"Flat Special": 1&1 hat Drosselung bei DSL

Der Internetprovider 1&1 hat eine Drosselung bei DSL. Darauf wies ein Leser von Golem.de hin. In den Beschreibungen zu dem Produkt(öffnet im neuen Fenster) 1&1 Surf & Phone Flat Special 16.000 schreibt die United-Internet-Tochter: "Surfen mit bester Netzqualität – mit bis zu 16.000 KBit/s (Download) und bis zu 1.024 KBit/s (Upload) bis 100 GByte Datenvolumen pro Monat, danach mit bis zu 1.024 KBit/s (Download) und bis zu 128 KBit/s (Upload) bis Monatsende" .
Die Telekom hatte am 22. April 2013 angekündigt , ihre Flatrate-Produkte nicht mehr für Neukunden anzubieten. Bisher sei geplant, die Drosselung 2016 einzuführen. Hier legt sich die Telekom aber nicht genau fest. Telekom-Sprecher Philipp Blank hatte Golem.de gesagt, dass "Kunden ihren Anschluss für ein paar Euro weiterhin mit Highspeed nutzen" könnten.
Am 2. Mai 2013 hatte die Telekom auf ihrer Webseite die neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für DSL-Anschlüsse veröffentlicht. In dem PDF(öffnet im neuen Fenster) , das inzwischen wieder offline ist, wurden die Volumengrenzen bestätigt. Bei Anschlüssen bis 16 MBit/s sind nur 75 GByte enthalten, bei VDSL-Anschlüssen mit 25 oder 50 MBit/s sind es 200 GByte. Glasfaseranschlüsse mit 100 MBit/s werden ab 300 GByte gedrosselt, bei 200 MBit/s ab 400 GByte.
Konkurrenten der Telekom mit eigenem Netz hatten am 28. April 2013 erklärt, keine Drosselung für ihre DSL-Kunden einzuführen. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko), Stephan Albers, sagte: "Unsere Mitgliedsunternehmen planen keine Datendrosselung." Zu den Mitgliedsunternehmen des Breko mit eigenem Netz gehören Ewe Tel, Thüringer Netkom, Eifel-net, Kielnet, Lew Telnet, die Stadtwerke Neumünster, Netcom Kassel, Telefónica Deutschland und Versatel. Versatel hat kein eigenes Endkundengeschäft mehr. United Internet ist an dem Netzbetreiber beteiligt.
Die Deutsche-Telekom-Tochter Congstar wird ihre DSL-Verträge nicht drosseln .
Nachtrag vom 4. Mai 2013, 18:15 Uhr
1&1 stellt auf Twitter klar(öffnet im neuen Fenster) , dass keine Drosselung der bestehenden DSL-Angebote geplant ist. Das in unserer Meldung beschriebene Angebot ist nicht neu, sondern besteht schon seit 2010. Wir haben den Text entsprechend angepasst und bitten um Entschuldigung.



