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DSL mit 384 KBit/s: Telekom führt Drosselung im Festnetz ein

Die Telekom macht ihre Drohung für eine Drosselung für DSL-Internetzugänge wahr. Angaben dazu, bei welchen Datenvolumen gedrosselt wird, hat der Konzern auch bereits gemacht.

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Outdoor DSLAM der Telekom in Multifunktionsgehäuse
Outdoor DSLAM der Telekom in Multifunktionsgehäuse (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom führt die angekündigte Drosselung für Festnetz-Internetzugänge ein. Das gab das Unternehmen am 22. April 2013 bekannt. "Ist die Volumengrenze erreicht, sehen die Leistungsbeschreibungen eine einheitliche Reduzierung der Internetbandbreite auf 384 KBit/s vor. Zunächst werden nur die Leistungsbeschreibungen angepasst. Sobald die Limitierung technisch umgesetzt wird", müssen Kunden für eine Zubuchoption zahlen.

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"Den Kunden mit sehr hohem Datenaufkommen werden wir in Zukunft mehr berechnen müssen", sagte Michael Hagspihl, Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland. "Wir gehen bisher davon aus, dass wir die Limitierung technisch nicht vor 2016 umsetzen."

Die Preise für die Zubuchoptionen und die Volumenbegrenzungen werde die "Telekom rechtzeitig bekanntgeben".

Die Pläne sind nicht neu und in einigen Verträgen bereits vorbereitet. Im März 2012 hatte ein Telekom-Sprecher erklärt: "Wir haben die Geschwindigkeitsbegrenzung bisher nicht umgesetzt."

Die Deutsche Telekom verletze mit ihren Planungen zur Datendrosselung im Festnetz die Netzneutralität, so Michael Spehr in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die mögliche Drosselung gelte nicht für das IP-TV der Telekom oder Kooperationspartner. "Nutzt man das Telekom-Angebot für TV-Empfang und Filmverleih, wird das dabei entstehende Datenvolumen nicht auf die DSL-Volumengrenze angerechnet." Im Mobilfunk werden von der Telekom in ihrer Kooperation mit Spotify die Musikdaten nicht auf Inklusivvolumen angerechnet.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert dagegen: Verbraucher sollten Anspruch haben auf eine Internetverbindung, die ihnen ermöglicht, Inhalte ihrer Wahl zu senden und zu empfangen, Dienstleistungen und Anwendungen nach ihren Wünschen zu nutzen sowie Hardware ihrer Wahl anzuschließen und Software nach ihren Vorstellungen zu verwenden, solange diese dem Netzwerk keinen Schaden zufügt.

Nachtrag vom 22. April 2013, 16:04 Uhr

Aus Unternehmenskreisen erfuhr Golem.de, dass ab dem 2. Mai 2013 bereits folgende Volumina in den Festnetztarifen integriert sind: Bei Tarifen mit Geschwindigkeiten bis zu 16 MBit/s liegt die Grenze bei 75 GByte im Monat, 50-MBit/s-Zugänge werden bei 200 GByte gedrosselt, bei 100 MBit/s liegt die Obergrenze bei 300 GByte und bei 200-MBit/s-Verträgen bei 400 GByte. "Eine Umsetzung der Grenzen ist allerdings vorerst nicht vorgesehen, vorerst geht es nur um die Einbringung in die Verträge."



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LTE User 25. Apr 2013

Alle regen sich über die Einführung auf, aber es gibt sie leider schon die Drosselung...

kendon 25. Apr 2013

1. dein ironie-detektor ist kaputt. 2. dein spass-modul scheint auch einen wackler zu...

Jpseume 25. Apr 2013

Bei den Mobilfunktarifen empfinde ich die Drosselung eher als das abschalten der Leitung...

mb2013 24. Apr 2013

meine eltern haben 2010 einen neuen calls and surf vertrag machen müssen wegen...

Mk3ler 24. Apr 2013

Mein Fehler, der Hahn wird natürlich nicht zugedreht, es wird gedrosselt, aber mal...


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