Deutsche Telekom: Offenbar auch Bestandskunden von der Drosselung betroffen
Die Deutsche Telekom will die Frage nicht klar beantworten, ob bestehende Kunden, die auf IP-Telefonie-Verträge wechseln, auch von der DSL-Drosselung betroffen sein werden.
Bei auslaufenden DSL-Verträgen wird den Kunden sogenanntes All IP angeboten, bei dem die Sprachtelefonie auf VoIP-Produkte umgestellt wird. Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter hatte im Februar 2013 Heise Online(öffnet im neuen Fenster) gesagt, dass alle Produkte "in den kommenden Jahren sukzessive auf vollständig IP-basierte Angebote" umgestellt würden. Dies soll 2016 abgeschlossen sein.
Telekom-Sprecher Philipp Blank betonte im Gespräch mit Golem.de, dass die Umstellung noch freiwillig sei. "Niemand wird 'umgestellt'. Der Kunde entscheidet, ob er einen neuen Vertrag möchte oder nicht. All IP hat entscheidende Vorteile, beispielsweise bessere Sprachqualität wie HD-Voice sowie zwei Leitungen und bis zu zehn Rufnummern wie bei ISDN zum Preis eines analogen Anschlusses."
"Selbst wenn die neuen Leistungsbeschreibungen", also die Drosselung von DSL-Internetzugängen auf eine Datenübertragungsrate von 384 KBit/s, "ab 2016 faktisch umgesetzt wird, würden die Inklusivvolumina den meisten Kunden völlig ausreichen. Und wenn nicht, können die Kunden ihren Anschluss für ein paar Euro weiterhin mit Highspeed nutzen", erklärte Blank. Preise nannte die Telekom hier bisher nicht.
Auf unsere Nachfrage, ob Kunden, die bei der Vertragsverlängerung auf All IP wechseln, von der Drosselung betroffen seien, sagte Blank nur: "Neue Call-&-Surf- und Entertain-Verträge enthalten ab dem 2. Mai 2013 die neuen AGB." Diese allgemeinen Geschäftsbedingungen beinhalten die Drosselung. Bisher hatte die Telekom immer behauptet, nur Neukunden seien betroffen.
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