bis zur letzten Jagdhütte" verlegen.
Der Vectoring-Ausbau in Deutschland kann beginnen. Nach Vorlage eines Kompromisspapiers der Bundesnetzagentur wollen als Erste Ewe Tel und DNS:NET jetzt die Vectoring-Karten in den Kabelverzweiger schieben.
Mit einem Grundsatzurteil wollen Verbraucherschützer mehr Planungssicherheit für Kunden erreichen: Die Telekom soll zusagen, bei ihren Datentarifen künftig auf das sehr starke Drosseln zu verzichten, wie es ursprünglich geplant war.