Abo
  • Services:

Linux-Kernel: Bessere Zufallszahlen selbst mit NSA-Backdoor

Die Linux-Entwickler wehren sich dagegen, den Code für den Zufallsgenerator in Intels Ivy-Bridge-Chips zu entfernen. Er nutzt Nists SP800-90-Standard. Dort wird eine Hintertür der NSA vermutet.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Kernel-Entwickler zeigen sich von einer möglichen Hintertür der NSA unbeeindruckt.
Die Kernel-Entwickler zeigen sich von einer möglichen Hintertür der NSA unbeeindruckt. (Bild: Constantine Evans/CC-BY 3.0)

Mit deutlichen Worten hat Linux-Initiator Linus Torvalds eine Petition auf Change.org zurückgewiesen, nach der Rdrand-Code aus dem Kernel entfernt werden soll. Der Code stammt von Intel und lässt sich mit dessen Ivy-Bridge-CPUs nutzen. Der Intel-Chip und der dazugehörige Rdrand-Code arbeiten unter anderem nach Nists SP800-90-Standard, der möglicherweise eine von der NSA platzierte Hintertür enthält.

Stellenmarkt
  1. ACS PharmaProtect GmbH, Berlin
  2. Finanzbehörde - Personalabteilung Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg

"Lernt erst etwas über Kryptographie und kommt dann zurück und gebt zu, dass ihr falsch liegt", wetterte Torvalds in seiner Antwort auf die Petition. Der Kernel-Entwickler Theodore Ts'o argumentierte auf Google+ geduldiger. Die Entropie-Funktion /dev/random des Linux-Kernels nutze nicht nur Rdrand, sondern beziehe auch weitere Zufallsquellen.

Zufallszahlen aus mehreren Quellen

Ts'o sei jedoch erleichtert, dass er dem Druck der Intel-Entwickler widerstanden habe, /dev/random ausschließlich den Befehlssatz Rdrand nutzen zu lassen. Das Sigint Enabling Project der NSA habe bereits Wege gefunden, die Verschlüsselungschips einiger Hardwarehersteller zu infiltrieren, etwa um Hintertüren einzubauen oder die Generierung von Zufallszahlen vorherzusehen, was die aus den Zahlen entstandenen Schlüssel schwach macht.

"Sich ausschließlich auf hardwarebasierte Zufallszahlengeneratoren zu verlassen, ist generell eine schlechte Idee. Vor allem dann, wenn die Implementation unter Verschluss gehalten wird und somit kaum zu überprüfen ist", schreibt Ts'o. Es gebe aber realistische Grenzen, was im Mikrocode einer CPU versteckt werden könne. Die Modifikationen müssten so minimal sein, dass Mitarbeiter einer Firma und die zahlreichen Betriebssystementwickler die Manipulationen nicht irgendwann einmal entdecken würden.

"Wir wissen was wir tun", schreibt Torvalds. "Selbst wenn die NSA eine Hintertür in Rdrand eingebaut hätte, erstellt unsere Implementation damit sogar bessere Zufallszahlen."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Julius Csar 14. Sep 2013

Zur Not nimmt man halt 2 Rechner unterschiedlicher Hersteller und unterschiedlichen...

WolfgangS 14. Sep 2013

Torvalds behauptet, unsicheres muß nicht ausgebaut werden, da ihre Implementierung das...

Zumes 13. Sep 2013

Hey, Das ganze ist noch nicht Spruchreif und wird noch eine ganze Weile dauern. Der...

Endwickler 12. Sep 2013

Da es hier nicht um NSA-Code in Linux geht, wundert mich jetzt dieser Bezug.

frostbitten king 11. Sep 2013

http://it.slashdot.org/story/13/09/11/1224252/are-the-nist-standard-elliptic-curves-back...


Folgen Sie uns
       


Apple iPhone Xr - Test

Das iPhone Xr kostet 300 Euro weniger als das iPhone Xs, bietet aber das gleiche SoC und viele andere Ausstattungsmerkmale des teureren Modells. Unterschiede gibt es bei der Kamera und dem Display: Das iPhone Xr hat keine Dualkamera und anstelle eines OLED-Bildschirms kommt ein LCD zum Einsatz.

Apple iPhone Xr - Test Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /