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Telekom-Drosselung: 3 Prozent verursachen 30 Prozent des Datenvolumens

Die Deutsche Telekom versucht, das Ende der Flatrate mit neuen Argumenten zu begründen und hofft, dass die Aufregung darüber bald vorbei sein wird.
/ Achim Sawall
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Der neue Telekom-Chef Timotheus Hoettges (Bild: Lisi Niesner/Reuters)
Der neue Telekom-Chef Timotheus Hoettges Bild: Lisi Niesner/Reuters

Der Deutsche-Telekom-Sprecher Philipp Blank hat die Drosselungspläne für DSL-Zugänge verteidigt. Blank sagte dem Deutschland Radio(öffnet im neuen Fenster): "Auch ein Restaurantbesitzer wird sein 'All you can eat'-Angebot überdenken müssen, wenn einige Kunden daraus 'You can eat it all' machen. Fakt bei uns ist: Drei Prozent der Kunden verursachen mehr als 30 Prozent des Datenvolumens. Das bedeutet für die Kunden: Lieschen Müller subventioniert bisher den Heavy User."

Die Alternative zum Ende der Flatrate wäre eine Preiserhöhung für alle Nutzer gewesen. "Ich denke, für richtige Entscheidungen sollte man schon einige Tage Medienaufregung aushalten können", sagte Blank. Gegen die Drosselungspläne gibt es eine Petition bei Change.org(öffnet im neuen Fenster), die gegenwärtig fast 47.000 Unterzeichner hat.

Der deutsche Hersteller von Business-Internetroutern Viprinet hatte der Telekom vorgeworfen, dass das Kostenargument für hohes Datenvolumen vorgeschoben sei. "Die Begründung, dass die Drosselung eingeführt werde, damit die Backbones nicht überlastet werden", sei unglaubwürdig, so Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel. "In Deutschland gibt es gigantische Backbone-Überkapazitäten", der Datenverkehr sei zu Spottpreisen zu realisieren. "Bei einem DSL-Zugang macht das in der Gesamtkalkulation des Providers nur Cent-Beträge aus."

Die Drosselung betreffe aktuell nur wenige Nutzer, doch das könnte sich künftig ändern: "Natürlich kann es sein, dass Kunden in Zukunft mehr Highspeed-Volumen brauchen. Wenn sie aber mehr Leistung möchten, werden sie auch bereit sein, mehr dafür zu bezahlen. Das ist, denke ich, bei allen Produkten und Dienstleistungen so", räumte Blank ein.


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