
Nach dem Prism-Skandal fordert Kim Dotcom das Europäische Parlament auf, eine überwachungsfreie Alternative zu Googles Suchmaschine zu schaffen. F-Secure-Cheftechniker Mikko Hypponen unterstützt das. Beide ignorieren, dass der britische Abhörgeheimdienst GCHQ wohl beteiligt ist.

Der Vorsitzende des US-Homeland Security Committee will verhindern, dass der NSA-Whistleblower Edward Snowden irgendwo auf der Welt Asyl bekommt. Andere fordern, dass Deutschland ihn aufnehmen sollte.

Der 29-jährige Techniker Edward Snowden hat das NSA-Überwachungsprogramm Prism öffentlich gemacht. Der Guardian enthüllte seinen Informanten auf dessen ausdrücklichen Wunsch.

Der US-Geheimdienstchef James Clapper hat einige Details zum Spionageprogramm Prism enthüllt und bestätigt dabei die Darstellung der US-Internetkonzerne. Derweil legt der Guardian nach und veröffentlicht weiteres Beweismaterial.

Obama hat eine Liste für Cyberwar-Ziele im Ausland zusammenstellen lassen. Einer seiner Geheimdienstagenten sagt offen, dass es im Hinblick auf IT-Angriffe auf Gegner zwischen den USA und China keinen Unterschied gebe.

Die Vorstandschefs von Google und Facebook wollen bislang nichts von dem NSA-Überwachungsprogramm Prism gewusst haben. Laut den großen US-Zeitungen stimmt das nicht, oder es handelt sich um einen sprachlichen Trick. Nur Twitter hat sich geweigert, der NSA die Arbeit zu erleichtern.

Die USA wollen Whistleblowern Angst machen: Wir kriegen euch alle, lautet die Botschaft. Dabei sollten ihnen Orden verliehen werden, kommentiert K. Biermann.

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft bezeichnet die Verteidigung des NSA-Überwachungsprogramms Prism durch Obama als mutig und entschlossen. "Man kann nicht 100 Prozent Sicherheit und 100 Prozent Privatsphäre haben", erklärte Obama.

Das NSA-Abhörprogramm Prism soll Vollzugriff auf die Nutzerdaten auf den Servern von Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, Youtube, Skype, AOL und Apple gewähren. Die deutsche IT-Branche findet das geschäftsschädigend und verlangt Aufklärung. Auch andere melden sich zu Wort.

Der US-Auslandsgeheimdienst NSA hat im Rahmen des bisher geheimen Programms Prism direkten Zugriff auf Daten großer Internetfirmen wie Microsoft, Google, Facebook, Apple, Yahoo und Skype, wie die Washington Post und der Guardian berichten. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück.

Ein US-Gericht hat der NSA Zugriff auf die Verkehrsdaten einer Sparte des Telekommunikationsunternehmens Verizon gestattet. US-Bürgerrechtler glauben, dass auch andere Telefongesellschaften ihre Daten dem US-Geheimdienst geben müssen.

Kaspersky Lab hat nach der Operation Roter Oktober eine ähnliche Cyberspionage-Kampagne namens Nettraveler entdeckt. Insgesamt wurden in neun Jahren 350 regierungsnahe Organisationen und Forschungsinstitute aus 40 Ländern kompromittiert.

Eine US-Expertenkommission hat eine Liste von wichtigen militärischen Entwicklungsprojekten erstellt, die mutmaßlich über das Internet ausspioniert wurden. Die Cyberspione sollen ihren Ursprung in China haben.

Ein Londoner Gericht schickt drei Mitglieder des Kollektivs Lulzsec ins Gefängnis. Ein vierter Angeklagter hat eine Bewährungsstrafe erhalten.

"Mein Job war es, immer 25 einsatzbereite Zero-Day-Exploits auf dem USB-Stick zu haben." Das hat der frühere Chef eines Unternehmens erklärt, das von Hackern Schwachstellen für die US-Regierung kaufte. Einige Firmen bieten Jahresabonnements für eine bestimmte Anzahl von Schwachstellen an.

Drei junge Briten haben zugegeben, als Mitglieder des Kollektivs Lulzsec Distributed-Denial-of-Service-Attacken und Computereinbrüche auf Unternehmen und Behörden durchgeführt zu haben, darunter Sony, Nintendo und 20th Century Fox sowie die CIA.

Das gemeinsame Forschungszentrum von Polizei und Geheimdiensten, SFZ TK, untersucht detailliert die Verschlüsselung beim Cloud Computing. Die Ergebnisse werden laut Bundesregierung nicht veröffentlicht.

Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU hat vor einem Berufungsgericht Recht gegen den US-Geheimdienst CIA bekommen. Die CIA muss Aufzeichnungen zu Drohnenangriffen vorlegen. Es ist aber nicht gesagt, dass diese auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen.

Bradley Manning hat vor einem US-Militärgericht zugegeben, dass er die Quelle von Wikileaks gewesen ist. Er habe mit den Dokumenten eine Debatte über die US-Politik anzetteln wollen, sagte er. Durch sein Geständnis drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

MWC 2013 Samsung wird mit Knox eine Android-Version auf den Markt bringen, die auf dem von der NSA entwickelten Security Enhanced Android basiert.

Den Iranern ist es offensichtlich gelungen, Daten aus der 2011 entführten US-Drohne zu gewinnen: Das Staatsfernsehen zeigte Videoaufnahmen, die mutmaßlich aus der Drohne stammen.

Twitter berichtet, dass bei einem extrem hochentwickelten Angriff auf die Server des US-Unternehmens die Daten von 250.000 Nutzerkonten kompromittiert wurden. Twitters Sicherheitschef sieht einen Zusammenhang mit den Angriffen auf US-Tageszeitungen in dieser Woche.

Die Affäre um Cyberspionage bei US-Medien weitet sich aus: Das Wall Street Journal erklärte, in Computer der Zeitung sei ebenfalls eingebrochen worden. Die chinesischen Behörden bestreiten eine chinesische Beteiligung.

Spionieren ohne Spuren - das plant die Darpa: Sie lässt elektronische Ausrüstung entwickeln, die sich mit der Zeit auflöst oder sich auf ein Signal hin zerstört.

Von 900 auf 4.900 will das US-Verteidigungsministerium das Personal seiner Cyberwar-Truppe Cybercom ausbauen. Unklar ist, woher die Spezialisten kommen sollen.

Seit schätzungsweise über fünf Jahren seien unter anderem Regierungsstellen im Rahmen der Operation Roter Oktober ausspioniert worden, berichten die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab. Die Cyberspionage war ähnlich ausgeklügelt aufgebaut und getarnt wie die Flame-Attacke.

Vodafones Deutschland-Chef hält die Vorwürfe für unbegründet, dass Huawei und ZTE in den USA eine Sicherheitsgefahr darstellen. In Wirklichkeit gehe es um die Wirtschaftsinteressen der USA.

Facebook-Nutzer haben ein unruhiges Jahr hinter sich. Durch den schwachen Börsenstart unter Druck gesetzt, probierte das soziale Netzwerk alles mögliche an seinen Kunden aus: Die Timeline kam, Beiträge verschwanden von der Pinnwand oder alte Nachrichten waren plötzlich wieder zu sehen...

29C3 In seiner Eröffnungsrede zum diesjährigen Chaos Communication Congress in Hamburg hat Tor-Entwickler Jacob Appelbaum die Hacker dazu aufgerufen, mit ihrem Wissen und ihrer Arbeit der Menschheit nicht zu schaden. Der Aktivist warnte eindringlich vor einer zunehmenden weltweiten Überwachung, die auch von den USA ausgehe.

Der Aufstieg des Crowdfunding und der beginnende Abstieg von allzu simplen Free-to-Play-Spielen markieren das Spielejahr 2012 - und zusätzlich von Diablo 3 über Xcom bis hin zu Day Z eine ganze Reihe interessanter Games.

In Zukunft gilt: Wenn eine US-Drohne in Pakistan, Somalia oder dem Jemen zuschlägt, gibt es einen Tweet auf Dronestream. Mit dem Feed will Josh Begley den Drohnenkrieg der USA dokumentieren. Eine entsprechende App von ihm wollte Apple nicht zulassen.

Laut eines Urteils des Landgerichts Berlin ist eine heimliche Durchsuchung eines Mitarbeiter-PCs illegal. Wir haben mit dem Fachanwalt für IT-Recht, Marcus Kirsch, von Intersoft Consulting Services über das Urteil und die Grenzen der Überwachung gesprochen.

Ein wichtiges Urteil legt fest, dass Dienstcomputer den Arbeitgeber nicht zu heimlichen Durchsuchungen berechtigen. Ein BND-Mitarbeiter hatte geklagt und bekam vom Landgericht Berlin 3.000 Euro zugesprochen.

Kim Dotcom hat einen weiteren juristischen Sieg errungen. Er darf die Polizei und den neuseeländischen Geheimdienst verklagen und bekommt Abhörprotokolle ausgehändigt.

Mit einem offenen Brief haben sich die beiden Entwickler von Bohemia Interactive zu Wort gemeldet, die wegen des Verdachts der Spionage in einem griechischen Gefängnis sitzen. Es gehe ihnen gut, aber mit einer baldigen Freilassung rechneten sie nicht.

Der Chaos Computer Club meint, die Antiterrordatei basiere auf einem unklaren Gesetz und sei riskant. Falsche Daten über sich ändern zu lassen, sei de facto unmöglich.

Seit über zwei Monaten befinden sich zwei Mitarbeiter des Entwicklerstudios Bohemia Interactive aus Prag in Griechenland in Haft - offenbar wegen "Spionage" für Arma 3. Jetzt hat sich auch der tschechische Präsident in den Fall eingeschaltet.

Im Mai 2012 wurde die Schadsoftware Flame auf Computern im französischen Präsidentenpalast gefunden. Hinter der ausgefeilten Spionageaktion sollen US-Stellen stecken. Die USA leugnen eine Beteiligung.

Nach über 900 Tagen in Haft gibt der US-Soldat Bradley Manning nach - zumindest ein bisschen. Er gesteht den Verrat von Geheimnissen ein, bekennt sich aber in keinem Anklagepunkt schuldig. Manning ist mutmaßlich die Hauptquelle der Veröffentlichungen von US-Material durch Wikileaks.

Abenteuer in Moonraker, Prügeleien mit dem Beißer und ein Flirt mit Pussy Galore: Daniel Craig reist als virtueller James Bond in die Filme seiner Vorgänger - dabei kämpft er allerdings meist wie in Call of Duty.

Manche Internetnutzer in den USA könnten bald fluchen, wenn ihre Lieblingswebseiten nicht mehr funktionieren. Das Copyright Alert System soll Ende November starten, wie torrentfreak.com berichtet.

Die großen chinesischen Telekommunikationsanbieter Huawei und ZTE stellen eine Gefahr für die USA dar, zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Geheimdienst-Komitees des US-Repräsentantenhauses.

Julian Assange hat vor einer Versammlung von UN-Diplomaten gesprochen. Der Wikileaks-Gründer forderte ein Ende der Verfolgung seiner Organisation sowie von Bradley Manning durch die USA und ging US-Präsident Barack Obama scharf an.

Facebook hat damit begonnen, Fake-Accounts zu löschen, berichtet die US-Website The Verge. Damit verschwinden auch deren Likes. Manche Fanseiten von Künstlern wie Shakira und Lady Gaga verloren gleich mehrere zehntausend Likes.

Kim Dotcom hat einen ersten Ausblick auf seinen neuen Musikdienst Megabox gegeben. Wer darüber kostenlos Musik hören will, muss eine Software installieren, die Werbung auf Webseiten gegen Anzeigen austauscht, an denen Megabox verdient.

Der neuseeländische Geheimdienst hat dabei geholfen, Megaupload-Gründer Kim Schmitz zu finden. Legal war das nicht, der Premier kündigte eine Untersuchung an.

Julian Assange soll unter diplomatischem Schutz in der ecuadorianischen Botschaft in Stockholm befragt werden. Das schlägt Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño vor.

Der Cyber Security Summit 2012 der Deutschen Telekom und der Münchner Sicherheitskonferenz fordert ein Verbot von Backdoor-Technologien und greift die Hardwarehersteller an. In den Unternehmen sollen Cyber-Wehren aufgebaut werden.

Zwei Mitarbeiter des tschechischen Entwicklerstudios Bohemia Interactive sind auf Limnos, der achtgrößten griechischen Insel, verhaftet worden. Ihnen wird offenbar Spionage vorgeworfen - wahrscheinlich, weil sie den Ort für den Taktikshooter Arma 3 gefilmt haben.

Ungewollt hat ein Londoner Polizist die Einsatzplanung im Fall Julian Assange preisgegeben: Er hielt vor der ecuadorianischen Botschaft in London seine Notizen so, dass ein Fotograf sie ablichten konnten.