Abo
  • IT-Karriere:

Festnetz: Telekom-Plan zur Drosselung verstößt gegen Netzneutralität

Ein Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft der Telekom vor, mit ihren Plänen zur Drosselung im Festnetz zwischen guten hauseigenen und schlechten Daten von der Konkurrenz zu unterscheiden.

Artikel veröffentlicht am ,
Outdoor DSLAM der Telekom in Multifunktionsgehäuse
Outdoor DSLAM der Telekom in Multifunktionsgehäuse (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom verletze mit ihren Planungen zur Datendrosselung im Festnetz die Netzneutralität. Das vertritt der Autor Michael Spehr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die mögliche Drosselung gelte nicht für das IP-TV der Telekom oder Kooperationspartner.

Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions AS GmbH, Norderstedt, Raunheim
  2. ElringKlinger AG, Dettingen an der Erms

"Nutzt man das Telekom-Angebot für TV-Empfang und Filmverleih, wird das dabei entstehende Datenvolumen nicht auf die DSL-Volumengrenze angerechnet." Im Mobilfunk werden von der Telekom in ihrer Kooperation mit Spotify die Musikdaten nicht auf Inklusivvolumen angerechnet.

"Es geht der Telekom also darum, eine Differenzierungslinie einzuziehen zwischen 'guten Daten' hauseigener Produkte und 'schlechten Daten', die von Mitbewerbern generiert werden." Das Ziel bestehe "in der Abschaffung der Netzneutralität", so Spehr.

Die Telekom erklärte: "Ähnlich wie im Mobilfunk soll es in Zukunft auch bei Festnetztarifen für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er - wie im Mobilfunk auch - weitere Kapazitäten hinzubuchen. Natürlich ändert sich für bestehende Verträge nichts." Es existierten solche Überlegungen, aber es gebe "noch keine neuen Tarife".

Die Pläne sind nicht neu und in einigen Verträgen bereits vorbereitet. Im März 2012 hatte ein Telekom-Sprecher erklärt: "Wir haben die Geschwindigkeitsbegrenzung bisher nicht umgesetzt."

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert dagegen: Verbraucher sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die ihnen ermöglicht, Inhalte ihrer Wahl zu senden und zu empfangen, Dienstleistungen und Anwendungen ihrer Wahl zu nutzen sowie Hardware ihrer Wahl anzuschließen und Software ihrer Wahl zu verwenden, solange diese dem Netzwerk keinen Schaden zufügt. Sie sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die frei von Diskriminierung ist in Bezug auf Art der Anwendung, der Dienstleistung, des Inhalts oder der Adresse des Senders oder Empfängers. Die Netzneutralität müsse daher gesetzlich festgeschrieben werden, reine Transparenzpflichten und verbesserte Wechselmöglichkeiten für Verbraucher reichten nicht aus.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 279€ (Bestpreis!)
  2. 349,00€
  3. ab 369€ + Versand

crazypsycho 12. Okt 2013

Nur das es keine schmarotzenden Kunden gibt. Jeder Contentanbieter muss für seine...

eGeist 23. Apr 2013

Das hatten wir schon, das wurde von "unseren" Politikern "erfolgreich" privatisiert. Nun...

Lemo 08. Apr 2013

Belege? Festnetzleitung oder nicht?

Blackburn 07. Apr 2013

Durch das Limit entsteht ein "Henne oder Ei" Problem. Geschäftsmodelle werden erst dann...

Youssarian 07. Apr 2013

Ja. Nein, da ist kein Engpass. Die letzte Strecke ist die Doppelader und die geht nun...


Folgen Sie uns
       


LED-Projektor Viewsonic X10-4K - Test

Der Viewsonic X10-4K ist ein heller und farbtreuer 4K-Projektor - und kann einen Smart-TV ersetzen.

LED-Projektor Viewsonic X10-4K - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Von Bananen und Astronauten
Indiegames-Rundschau
Von Bananen und Astronauten

In Outer Wilds erlebt ein Astronaut in Murmeltier-Manier das immer gleiche Abenteuer, in My Friend Pedro tötet ein maskierter Auftragskiller im Auftrag einer Banane, dazu gibt es Horror von Lovecraft: Golem.de stellt die Indiegames-Highlights des Sommers vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Verloren im Sonnensystem und im Mittelalter
  2. Indiegames-Rundschau Drogen, Schwerter, Roboter-Ritter
  3. Indiegames-Rundschau Zwischen Fließband und Wanderlust

Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /