Unitymedia KabelBW: "Wir werden 400 MBit/s ohne Drosselung anbieten"

Unitymedia Kabel Baden-Württemberg hat Internetzugänge mit einer höheren Downloadrate als die Telekom ohne Volumenobergrenze angekündigt. Helge Buchheister, ein Sprecher des Kabelnetzbetreibers, erklärte Golem.de: "Unitymedia KabelBW drosselt die Internetanschlüsse seiner Kunden aktuell nicht." Bereits heute konnten Datenübertragungsraten von 150 MBit/s angeboten werden und "mit wenigen technischen Anpassungen können wir die Downloadgeschwindigkeit auf 400 MBit/s erhöhen – und das bis in den ländlichen Raum."
"Durch die Bündelung von Kanälen mit dem Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 und späteren Nachfolgestandards sind wir in der Lage, bedarfsgerecht die Internetzugänge weiter zu beschleunigen. Auf der Kabelmesse Anga Com haben wir 2011 im Rahmen eines Tests einen Triple-Play-Anschluss mit 1,5 GBit/s im Download, Telefonie und Digital-TV realisiert" , sagte Buchheister. Das Kabelnetz von Unitymedia KabelBW habe noch ausreichend Reserven, die kontinuierlich erweitert würden. "Beispielsweise durch einen Clustersplit, durch die wir die Glasfaser näher zu den Haushalten bringen" , erklärte er.
Im derzeit schnellsten Produkt von Kabel Baden-Württemberg bietet das Unternehmen(öffnet im neuen Fenster) , das zum weltweit größten TV-Kabelnetzbetreiber Liberty Global gehört, für Endkunden 100 MBit/s im Download, aber nur 5 MBit/s im Upload für 30 Euro im Monat an. Die Telekom hat einen Fiber-To-The-Home-Zugang mit einer Downloadrate von 200 MBit/s und 100 MBit/s im Upstream im Angebot(öffnet im neuen Fenster) .
Bei KabelBW in Baden-Württemberg sind derzeit 100 MBit/s möglich, bei Unitymedia in Hessen und Nordrhein-Westfalen sind es maximal 150 MBit/s.
Die Telekom hatte heute angekündigt , ihre Flatrate-Produkte nicht mehr für Neukunden anzubieten. Ist eine Volumengrenze erreicht, sehen die Leistungsbeschreibungen künftig eine einheitliche Reduzierung der Datenübertragungsrate auf 384 KBit/s vor. Sobald die Drosselung technisch umgesetzt ist, müssen Kunden für die volle Bandbreite zusätzlich zahlen.