Abo
  • Services:

IT-Sicherheit: Deutsche Telekom zeigt Honeypot mit Raspberry Pi

Ein Telekom-Vorstand zeigt einen Honeypot des Unternehmens. Der Konzern setzt sie ein, um seine Angreifer zu studieren. Ein Raspberry-Pi-Logo war auf dem mobilen Honeypot zu erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Honeypot der Telekom
Honeypot der Telekom (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Auf ihrer Veranstaltung Netzoffensive in Berlin hat die Deutsche Telekom über Sicherheit und Datenschutz in ihren Netzwerken gesprochen. Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz bei der Telekom, sagte Golem.de, dass das Unternehmen derzeit in Deutschland 60 Honeypots einsetze, und zeigte eines der Geräte. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Honeypots stark gesteigert werden.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

"Diese Honeypots simulieren Systeme, um Angreifer anzuziehen. Sie müssen entschuldigen, dass sogar der Honeypot in Magenta gehalten ist, aber sonst würde das Gerät nicht wirklich zu uns gehören", sagte Kremer. Auf dem Gerät ist ein Raspberry-Pi-Logo zu erkennen.

Der Honeypot komme mit Mobilfunknetzwerk der Telekom zum Einsatz, sagte ein Sprecher Golem.de. Der mobile Honeypot wurde innerhalb eines Jahres mehr als 300.000-mal attackiert.

Das Unternehmen fängt pro Tag bis zu 800.000 Cyberangriffe auf seine Netzwerke ab und analysiert sie.

Der Datenschutz-Vorstand äußerte sich auch zum NSA-Skandal, zu Prism und Tempora. Kremer ging aber nicht über die übliche Sprachregelung hinaus. "Wir liefern keine Daten an Geheimdienste. Wir halten uns aber überall an die dortigen Regeln und Gesetze."

Tempora ist der Codename für ein Überwachungsprogramm des britischen Geheimdienstes GCHQ, mit dem der globale Internetverkehr angezapft und zwischengespeichert wird. Der GCHQ hört das Kabelsystem TAT-14 ab, über das ein großer Teil der deutschen Überseekommunikation läuft. Die Telekom sei einer der Eigner, wurde bereits am 24. Juni 2013 berichtet.

Das betrifft in besonderem Umfang die Daten deutscher Internetnutzer: Hier hat der Dienst Zugriff auf zwei Transatlantikkabel sowie auf eine der wichtigsten Verbindungen nach Ostasien und das innereuropäische Kabel PEC.

Die Telekom teilte mit, sie gewähre "ausländischen Diensten keinen Zugriff auf Daten sowie Telekommunikations- und Internetverkehre in Deutschland". Zu möglichen Programmen britischer Geheimdienste habe man "keine Erkenntnisse", halte sich aber an jeweils geltende Landesgesetze. Aufgrund des UK Official Secrets Act bestehe allerdings eine Verschwiegenheitsverpflichtung des Unternehmens.



Anzeige
Hardware-Angebote

Subsessor 04. Feb 2014

Dem kann ich mich anschließen - ist eines der günstigsten Akkus bei der großen...

gaym0r 05. Sep 2013

Pssst, bstea hat mehr aufm Kasten als die von der Telekom! Er ist doch Linux-User!

synack 04. Sep 2013

Genau das wollte ich eigentlich ausdrücken. Ich hatte auch mal kippo auf einem Raspberry...

kendon 04. Sep 2013

da die wenigsten handys einen ethernet-anschluss haben wohl eher nicht. neben dem linux...

LibertaS 04. Sep 2013

Es ist eine Schande wie hier das SED Unrechtsregime mit all seinen faschistischen Folgen...


Folgen Sie uns
       


Bose Sleepbuds - Test

Stille Nacht? Die Bose Sleepbuds begegnen nächtlichen Störgeräuschen mit einem Klangteppich, wir haben sie ausprobiert.

Bose Sleepbuds - Test Video aufrufen
Softwareentwicklung: Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
Softwareentwicklung
Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel

Kennen Sie Iterationen? Es klingt wie Irritationen - und genau die löst das Wort bei vielen Menschen aus, die über agiles Arbeiten lesen. Golem.de erklärt die Fachsprache und zeigt Agilität an einem konkreten Praxisbeispiel für eine agile Softwareentwicklung.
Von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

Europäische Netzpolitik: Schlimmer geht's immer
Europäische Netzpolitik
Schlimmer geht's immer

Lobbyeinfluss, Endlosdebatten und Blockaden: Die EU hat in den vergangenen Jahren in der Netzpolitik nur wenige gute Ergebnisse erzielt. Nach der Europawahl im Mai gibt es noch viele Herausforderungen für einen digitalen Binnenmarkt.
Eine Analyse von Friedhelm Greis


      •  /