Rekord im Netz: Ericsson und Telstra erreichen 1 TBit/s über Glasfaser

Ericsson und der australische Netzbetreiber Telstra haben über eine Glasfaserverbindung Daten mit einer Geschwindigkeit von 1 TBit/s übertragen. Für diesen Feldversuch wurde das bestehende Glasfasernetz von Telstra genutzt, das Sydney und Melbourne über eine Entfernung von 995 Kilometern verbindet. Bei dem Test kam eine 1-TBit/s-Linecard in dem Glasfasersystem MHL 3000 zum Einsatz, wie der schwedische Telekommunikationsausrüster berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Zurzeit baut Telstra sein Glasfasernetz mit Ericsson aus, um eine Datenübertragungsrate von 100 GBit/s zu bieten. "Der Test hat nun gezeigt, dass künftig gleichzeitige Übertragungsgeschwindigkeiten von 40 GBit/s, 100 GBit/s und 1 TBit/s über dieselbe Glasfaser realisierbar sind" , erklärte Ericsson.
Paketvermittelter Verkehr im Metro-Bereich und MHL 3000-System
Ericsson hatte zuvor bekanntgegeben, dass sich Telstra für seine optische SPO-1400-Übertragungsplattform für paketvermittelten Verkehr im Metro-Bereich und das sogenannte MHL-3000-System mit 100 GBit/s-Unterstützung für den Fernverkehr entschieden habe.
Huawei und Vodafone hatten im Januar 2013 in einem Feldversuch auf einer Strecke von 3.325 Kilometern eine Übertragungsrate von 2 TBit/s über Glasfaser erreicht. Der Feldversuch wurde in einigen Städten in Mittel- und Süddeutschland im Backbone-Netzwerk des britischen Telekommunikationskonzerns durchgeführt.
Durch den Einsatz einer auf Super-Channel-PDM-16QAM-Signalen basierenden Plattform, die das Spektralband besser ausnutzt, konnte die Übertragungsweite von 1.500 Kilometern erzielt werden. Mit einer Super-Channel-Nyquist-PDM-QPSK-Ultralangstrecken-Plattform kamen die Techniker auf eine Übertragungsdistanz von 3.325 Kilometern. Bei beiden Übertragungen kamen G.652-Fasern und ein EDFA (Erbium Doped Fiber Amplifier) zum Einsatz.



