Vectoring: Bundesnetzagentur beendet Streit um VDSL mit 100 MBit/s

Der Vectoring-Ausbau in Deutschland kann beginnen. Nach Vorlage eines Kompromisspapiers der Bundesnetzagentur wollen als Erste Ewe Tel und DNS:NET jetzt die Vectoring-Karten in den Kabelverzweiger schieben.

Artikel veröffentlicht am ,
Kabelverzweiger in London
Kabelverzweiger in London (Bild: Sjanzon)

Vectoring mit 100 MBit/s über das Kupferkabel kann kommen. Die Bundesnetzagentur hat eine neue Regelung geschaffen, die sowohl der Deutschen Telekom als auch Wettbewerbern den Einsatz ermöglichen soll. Durch den Vectoring-Ausbau sollen VDSL-Kunden eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s bekommen. Bisher ist VDSL maximal mit 50 MBit/s erhältlich. Beim Upload verspricht Vectoring bis zu 40 MBit/s.

Stellenmarkt
  1. Data Engineer (d/m/w)
    OSRAM GmbH, Regensburg
  2. Junior SAP Basis Engineer (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, München
Detailsuche

Die Bundesnetzagentur hatte ihren Entscheidungsvorschlag der EU-Kommission und den Regulierungsbehörden der anderen Mitgliedstaaten zur Stellungnahme zugesandt. "Zahlreiche konstruktive Vorschläge der Marktakteure wurden aufgegriffen und in den aktuellen Entscheidungsentwurf eingearbeitet", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Anders als beim ursprünglichen Entscheidungsvorschlag darf die Telekom einem Wettbewerber den Zugang zur letzten Meile, der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), an einem Kabelverzweiger (KVz) nicht verweigern oder kündigen, wenn dieser eine staatliche Förderung, die er für den Breitbandausbau an diesem KVz erhalten hat, ganz oder teilweise zurückzahlen müsste.

Zudem ist ein erweiterter Bestandsschutz zugunsten der Wettbewerber vorgesehen.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Eine unter Aufsicht der Bundesnetzagentur geführte Vectoring-Liste soll allen Telekommunikationsbetreibern Rechtssicherheit und Chancengleichheit für den Einsatz von Vectoring geben. "In diesem Register soll der jeweils innerhalb eines Jahres beabsichtigte und dann tatsächlich erfolgte VDSL-Ausbau beziehungsweise Vectoring-Einsatz zuverlässig dokumentiert werden", erklärte die Behörde.

Die Telekom hatte Ende vergangenen Jahres bei der Bundesnetzagentur beantragt, die Zugangsmöglichkeiten für Wettbewerber zur letzten Meile an den KVz einzuschränken, um Vectoring in ihrem Netz einsetzen zu können. Technisch ist beim VDSL2-Vectoring das Entbündeln der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Kabelverzweiger nicht mehr möglich.

Stephan Albers, Chef des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), sagte im November 2012, der Telekom stehe kein Exklusivrecht für die Technik zu. Es sei sicherlich sinnvoll, dass, wenn ein Unternehmen am Kabelverzweiger sei und dort VDSL ausgebaut habe, auch nur dieses Unternehmen Vectoring mache. Aber das müsse nicht die Telekom sein.

VATM: "Wir sind erleichtert"

Die EU-Kommission und die nationalen Regulierer der Mitgliedstaaten können nun innerhalb eines Monats zum neuen Entscheidungsentwurf Stellung nehmen. Sofern die EU-Kommission keine ernsthaften Bedenken äußert, könnte die Entscheidung anschließend endgültig in Kraft treten.

"Wir sind erleichtert, dass der deutsche Regulierer die konstruktive Kritik und akonkreten Verbesserungsvorschläge in seinem Entwurf für den Einsatz der Vectoring-Technologie umfassend aufgegriffen hat. Allerdings wird der Telekom nach wie vor ein einseitiges Kündigungsprivileg an den Kabelverzweigern (KVz) eingeräumt", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Ersterschließer bekommen Kündigungsschutz

Das Ziel, mit dieser Entscheidung den Breitbandausbau in den ländlichen Gebieten zu fördern, werde aus Sicht des VATM allerdings insgesamt erfüllt. Positiv sei auch, dass für "Ersterschließer" Kündigungsschutz gelte.

"Jetzt können wir uns in den nächsten Wochen voll auf den angekündigten Ausbau von 35 Städten im Nordwesten Deutschlands konzentrieren", sagte VATM-Präsidiumsmitglied Norbert Westfal, Geschäftsführer der EWE TEL. Und auch bei der DNS:NET wird der Entscheidungsentwurf begrüßt. "Nachdem wir einige unserer Ausbaupläne auf Eis legen mussten, kann es nach dieser Entscheidung auch mit Berlin-Gatow losgehen", sagte Alexander Lucke, Geschäftsführer der Firma, die vor allem im Bereich Berlin-Brandenburg mit eigenen Glasfasernetzen tätig ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ichbinsmalwieder 11. Jul 2013

Falsch. Es ist völlig egal. http://de.wikipedia.org/wiki/Bitrate

Largo Lasskhyfv 10. Jul 2013

Kann ich nicht genau sagen. Haus ist Baujahr 69. Strippen sehen nicht so aus, als wären...

Arcardy 10. Jul 2013

Aeh ok... Legen die keine Kabel weil ich im Sauerland wohne? Kommen die nicht den huegel...

wmayer 10. Jul 2013

Auch nicht bei Downloads oder Streams aus anderen Quellen? Ich schaff das mit meiner...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Pico Neo 3 Link im Test
Günstig wie Metas Quest 2 und ohne Facebook-Zwang

Nahezu identische Hardware ohne Facebook: Das Pico Neo 3 Link ist für VR-Neulinge, die jedoch auf Bytedance' Ökosystem wetten müssen.
Ein Test von Achim Fehrenbach

Pico Neo 3 Link im Test: Günstig wie Metas Quest 2 und ohne Facebook-Zwang
Artikel
  1. Action: EA plant Battlefield-7-Kampagne - und provoziert Solospieler
    Action
    EA plant Battlefield-7-Kampagne - und provoziert Solospieler

    Mit einem Tweet bringt EA die Fans von Solokampagnen gegen sich auf - und sucht gleichzeitig einen Designer für das nächste Battlefield.

  2. US-Streaming: Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat
    US-Streaming
    Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat

    Netflix hat zunehmend Probleme, neue Abonnenten zu halten. Der Anteil an Neukunden, die nach einem Monat wieder kündigen, steigt.

  3. Rockstar Games: Viele Details zu GTA 6 geleakt - oder gefälscht
    Rockstar Games
    Viele Details zu GTA 6 geleakt - oder gefälscht

    Ein gangbasierter Onlinemodus, drei spielbare Charaktere in der Kampagne: Ein möglicher Leak zu GTA 6 sorgt für Diskussionen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€, Be Quiet Silent Tower 159,90€) • iPhone SE (2022) günstig wie nie: 481,41€ • Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /