Vectoring: Vodafone wird VDSL mit 100 MBit/s anbieten

Vodafone hat einen Kooperationsvertrag mit der Telekom geschlossen, um auch 100 MBit/s durch Vectoring anzubieten. In der zweiten Hälfte 2014 beginnt die Telekom mit dem Ausbau von Vectoring.

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Anschlussfeld eines VDSL2 DSLAM im Jahr 2007
Anschlussfeld eines VDSL2 DSLAM im Jahr 2007 (Bild: Magnus Manske)

Vodafone wird künftig das VDSL-Netz der Deutschen Telekom nutzen und Internetzugänge mit 50 und 100 MBit/s anbieten. Das gab Vodafone Deutschland am 16. Mai 2013 bekannt. Landeschef Jens Schulte-Bockum erklärte: "Wir stärken unsere Position als integrierter Anbieter mit Festnetz, Mobilfunk und Datendiensten. Mit der Arcor-Übernahme 2008 wurde die Basis für das Festnetz gelegt." Arcor, die Festnetzsparte Vodafones, war bei der Übernahme durch den britischen Konzern im Mai 2008 der zweitgrößte Festnetzbetreiber Deutschlands.

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Der Konzern will insbesondere in den Ballungsgebieten und Städten sein Festnetzangebot ausbauen und verstärkt sein eigenes IP-TV vermarkten. Die Kooperationsvereinbarung mit der Telekom wird jetzt der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt zur Prüfung vorgelegt. Der Start der Zusammenarbeit ist noch für 2013 geplant.

VDSL bietet Vodafone bereits an. Vodafone-Sprecher Kuzey Alexander Esener sagte Golem.de: "Wir haben rund 10.000 VDSL-Kunden. Und wir haben 1.000 Kabelverzweiger erschlossen. Wir hatten im Innenstadtbereich unser Netz ausgebaut, haben dies aber nicht aktiv vermarktet. Jetzt wollen wir uns an das Telekom-Netz andocken." Preise für Vodafone VDSL 100 stehen noch nicht. Esener: "In der zweiten Hälfte 2014 beginnt die Telekom mit dem Ausbau von Vectoring."

Kein Abschied mehr vom Festnetz

Durch den Vectoring-Ausbau sollen VDSL-Kunden eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s bekommen. Bisher ist VDSL maximal mit 50 MBit/s erhältlich. Beim Upload verspricht Vectoring bis zu 40 MBit/s. Dass diese Werte beim Nutzer tatsächlich erreicht werden, stellen Glasfaserausrüster infrage. Das Vectoring reduziert die gegenseitige Störung benachbarter Kupferdoppeladern eines Kabels. Nach dem derzeitigen Stand der Technik ist beim VDSL2-Vectoring allerdings nur der Zugriff eines einzigen Unternehmens auf alle Kupfer-Doppeladern am KVz möglich, ein entbündelter Zugriff für VDSL-Technik aber nicht mehr.

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Vodafone hatte 2011 einen Strategiewechsel weg vom Festnetz angekündigt. "Die Zeit des guten alten Festnetzanschlusses geht zu Ende. Das zunehmende Mobilitätsbedürfnis unserer Kunden und die extreme Leistungskraft von LTE haben mich bestärkt, dass wir bei Privatkunden auf die neue Mobilfunkgeneration setzen", so der damalige Landeschef.

Vodafone hatte zuvor wiederholt ein mögliches Ende der DSL-Vermarktung an Endkunden ins Gespräch gebracht. Vodafone zahle für seine DSL-Angebote jährlich 500 Millionen Euro Leitungsmiete an die Telekom. Doch ein DSL-Ausstieg sei gerade in den Ballungsgebieten und wegen der vielen gewerblichen Nutzer nicht geplant, war bereits 2013 aus Unternehmenskreisen zu erfahren.

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Sharra 17. Mai 2013

Naja, es wird dann eher so aussehen: BIS ZU 1 Terabit/s (Was dann beim Kunden ankommt...

Arcardy 17. Mai 2013

Wo steht denn der Kabelverzweiger? Direkt in der Strasse? Irgendwo im Dorf? Und der...

barforbarfoo 17. Mai 2013

Da werden dir wohl die Laufzeiten einen Strich durch die Rechnung machen, von dem...

jaykay2342 17. Mai 2013

Der Ausbau ist besonders da nicht "wirtschaftlich" wo man schon irgendwie DSL machen...



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